Marco Schmitt, Trainer des TSV Bernbeuren. F.: RR
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Marco Schmitt, Trainer des TSV Bernbeuren. F.: RR

KREISLIGA - Bernbeuren muss sich Günzlhofen - beugen

Beim Tabellenersten VSST Günzlhofen ist für den TSV Bernbeuren nichts zu holen

  • VonChristian Heinrich
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Der Abstand zwischen der Elf vor Marco Schmitt und dem VSST beträgt nach der Niederlage nun drei Punkte. Allerdings haben die Bernbeurener zwei Spiele weniger.

Bernbeuren – „Mund abputzen und weiter geht’s“, lautete der sachliche Kommentar von Marco Schmitt nach der 0:3-Niederlage im Spitzenspiel beim VSST Günzlhofen. Dass die Partie die Emotionen bisweilen überkochen ließ, verschwieg der Trainer des Fußball-Kreisligisten TSV Bernbeuren zunächst im Gespräch mit der Heimatzeitung.

Erst später berichtete er davon, dass in der ersten Hälfte Adrian Natzeder von hinten von einem Gegenspieler mit Händen zu Boden gestoßen wurde. „Eine klare Tätlichkeit“, beschwerte sich der Coach. Mitte der zweiten Halbzeit sei dem Referee die nächste grobe Unsportlichkeit eines VSST-Spielers entgangen, als ein Gegner Florian Harsch mit dem Zeigefinger ins Gesicht langte. „Wenn der Schiedsrichter da durchgreift, gibt es rote Karten“, stellte Schmitt klar. Doch Roland Fritzsch habe zu keiner klaren Linie gefunden, weshalb die Partie teils richtig aggressiv geführt worden sei.

„Die waren die reifere und bessere Mannschaft“

Marco Schmitt‘s Urteil über den Gegner VSST Günzlhofen

Am verdienten Sieg für den VSST änderte das aber wenig. „Die waren die reifere und bessere Mannschaft“, kommentierte Schmitt die Leistung des Gegners. Der Tabellenführer agierte in den entscheidenden Situationen einfach abgezockter und stilsicherer. „Es ist eine technisch wirklich gute Truppe“, lobte der TSV-Coach. Trotzdem hätte seine Mannschaft in der ersten Hälfte durchaus in Führung gehen können. Harsch nahm allerdings nur das Günzlhofener Quergebälk aufs Korn und später schafften es weder Adrian Natzeder noch Michael Boos, den Ball irgendwie über die Linie des gegnerischen Tores zu bugsieren. Obendrein tauchten auch die Platzherren zwei Mal gefährlich vor dem Kasten des TSV auf. „Da war das Glück schon auf unserer Seite“, gab Schmitt zu.

Nach dem Seitenwechsel war es dann der Klassenprimus, der seine Möglichkeiten konsequent nutzte. Die erste Chance war nach einem Konter, die zweite nach einem kurzzeitigen Durcheinander in der Bernbeurener Abwehr und die dritte in der Nachspielzeit, als die Gäste auf volles Risiko gingen, um vielleicht doch noch die Wende zu erzwingen. „Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen“, hatte Schmitt nichts an seinen Kickern auszusetzen, die alles versuchten, in Günzlhofen jedoch einfach nur ihren Meister fanden. (CHRISTIAN HEINRICH)

Statistik

VSST Günzlhofen 3 TSV Bernbeuren 0

Tore: 1:0 (50.) Demiraslan, 2:0 (61.) Özdemir, 3:0 (90.+3) Roth. Gelbe Karten: Günzlhofen 3, Bernbeuren 3. Schiedsrichter: Roland Fritzsch. Zuschauer: 120.

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