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Auf eine gute Partie: Die Spieler des SV Wildsteig (in Rot) und des 1. FC Garmisch-Partenkirchen bei der Begrüßung.

Merkur CUP: Favoritensieg nach Gewitterpause in Wildsteig

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Es war ein Erlebnis für die E-Junioren des SV Wildsteig. Sportlich gab’s für sie beim Bezirksfinale des Merkur CUP nichts zu holen. Sieger sind sie trotzdem.

Wildsteig – Sonnenschein, Donnergrollen und Wolkenbruch. Wettertechnisch war beim Bezirksfinale des Merkur CUP, dem weltweit größten Turnier für E-Junioren-Fußballer, in Wildsteig alles geboten. Die Launen von Petrus stellten die Verantwortlichen ordentlich auf die Probe. Kurz vor Ende der Vorrunde stoppte Spielleiter Walter Huppmann die letzten Begegnungen wegen eines heftigen Gewitters. Erst nach fast einer Stunde Pause konnte das Turnier in abgespeckter Form, die Platzierungsspiele wurden gestrichen, zu Ende gespielt werden. „Ich bin froh, dass es noch so geklappt hat“, sagte Huppmann erleichtert.

Strahlen durften auch die Burschen des TSV 1860 München, die ihrer Favoritenrolle gerecht wurden. Der Löwen-Nachwuchs setzte sich im Finale mit 1:0 gegen den SV Lohhof durch. Beide Mannschaften sind damit beim großen Merkur-CUP-Finale in Unterhaching dabei.

Wildsteigs Trauer über letzten Platz beim Bezirksfinale des Merkur CUP hielt sich in Grenzen

Ohne Tore und Punkte blieb der gastgebende SV Wildsteig, der es erstmals ins Bezirksfinale geschafft hatte. Die Trauer über den letzten Platz hielt sich jedoch in Grenzen. Die Wildsteiger bekamen den Fairness-Preis, und der Turniersieger 1860 München gab auch noch seine gewonnenen Eintrittskarten für die Allianz-Arena an die SVW-Jungs weiter. „Wir haben uns riesig gefreut, so weit zu kommen und dann vor so einer traumhaften Kulisse zu spielen“, sagte Wildsteigs Coach Michael Trainer. „Latte, Pfosten alles war dabei, nur reingehen wollte nichts. Offensichtlich hatten wir unser Glück im Kreisfinale aufgebraucht.“

Bilder vom Bezirksfinale des Merkur CUP in Wildsteig

Merkur CUP: Bilder vom Bezirksfinale in Wildsteig

Er war vor Turnierstart fast noch nervöser als seine Jungs. „Ich habe kaum geschlafen“, bekannte der SVW-Coach, dessen Team mit einer 0:3-Niederlage gegen den 1. FC Garmisch-Partenkirchen die Gruppenphase eröffnete. Gegen den TSV Grünwald setzte es im Anschluss trotz erneut einiger Möglichkeiten eine weitere 0:3-Pleite. Die Hoffnung auf einen Ehrentreffer erfüllte sich auch im letzten Gruppenspiel nicht. Während der TuS Holzkirchen fast nach Belieben traf, gingen die Wildsteiger beim 0:7 leer aus.

Nach der Gewitterpause setzt sich beim Merkur CUP der Favorit durch

Wenig später setzten die Wetterkapriolen ein, die zu einer Unterbrechung zwangen. Die rund 30 Helfer rund um SVW-Jugendleiter Klaus Uhlschmied waren im brechend vollen Vereinsheim und unter dem Zeltdach voll gefordert. Fast 30 Kuchen und unzählige Grillwürste waren nötig, um den Hunger der Besucher zu stillen – Türk Gücü Erding kam immerhin mit einer großen Fanschar gleich in einem Reisebus an. Trotz des Regens konnten dann die letzten sieben Minuten der Vorrunde sowie die Halbfinals und das Finale gespielt werden.

In den Halbfinals setzte sich Lohhof hauchdünn mit 2:1 gegen Holzkirchen durch, 1860 München gewann 5:0 gegen den TSV Grünwald. Bei letzteren half auch die moralische Unterstützung von FC-Bayern-Legende Arjen Robben nicht, der den Auftritt seines Sohnes im Trikot der Grünwalder mitverfolgte.

Bei der anschließenden Siegerehrung bekamen die Wildsteiger ihren Fairnesspreis überreicht. Daran, dass sie ihn verdient hatten, „gab es keinen Zweifel“, sagte Torsten Horn, der technische Leiter des Merkur CUP bei der Preisübergabe an den SVW. Obendrein gab es auch noch ein dickes Lob für die Wildsteiger. „Ihr wart ein hervorragender Gastgeber“, urteilte Horn nach dem ereignisreichen und keineswegs langweiligen Tag im Herzen des Pfaffenwinkels.

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