Kurz vor dem Anpfiff: Die Mannschaften des TSV Rott (in roten Trikots) und des TSV Landsberg beim Gruppenfoto vor dem Rotter Vereinsheim.
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Kurz vor dem Anpfiff: Die Mannschaften des TSV Rott (in roten Trikots) und des TSV Landsberg beim Gruppenfoto vor dem Rotter Vereinsheim.

A-Klassist verliert gegen fünf Ligen höher spielenden TSV Landsberg nur mit 0:6

Rott schlägt sich wacker gegen Bayernligist

  • Roland Halmel
    VonRoland Halmel
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Der Fußballplatz des TSV Rott war fast neun Monate nicht bespielt worden. Das änderte sich jetzt mit einem Freundschaftsspiel gegen Bayernligist Landsberg.

Fast neun Monate war der Fußballplatz des TSV Rott mehr oder weniger verwaist. Diesen Umstand machte sich eine Wühlmausfamilie zunutze, die sich dort unter der Rasenfläche einnistete. Deren geruhsames Leben ist jetzt aber beendet, auf dem Sportplatz ist wieder Leben eingekehrt.

Ehemaliger Nachwuchstrainer aus Landsberg trainiert jetzt Rott

Die Rückkehr in den Fußball-Alltag feierten die Rotter Kicker gleich mit einem Highlight: Der A-Klassist empfing am vergangenen Mittwochabend den TSV Landsberg zu einem Freundschaftsspiel. Damit bedankte sich der Bayernligist bei Stephan Botschafter, dem neuen Rotter Coach, der davor 20 Jahre den Nachwuchs der Landsberger trainiert hatte.

„Das ist eine tolle Sache, schließlich kommt ein Bayernligist auch nicht alle Tage zu uns“, freute sich Botschafter, der vor der Partie von den Verantwortlichen der Landsberger Fußballer mit einem Trikot und einem Blumenstrauß verabschiedet wurde. „Wir spielen auch lieber als dass wir trainieren“, gestand der ehemalige Peitinger Andreas Fülla, der seit Jahren bei den Landsbergern spielt, vor dem Anpfiff gut gelaunt. „Für mich ist das ja fast ein Heimspiel“, ergänzte der Landsberger Spielertrainer Muriz Salemovic, der beim TSV Schongau mit dem Fußballspielen begann und der inzwischen im benachbarten Leeder wohnt. Die Landsberger gewannen dieses Testspiel schlussendlich mit 6:0 (2:0), das Ergebnis war aber wirklich nur Nebensache.

Zum Abschied Blumen und ein Trikot: Die Landsberger Verantwortlichen bedankten sich bei Stephan Botschafter (Mitte), der 20 Jahre in der Nachwuchsarbeit der Lechstädter tätig war. In der kommenden Saison trainiert Botschafter die Rotter Herren.

Salemovic zog dann als Spielmacher die Fäden im Spiel der Lechstädter, die diese Partie logischerweise dominierten. Die Rotter verteidigten aber mit großer Leidenschaft. Zudem konnten sie sich auf ihren Keeper Korbinian Paul verlassen, der einige gute Möglichkeiten der Gäste zunichte machte. Bis zur Pause gelangen dem Favoriten daher lediglich zwei Treffer durch einen Doppelpack von Alessandro Mulas (7., 21.). Die Landsberger hatten sogar noch Glück, dass nach einem Foul von ihrem Torhüter Sebastian Hollenzer an Rotts Torjäger Lukas Hofmann die Pfeife des Unparteiischen stumm blieb. „Das war ein klarer Elfer“, gaben selbst die Spieler der Gäste zu.

Rotter Spieler mit kämpferischen Leistung gegen den TSV Landsberg

Aus der Kabine kamen die Landsberger, die in der abgebrochenen Corona-Saison 2019721 in der Bayernliga Süd nur einen enttäuschenden 15. Platz unter 18 Mannschaften belegten, nach acht Auswechslungen fast mit einer komplett neuen Mannschaft. Die Gegenwehr der Rotter hielt aber weiterhin an. Vor den etwa 100 Zuschauern zeigte sich der Favorit beim Torabschluss dann etwas konsequenter als noch vor der Pause. Salemovic (55.), Elias Kollmann (58.) sowie zweimal Manuel Detmar (59., 80.) erzielten noch vier Treffer zum letztlich standesgemäßen 6:0. „Die Jungs haben es sehr gut gemacht, ich bin stolz auf sie“, zeigte sich Rotts Trainer Botschafter nach Spielschluss mit der kämpferischen Leistung seines Teams sehr zufrieden. Lob gab es auch von seinem Gegenüber. „Die Rotter haben uns das Leben vor allem in der ersten Hälfte sehr schwer gemacht. Sie haben die Box gut verteidigt“, urteilte Salemovic, der trotz des Klassenunterschieds die Partie sehr ernst genommen hatte. „Für uns war es ein Vorbereitungsspiel wie jedes andere.“

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