Stefan Hofmann fehlt der SpVgg Schwabbruck/Schwabsoien mehrere Spiele.
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Suche nach Ersatz für Alexandru Prodea und Stefan Hofmann

SpVgg Schwabbruck/Schwabsoien verliert gegen TSV Schongau und zwei Spieler mir Rot

Es ist keine angenehme Situation für Hubert Strobel. Der Trainer der SpVgg Schwabbruck/Schwabsoien verlor mit seiner Mannschaft in der Kreisklasse 4 nicht nur das Verfolgerduell in Schondorf mit 1:3, er büßte auch noch zwei Leistungsträger ein.

Schwabbruck/Schwabsoien – Sowohl Alexandru Prodea als auch Stefan Hofmann sahen die Rote Karte und sind die nächsten Wochen definitiv gesperrt. Wie er die Ausfälle kompensieren soll, kann der Coach noch nicht sagen. Aber er verspricht, kreative Lösungen zu finden: „Ich lasse mir etwas einfallen.“ Mit Prodea muss Stobel auf seinen aktuell gefährlichsten Stürmer verzichten. Fünf Treffer hat der Rumäne bisher erzielt und damit ein Drittel der gesamten Ausbeute. „Es ist nicht gut, wenn der Torjäger fehlt“, gibt der Übungsleiter zu, zumal am kommenden Wochenende das Derby gegen den TSV Hohenpeißenberg ansteht. Dass sich der Angreifer nach einer Stunde zu einer Tätlichkeit hinreißen ließ, kann Strobel nicht nachvollziehen. „Er ist ein toller Typ, der es nicht nötig hat, foul zu spielen.“ Allerdings wurde er von einem Schondorfer zuvor auch kräftig bearbeitet. Als er den Gegenspieler dann von sich wegstieß, fiel dieser zu Boden. Strobel sprach von einer „Nicklichkeit“, die der umsichtig leitende Schiedsrichter Martin Horne als Tätlichkeit interpretierte. „Mit etwas mehr Fingerspitzengefühl hätte man beiden Gelb zeigen können“, nannte der Trainer eine alternative Entscheidung. Allerdings ging es in dieser Phase des Spiels schon ziemlich ruppig zu. Nun muss der Fußballlehrer tüchtig improvisieren, wie er in den kommenden Wochen ohne seinen Parade-Stürmer auskommt. „Wir schauen, dass wir das auf zwei, drei Schultern verteilen können“, stellt er klar. Mit Florian Bauer, der bisher drei Mal ins Schwarze getroffen hat, Matthias Kögel (2) und Dennis Meßmer (2) besitzt er weitere Optionen.

Strobel muss auch auf rotgesperrten Stammkeeper Hofmann verzichten

Schwieriger gestaltet sich die Suche nach einem Ersatz für Stefan Hofmann. Der Keeper fungierte bisher als eine der tragenden Säulen in der Abwehr und war wesentlich mit dafür verantwortlich, dass die SpVgg erst neun Treffer kassierte und damit die stabilste Defensive der Kreisklasse 4 aufweist. Dass auch er nach 84 Minuten vom Referee vorzeitig zum Duschen geschickt wurde, hatte er sich selbst zuzuschreiben. „Das hat richtig blöd ausgeschaut“, räumte Strobel ein, dass sein Keeper tatsächlich ein grobes Foul begangen hatte. Um einen hohen Ball abzufangen, war Hofmann in die Luft gesprungen und traf einen Schondorfer mit angezogenen Knien an der Brust. Strobel rechnet damit, dass er die nächsten zwei bis drei Begegnungen auf seinen Stammtorwart verzichten muss. Wie er ihn adäquat ersetzen kann, weiß er im Moment noch nicht. Ersatzkeeper Magnus Holzmann ist wegen diverser Verpflichtungen am Wochenende meist verhindert. Strobels Sohn Thomas kommt als dritter Torwächter zurzeit überhaupt nicht infrage, weil er sich an der Schulter verletzt hat. „Es gibt vielleicht noch den einen oder anderen altgedienten Torwart“, hofft der Coach deshalb, einen seiner Veteranen noch reaktivieren zu können.

(Christian Heinrich)

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