Schmuckstück der Kinsauer: Die neue Kabine wurde ab 2014 an das bestehende Gebäude angebaut. Hinten links ist der „SVK“-Schriftzug zu sehen.
+
Schmuckstück der Kinsauer: Die neue Kabine wurde ab 2014 an das bestehende Gebäude angebaut. Hinten links ist der „SVK“-Schriftzug zu sehen.

Unsere Sportplätze

Der SV Kinsau hat die „Eistonne“ gleich nebenan

  • Phillip Plesch
    vonPhillip Plesch
    schließen

Wegen des Coronavirus sind die Sportplätze derzeit verwaist. In der Serie „Unsere Sportplätze“ bekommen sie nun doch die verdiente Aufmerksamkeit - heute: Kinsau.

Kinsau – „Wir brauchen keine Eistonne“, sagt Markus Amtmann, Vorsitzender des SV Kinsau, schmunzelnd. Denn der Kinsauer Sportplatz liegt direkt neben dem Lech. „Die Lage ist sensationell“, findet Amtmann. Bei Fußballspielen an heißen Sommertagen bekommen die Sportler nach anstrengenden 90 Minuten im Lech die nötige Abkühlung. Knietief ist das Wasser hier. Wer ein paar hundert Meter flussaufwärts läuft, kann sich anschließend gemütlich treiben lassen.

Daher ist auf dem Sportgelände im Sommer einiges los. Denn neben zwei Fußball- und vier Tennisplätzen sowie vier

Klettergerüst und im Hintergrund der Lech: Am Sportplatz Kinsau verbringen nicht nur Fußballer und ihre Fans gern Zeit.

gepflasterten Eisstockbahnen gibt es einen Bade- und Grillplatz, der der Gemeinde gehört. Auf diesem Areal steht auch ein Klettergerüst, das der Kinsauer Nachwuchs in Beschlag nimmt, wenn die Erwachsenen sonntags die Männermannschaft in der Kreisklasse 4 anfeuern.

Den SVK gibt es schon seit 1946

Der SVK wurde 1946 gegründet und von Beginn an vom Fußball bestimmt. Ihre heutige Heimspielstätte bezogen die Fußballer 1974. In Eigenarbeit schufen zahlreiche Helfer unter der Leitung des damaligen Vorsitzenden Ernst Erhard die beiden Plätze und das Sportheim. Seine heutige Form erhielt das Vereinsheim, in dem auf Sky ausgewählte Fußballspiele gezeigt werden, mit einem Anbau 1996.

Die nächste große Neuerung begann für die Kinsauer 2014 mit der Sanierung der Heizungsanlage. In einem Zuge wurden außerdem die zwei bestehenden Umkleiden auf Vordermann gebracht, und eine neue geräumige Heimkabine errichtet – ein wahres Schmuckstück. „An Heimspieltagen teilen sich beide Herrenteams die Kabine“, erzählt Markus Amtmann. „Die Spieler wollten das so.“ Die Gästemannschaften hingegen haben nun je eine eigene Kabine.

Neue Kabine ein echter Hingucker

„Sensationell“ findet SV-Chef Markus Amtmann die Lage des Platzes.

Neben der Größe sticht in der Heimkabine vor allem der „SVK“-Schriftzug über dem Eingang zur Dusche ins Auge. Mit gelben und schwarzen Mosaiksteinen ist er in die Wand eingelassen. Einen Spaß hat sich der Fliesenleger Raimund Erhard, der seit eineinhalb Jahren die zweite Mannschaft trainiert, aber doch erlaubt. Auf der Innenseite des danebenliegenden Lagerraums ist aus grauen Steinplatten geformt „TSV 1860“ an der Wand zu lesen. „Pfusch am Bau“, nennt Amtmann das mit einem Zwinkern. Außen an der neuen Umkleidekabine gibt es eine Rampe, um Rollstuhlfahrern den Zugang zum Vereinsheim zu ermöglichen. Barrierefrei können die sich nun zwischen Wirtschaft und Fußballfeld bewegen.

Der Rasen sieht auch in Corona-Zeiten sehr gut aus. „Das verdanken wir Hermann Helmschrott, unserem Platzwart“, sagt Amtmann. Helmschrott behält auch derzeit seinen gewohnten Mäh-Rhythmus bei. „Der Platz ist relativ pflegeleicht“, sagt er. „Aber nur weil du auch immer etwas tust, wenn es möglich ist“, ergänzt der Vorsitzende. Die fußballfreie Zeit wollen die Kinsauer noch nutzen, um mit der Stachelwalze über den Platz zu fahren. So wird der Rasen gelüftet.

LED-Flutlicht steht zur Debatte

Eingerahmt ist der Hauptplatz hinter den Toren mit Werbebanden. „Dadurch werden mittlerweile 40 Prozent unserer Nebenkosten generiert“, erklärt Amtmann. Erweitert werden soll die Bande noch zwischen Fußballplatz und Eisstockbahnen. Damit der Ball nicht immer so weit wegrolle. Außerdem steht ein LED-Flutlicht zur Debatte. Ein paar Wünsche haben die Kinsauer also noch für ihr Idyll am Lech. Dass übrigens Bälle in den Fluss geschossen wurde, daran kann sich Amtmann in den vergangenen Jahren nicht erinnern.

Lesen Sie außerdem: 

Der Platz in Burggen hat mehrere Besonderheiten - zum Beispiel den Namen. 

Den TSV-Platz in Schongau haben die Fußballer trotz zahlreicher Probleme ins Herz geschlossen.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare