In der A-Klasse 8 oben mit dabei: Die Fußballer des TSV Schongau (in Gelb, vorn Kapitän Benedikt Geiger) sind als Tabellenzweiter auf Kurs. Ziel der Mannschaft ist der Aufstieg in die Kreisklasse.
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In der A-Klasse 8 oben mit dabei: Die Fußballer des TSV Schongau (in Gelb, vorn Kapitän Benedikt Geiger) sind als Tabellenzweiter auf Kurs. Ziel der Mannschaft ist der Aufstieg in die Kreisklasse.

Spitzenteams der A-Klasse 8

Überraschungs-Tabellenführer TSV Rott: Trendwende nach Derby-Pleite - TSV Schongau lauert

  • Roland Halmel
    VonRoland Halmel
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Der TSV Rott und der TSV Schongau klagten bisher beide über personelle Sorgen. Dennoch führen die beiden Teams die A-Klasse 8 an und kämpfen um den Aufstieg.

Landkreis – So schnell vergeht die Zeit: In der A-Klasse 8 ist ein Drittel der Saison schon absolviert. Überraschend steht der TSV Rott ganz vorn, der sich vor der Saison einen Mittelfeldplatz zum Ziel gesetzt hat. Direkt dahinter rangiert der TSV Schongau, der im Vorfeld klar vom Willen zum Aufstieg sprach.

TSV Rott: Erfolgreich trotz angespannter Personalsituation

Der TSV Rott hat zuletzt eine beeindruckende Serie von sechs Siegen in Folge hingelegt. „Seit der Niederlage gegen Wessobrunn läuft es“, freut sich Stephan Botschafter, der die Mannschaft im Sommer übernommen hatte. Die 0:2-Derbypleite gegen den Nachbarn am zweiten Spieltag hatte heilsame Wirkung, da die Lechrainer im Anschluss deutlich zusammenrückten und wesentlich konzentrierter zu Werke gingen.

Was mit dieser Geschlossenheit möglich ist, demonstrierten die Rotter nicht zuletzt im Spitzenspiel gegen den TSV Schongau, in dem sie einen frühen 0:3-Rückstand noch in einen 5:3-Erfolg ummünzten. Zwei Tore erzielte dabei Lukas Hofmann, der es inzwischen auf sieben Treffer brachte. „Wir spielen auch seine Stärken aus“, sagt Botschafter mit Blick auf das Treiben auf dem Feld. Der Coach freut sich, dass sein Torjäger, der in der vergangenen Saison Ladehemmung hatte, jetzt wieder trifft.

Weniger glücklich ist Botschafter über die Personalsituation. Durch Verletzungen fielen einige Leistungsträger aus, dazu gehören Andy Wandt und Jonas Rankl. „Bei den Spielen hatte ich oft nur zwölf Leute dabei“, sagt Botschafter – und wundert sich, dass es trotz der Ausfälle so gut läuft. Ihre Siegesserie wollen die Rotter am kommenden Sonntag, 19. September, 14 Uhr, beim Heimspiel gegen den TSV Steingaden fortsetzen.

TSV Schongau: „Langsam kommen die Spieler zurück“

Größter Verfolger des Spitzenreiters TSV Rott ist der TSV Schongau. Zuletzt musste das Team allerdings einen Dämpfer hinnehmen. Im Derby gegen den TSV Burggen reichte es nur zu einem 2:2-Unentschieden, wodurch der Rückstand auf den Tabellenführer auf fünf Punkte anwuchs. Allerdings muss auch gesagt werden, dass die Burggener bis dato eine beachtliche Saison spielen. Die Schongauer haben gegenüber Rott den Vorteil, dass sie noch eine Partie weniger auf dem Konto haben. Im Nachholspiel am heutigen Abend (19.30 Uhr) gegen die SG Wildsteig/Rottenbuch II können die Lechstädter wieder bis auf zwei Punkte auf den Konkurrenten aufschließen.

„Wir sind vorne dabei“, stellt Schongaus Coach Peter Mahl recht zufrieden fest. Der eher holprige Start war für ihn nicht wirklich eine Überraschung: „In den ersten Spielen waren wir praktisch mit der zweiten Mannschaft unterwegs, da fehlten mir sechs Stammkräfte.“ Was die Punkte betrifft, starteten die Schongauer trotz allem stark: mit neun Zählern aus den ersten drei Partien. Die überraschende 3:5-Niederlage gegen den SV Herzogsägmühle am ersten Spieltag im August wurde nachträglich aufgrund einer Sportgerichtswertung in einen 2:0-Sieg umgewandelt.

Die Offensivleistung der Schongauer, mit 22 Toren stellen sie den zweitbesten Sturm hinter Rott, kann sich auch sehen lassen. Den Löwenanteil der Treffer steuerten Jasmin Dedic und Daniel Holzmann bei, die beide jeweils sieben Mal trafen. Holzmann wird in Zukunft aber weniger auf dem Fußballplatz und dafür mehr in der Eishalle zu finden sein, da er auch für die EA Schongau in der Bayernliga aufs Eis geht. „Langsam kommen die Spieler aber zurück“, sieht Mahl die ärgsten personellen Probleme dennoch als überwunden an. In den verbleibenden acht Partien bis zur Winterpause wollen die Lechstädter jetzt fleißig punkten, um ihr Saisonziel, den ersehnten Kreisklasse-Aufstieg, im neuen Jahr dann perfekt zu machen. ROLAND HALMEL

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