29 Saisontore hat der TSV Bernbeuren in der Kreisliga 2 bisher erzielt (hier der Jubel im Spiel gegen Penzing). Für die Rückrunde fordert der Trainer mehr Konsequenz im Abschluss.
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29 Saisontore hat der TSV Bernbeuren in der Kreisliga 2 bisher erzielt (hier der Jubel im Spiel gegen Penzing). Für die Rückrunde fordert der Trainer mehr Konsequenz im Abschluss.

Fussball-Kreisliga

„Keine eklatanten Schwächen“ - TSV Bernbeuren bereitet sich auf Rückrunde vor 

  • Phillip Plesch
    vonPhillip Plesch
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Der TSV Bernbeuren bereitet sich auf die Rückrunde der Kreisliga 2 vor, um schnell den Klassenerhalt zu sichern. Ein wichtiger Spieler fehlt. 

Bernbeuren – Die Hinrunde des TSV Bernbeuren in der Fußball-Kreisliga 2 hatte ihre Höhen und Tiefen. Am Ende steht aber ein sechster Platz mit 23 Punkten. Die Marschroute für die Rückrunde ist klar: „Wir wollen möglichst schnell den Klassenerhalt sichern“, sagt TSV-Coach Daniel Deli. Die Vorbereitung für die zweite Saisonhälfte läuft für die Bernbeurener aber nicht wie geplant.

Denn eigentlich wollten sie sich an diesem Wochenende bei einem Trainingslager am Gardasee den Feinschliff für die verbleibenden zwölf Partien holen. Doch daraus wird nichts. Das Coronavirus kam den Fußballern in die Quere. „Das Risiko, das Virus mitzubringen oder in Quarantäne zu kommen, ist zu groß“, sagt Deli. Also wird auf dem heimischen Platz sowie dem Kunstrasenplatz in Füssen trainiert. „Das würfelt die Vorbereitung durcheinander“, sagt Deli. Wie genau das Training aussehen wird oder ob Testspiele gemacht werden, zeigt sich dann erst in den kommenden Tagen. Seit drei Wochen schuften die Bernbeurener schon für den Rückrundenstart. Sie waren laufen, haben in der Halle trainiert und ein paar Einheiten auf dem Feld gab es bisher auch schon. Da spielte ihnen das milde Wetter natürlich in die Karten.

Bernbeurens Altersstruktur ist eine gute Mischung

Ein Hauptaugenmerk hat der Trainer bei den Einheiten nicht gesetzt: „Das brauche ich nicht, wir haben keine eklatante Schwäche.“ Stattdessen geht es Deli darum, stetig das Spiel zu verbessern. Im gruppentaktischen Bereich heißt das beispielsweise, den Spielaufbau variabler zu gestalten. Im individuellen Bereich stand unter anderem die Flankentechnik im Vordergrund. Außerdem sollen die jungen Spieler weiter die Abläufe der ersten Mannschaft kennenlernen.

Einer der jungen Spieler im Bernbeurener Team ist Daniel Glatzel. Der Verteidiger bekommt von Deli ein Sonderlob für seine starke Hinrunde: „Er ist jung und hat sich gleich einen Stammplatz erkämpft.“ Aber auch die erfahrenen Spieler in der Mannschaft wie Patrick Landes, Michael Boos und Roman Lerchenmüller spielen für Deli eine besondere Rolle: „Sie gehen vorne weg.“ Von der Altersstruktur her hat Bernbeuren eine gute Mischung.

TSV Bernbeuren hatte schwieriges Auftaktprogramm

Verbesserungspotenzial sieht der Coach noch beim fehlenden „Killerinstinkt“ seiner Spieler. Daher sei die Hinrunde auch nur durchwachsen gewesen. „Gegen die Gegner aus dem oberen Tabellendrittel haben wir Punkte liegen gelassen“, sagt Deli. Da seien die Leistungen zwar gut gewesen, aber für einen Sieg war die junge Truppe noch nicht bereit. Der Trainer hofft darauf, diesen Schritt in der Rückrunde zu sehen.

Etwas schleppend verlief der Saisonstart für den TSV. Das hatte laut Deli vor allem mit dem schwierigen Auftaktprogramm zu tun. „Dann hatten wir ein Zwischenhoch, weil unsere Stürmer in dieser Phase alles getroffen haben“, berichtet Deli. Vor der Winterpause blieb Bernbeuren sechs Partien lang ohne Sieg. Da sei auch Pech dabei gewesen.

Thomas Schmölz verlässt Bernbeuren aus beruflichen Gründen

Enorm wichtig ist für den Trainer nun der Auftakt ins Punktspieljahr 2020. Am Samstag, 14. März, spielt Bernbeuren auswärts beim Tabellenletzten in Aich. Es folgen Duelle gegen die abstiegsbedrohten Mannschaften aus Weil, Eichenau und Moorenweis. Verzichten müssen die Bernbeurener in der Rückrunde auf Thomas Schmölz. Er hat aus beruflichen Gründen aufgehört. Er reißt eine Lücke. Vor allem seine Persönlichkeit wird schwer zu ersetzen sein. Lukas Zugmaier wird etwas kürzertreten. Einen Neuzugang hat der TSV nicht zu vermelden. Der lange verletzte Marius Birk, laut Deli ein „aggressive Leader“, sei aber auf einem guten Weg. Er wird wieder zur Mannschaft stoßen.

Erfolgreich ist der TSV Bernbeuren auch beim Skifahren, wie hier im Kreiscup.

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