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Dem Favoriten ein Bein gestellt hat der TSV Bernbeuren (weiße Trikots). In Spiel eins nach der Rückkehr in die Kreisliga gelang dem TSV ein überraschender Auswärtssieg bei Top-Team TSV Altenstadt (grüne Dressen).

Sieg dank Bogenlampe

TSV Bernbeuren holt gegen Liga-Favorit TSV Altenstadt einen Auswärtssieg

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Erster Spieltag, erste Überraschung: Kreisliga-Aufsteiger TSV Bernbeuren stellt Liga-Favorit TSV Altenstadt ein Bein, holt auswärts einen Sieg. Dank einer Bogenlampe.

Der TSV Altenstadt hat seit kurzem eine Anzeigetafel. Eine ganz klassische. Ohne Elektronik. Fällt ein Tor, muss auf der entsprechenden Seite – Heim oder Gast – das Zahlen-Schildchen per Hand ausgetauscht werden. Wer das beim TSV erledigt, ist nicht bekannt. Der Altenstadter Nummer-Boy trat am ersten Spieltag der neuen Fußball-Saison auch nicht groß in Erscheinung, war nur einmal in zwei Partien gefordert. Und das auch noch auf der Gäste-Seite. Unter dem Heim-Schriftzug hing hingegen den ganzen Nachmittag die „0“.

Während die zweite Mannschaft des TSV (A-Klasse 8) aber beim 0:0 gegen Mitaufsteiger Bernbeuren II immerhin einen Punkt holte (siehe Seite 9) erlebte das Kreisliga-Team der Altenstadter eine komplette Nullnummer. Gegen Aufsteiger Bernbeuren verlor es mit 0:1 (0:1).

Altenstadts Christoph Schmitt, der wie sein Trainer-Partner Robert Kanzler in der Startelf stand, sagte nach dem Spiel: „Natürlich sind wir mit dem Ergebnis nicht zufrieden. Wir, damit meine ich auch mich, haben noch nicht gezeigt, was wir können. Wir haben noch viel Luft nach oben.“ Die größte Schwachstelle im Spiel der Altenstadter: Der letzte Pass. „Der ist quasi nie gekommen“, sagt Schmitt. „Bis zum Sechszehner haben wir es gut gemacht, danach ging nichts mehr.“

Was auch daran lag, dass Aufsteiger Bernbeuren clever verteidigte, hinten kaum etwas zuließ. „Wir waren in der Defensive mehr gefordert, als wir das zuletzt gewohnt waren“, sagt Bernbeurens Coach Daniel Deli. „Aber wir haben unsere Sache in der Abwehr gut gemacht.“

Vorne hatten die Bernbeurer dann auch das notwendige Quäntchen Glück. Nach einem abgeblockten Freistoß landete der Ball bei Martin Schmölz. Bernbeurens Kapitän fackelte nicht lange, hielt drauf. Sein Schuss wurde von Altenstadts Innenverteidiger Dominik Jaud noch abgefälscht und flog in hohem Bogen zum 1:0 (36.) ins Tor.

Pechvogel Jaud hatte kurz darauf die große Chance, sein Missgeschick wieder gutzumachen: Bei einer Ecke schlich sich der Abwehrspieler nach vorne, hämmerte den Ball an den Pfosten (38.). In der zweiten Hälfte (60.) rettete dann Bernbeurens Keeper Wolfgang Meyer, der ein paar Minuten zuvor schon stark gegen Thomas Groß pariert hatte, in höchster Not gegen den Abwehrspieler.

Ganz nah dran am Ausgleich war Yasin Akcakaya. Altenstadt Experte für ruhende Bälle nagelte einen Freistoß aus knapp 15 Metern an die Unterkante der Latte (80.).

Auf der Gegenseite hatte Marius Birk (88.) die endgültige Entscheidung auf dem Fuß. Der Bernbeurer bekam einen Abpraller vor die Beine, zögerte aber einen Moment zu lange, scheiterte am sensationell haltenden Alexander Traxel im Altenstadter Tor. „Marius hat mir gesagt, dass sein Akku komplett leer war“, sagt Deli.

Letztlich war’s egal. Bernbeuren, rettete den Vorsprung über die Zeit und sorgte dafür, dass die „0“ bis zum Schlusspfiff unter der Heim-Seite hing.

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