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TSV Bernbeuren siegt bei Kinderman-Debüt - Der Lieblingslehrer sorgt für neuen Elan

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Von: Christian Heinrich

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Es gibt wieder Grund zum Jubeln: Im ersten Spiel mit dem neuen Trainer Martin Kindermann (rechts, mit heller Jacke) feierten die Fußballer des TSV Bernbeuren einen 2:0-Sieg über den TSV Moorenweis.
Es gibt wieder Grund zum Jubeln: Im ersten Spiel mit dem neuen Trainer Martin Kindermann (rechts, mit heller Jacke) feierten die Fußballer des TSV Bernbeuren einen 2:0-Sieg über den TSV Moorenweis. © Holger Wieland

Acht seiner neuen Spieler kennt der Realschullehrer bereits: Als Trainer führte er sie nun im ersten Spiel direkt zum Sieg. Und freut sich über ihre Moral.

Bernbeuren – Martin Kindermann hatte eigentlich gar keine Zeit, groß etwas zu verändern. Aber irgendwie hat der neue Trainer des TSV Bernbeuren dann doch die richtigen Register gezogen. Nach einer langen Durststrecke gewann die Mannschaft zu seinem Einstand gegen den TSV Moorenweis gleich mit 2:0 (0:0). „Von der Einstellung und vom Engagement her war es ein sehr gutes Spiel“, lobte der Coach seine Kicker.

Acht von ihnen kennt er bereits seit einiger Zeit von der Realschule in Schongau. Kindermann unterrichtete sie in Wirtschaftslehre und betreute sie nebenbei auch in der Schulmannschaft. So etwas verbindet und schafft neues Vertrauen in einer angespannten Lage. „Es hat sich schon so angefühlt, dass es brennt“, hatte der Trainer den Eindruck, dass er als Feuerwehrmann und als Pädagoge gefordert ist. Bei seiner ersten Partie griff Kindermann auf die Grundlagen zurück, die sein Vorgänger Marco Schmitt geschaffen hatte, bevor er in der vergangenen Woche aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten war. „Was man gespielt hat, hat teilweise nicht so funktioniert“, sagte Kindermanm. Allerdings kennt er seine Buben nur zu gut und weiß, was sie am besten können: kämpfen, bis es nicht mehr geht.

Und damit fingen die Bernbeurener gleich zu Beginn der Partie gegen Moorenweis an. Der Gegner selbst kam aus seiner eigenen Hälfte kaum heraus, so groß war der Druck, den der TSV entwickelte. Nur die Tore fehlten, weil Manuel Jägers Schuss noch auf der Linie geklärt wurde und Martin Schmölz knapp vorbei köpfte.

Auch wenn Kindermanns Balltretern viele einfache Fehler unterliefen, sie spielten unverdrossen weiter. „Man hat gesehen, dass sie wollen“, konstatierte der Übungsleiter, „dass sie miteinander wollen“. Und so war es nur eine Frage der Zeit, bis sich das Team endgültig von den negativen Ergebnissen der vergangenen Wochen befreite. Michael Boos sorgte mit dem 1:0 nach Vorarbeit von Manuel Jäger für die großen Glücksgefühle. Die hätten sich schnell wieder verflüchtigt, wenn der Gegner nach einem Konter den Ball nicht am Bernbeurener Kasten vorbei gelupft hätte. So behielt der TSV die Ruhe und machte drei Minuten vor dem Abpfiff endgültig den Deckel drauf. Stefan Kelz traf auf recht unorthodoxe Weise, nachdem ihm der Ball zuvor schön durchgesteckt worden war. „Das Selbstvertrauen hat schon ein bisschen gefehlt“, bemerkte Kindermann in der Partie. Er wird es seinen ehemaligen Schülern wohl bald wieder einflößen.

TSV Bernbeuren - TSV Moorenweis 2:0

Tore: 1:0 (69.) Boos, 2:0 (87.) Kelz. Gelbe Karten: keine. Schiedsrichter: Michael Sepp. Zuschauer: 88.

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