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TSV Peiting gegen FC Memmingen: Viel Laufarbeit, wenig Ballbesitz

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Von: Roland Halmel

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Gleich schlägt’s wieder ein: Memmingens Lukas Bettrich (im schwarzen Trikot) staubt zum 3:0 ab. Peitings Torhüter Julian Floritz und seine Teamkameraden können nur hilflos zusehen.
Gleich schlägt’s wieder ein: Memmingens Lukas Bettrich (im schwarzen Trikot) staubt zum 3:0 ab. Peitings Torhüter Julian Floritz und seine Teamkameraden können nur hilflos zusehen. © halmel

Der TSV Peiting war an diesem Tag ohne Chance. Der Regionalliga-Absteiger aus Memmingen gewann die Pokal-Partie mit 6:0.

Peiting – Als Hochrisikospiele werden Partien betitelt, bei denen es Schwierigkeiten mit Fans geben könnte. In diesem Falle sind oftmals Absperrungen und Extrazäune erforderlich. Auf einen neuen Gitterzaun blickten auch die Zuschauer beim Auftritt des TSV Peiting in der ersten Runde des Verbandspokals gegen den FC Memmingen. Dieser war aber nicht aufgestellt worden, um etwaige Ausschreitungen zu verhindern, sondern schlichtweg um den frisch sanierten TSV-Platz neben der Schloßberghalle einzuzäunen, auf dem die Partie wegen der Sperrung des Platzes am Birkenried ausgetragen wurde.

TSV Peiting: Memminger zu dominant

„Der ist aber etwas unglücklich positioniert“, meinte ein Fan beim Blick durch die Gitter, da der Zaun genau zwischen Platz und Sportheim verläuft, und damit die Sicht auf das Spiel einschränkte. Einige unter den nur knapp 200 Zuschauern wussten sich aber zu behelfen, indem sie sich auf Bierbänken hinter der Absperrung platzierten. Sie bekamen dominierende Memminger zu sehen, die am Ende standesgemäß mit 6:0 (4:0) siegten. Peitings Coach Fabian Melzer räumte die krasse Unterlegenheit seiner Mannschaft auch unumwunden ein: „Viel Ballbesitz hatten wir nicht“, sagte er nach der intensiven Laufeinheit für seine Truppe, die den ballsicheren und technisch versierten Allgäuern, die mit ihrem Bayernliga-Kader angereist waren, meist hinterherrannten. „Wir haben gut verteidigt, unterm Strich war es ein guter Test für uns“, urteilte Melzer, der das seriöse Auftreten der Memminger, die für den Sieg mit einem Scheck über 350 Euro belohnt wurden, ausdrücklich lobte. Pech hatte allerdings Matthias Lotter, der sich bei einem Zweikampf Mitte der ersten Hälfte verletzte und vom Platz musste. „Er wird ein paar Wochen ausfallen, das trübt etwas den Gesamteindruck“, sagte Melzer.

TSV Peiting: Standard als Dosenöffner für Memmingen

Seine Mannen ließen die Gäste in der Anfangsphase nicht zur Entfaltung kommen, was Memmingens Coach Stephan Baierl wurmte. „Wir haben uns eine Viertelstunde schwer getan, es gab zu viele Fehlpässe, wir waren zu ungenau.“ Ein Standard erwies sich dann als Dosenöffner für die Gäste. Eine Freistoßflanke aus dem Halbfeld beförderte der ehemalige KSC- und Unterhaching-Profi Dominik Stroh-Engel zum 1:0 ins TSV-Gehäuse (17.). „Der Treffer war ärgerlich“, grummelte Melzer. In der Folge kam der FCM-Motor dann richtig auf Touren. Zweimal Leonard Zeqiri (25., 38.) mit einem sehenswerten Distanzschuss und nach einem schlecht ausgeführten Einwurf der Hausherren sowie Lukas Bettrich (29.) per Abstauber schraubten die Führung der Allgäuer bis zur Pause auf 4:0. Zudem hatten die Peitinger Glück bei einem Pfostenschuss des Memmingers David Remiger (45.).

Nach dem Wechsel ließ es der Regionalliga-Absteiger zunächst etwas ruhiger angehen. Nach einer Ecke erhöhte Stroh-Engel per Kopfball auf 5:0 (63.). Kurz vor Schluss machte Zeqiri mit seinem dritten Streich das halbe Dutzend voll (86.). Zwischen diesen beiden Treffern schoss Memmingens David Mihajlovic noch einen Foulelfmeter neben das Tor (77.). In der Schlussphase kamen auch die Peitinger noch zu zwei Chancen. Doch sowohl Florian Meier als auch Max Neufing wollte der Ehrentreffer nicht gelingen.

TSV Peiting: Nicht das selbe Glück wie Feuchtwangen

Was den Peitingern verwehrt blieb, schaffte der TuS Feuchtwangen. Der Bezirksligist aus Mittelfranken warf den – allerdings nur mit seiner zweiten Garnitur angetretenen – Regionalligisten SpVgg Unterhaching aus dem Wettbewerb. Nach regulärer Spielzeit stand es 0:0, im Elfmeterschießen setzten sich die Feuchtwanger mit 5:3 durch. Andere Favoriten, wie etwa die Drittligisten TSV 1860 München (7:0 beim SV Rödelmaier) und SpVgg Bayreuth (12:0 beim SV TuS/DJK Grafenwöhr), gaben sich jedoch keine Blöße. (Roland Halme)

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