Entwischt: Im Totopokal setzten sich die Steingadener (in roten Trikots, hier Vincent Täbling) gegen Ingenried durch. Am Sonntag kommt es zum Start der A-Klasse 8 zu einem frühen Wiedersehen.
+
Entwischt: Im Totopokal setzten sich die Steingadener (in roten Trikots, hier Vincent Täbling) gegen Ingenried durch. Am Sonntag kommt es zum Start der A-Klasse 8 zu einem frühen Wiedersehen.

Der A-Klassist setzt mit Neu-Trainer Traxel auf Familienbande

TSV Steingaden: Onkel Klaus soll es richten - „Fußball ist Fußball und Familie ist Familie“

  • VonChristian Heinrich
    schließen

Der TSV Steingaden setzt auf Familie, wenn es um den Trainer geht. Abteilungsleiter Mathias Gerold hat kurzerhand seinen Onkel Klaus Traxel engagiert.

Steingaden – Der TSV Steingaden hat das Thema „Familienbande im Fußball“ um ein Kapitel erweitert. War es beim FC Bayern München Ehrenpräsident Uli Hoeneß, der seinen Neffen Sebastian als Trainer der U23 installierte, ist es beim A-Klassisten umgekehrt. Abteilungsleiter Mathias Gerold hat seinen Onkel Klaus Traxel als Coach eingestellt. Damit es bei der sportlichen Zusammenarbeit keine Verwicklungen gibt, regelte der Neffe zuvor das gemeinsame Verhältnis. „Es ist klar ausgemacht: Fußball ist Fußball und Familie ist Familie“, sagt Gerold.

TSV Steingaden hat sich solide konditionelle Basis erarbeitet

Beschlossen wurde auch, dass der ehemalige Coach der Reserve des TSV Altenstadt an die Platzierung aus der vergangenen Saison anknüpfen soll. Damals führten Daniel Hindelang und sein Nachfolger Stefan Schuster die Mannschaft auf Tabellenrang drei der A-Klasse 8. Bisher hat sich Traxel gut eingeführt und mit seinen Kickern eine passable Vorbereitung abgeliefert. 18 bis 25 Fußballer fanden sich stets bei den Übungseinheiten ein. Nach sechs Wochen hatten sich die Steingadener wieder eine solide konditionelle Basis erarbeitet. Auch das Ballgefühl. das während der Pandemie-Pause gelitten hatte, stellte sich wieder ein.

„Es funktioniert sehr gut“, zieht Gerold ein positives Zwischenfazit. So soll es in der Saison auch weitergehen, obwohl der Spartenchef mit einer äußerst ausgeglichenen Liga rechnet. „Ich glaube, dass es ganz spannend wird, sowohl im Kampf um den Aufstieg als auch im Kampf gegen den Abstieg.“ Einen ausgesprochenen Favoriten auf die Meisterschaft hat er nicht. Sein eigenes Team soll zwar wieder „einen oberen Tabellenplatz anpeilen“, hat aber mit dem Verlust von zwei wichtigen Stammspielern zu kämpfen, die in der vergangenen Runde entscheidenden Einfluss auf das Spiel der Steingadener ausgeübt haben. Mit Andreas Neumeier, der in der vergangenen Saison mit 16 Toren die meisten in der Klasse erzielt hat, verloren sie ihren Torjäger an den TSV Peiting. Ihm folgte mit Andreas Hindelang sein kongenialer Partner, der ihm viele seiner Treffer aufgelegt hatte. „Die beiden haben uns wehgetan“, trauert Gerold den Abschied der beiden Schlüsselspieler nach.

Wir haben sehr gute Leute, die in der Lage sind, das Loch zu schließen.

Mathias Gerold, Abteilungsleiter Fußball beim TSV Steingaden

Trübsal blasen ist aber nicht gestattet. Der TSV verfügt über einen breiten Kader, der in diesem Sommer um fünf ehemalige A-Jugendliche ergänzt wurde. „Wir haben sehr gute Leute, die in der Lage sind, das Loch zu schließen“, ist Gerold zuversichtlich, dass sich die Ausfälle kompensieren lassen. Mit Martin Strauß, Niki Fischer und Francesco Alvesini kommen drei gelernte Offensivkräfte aus dem Nachwuchs. Magnus Kemptner und Lukas Driendl haben bei den A-Junioren in der Abwehr oder im Mittelfeld gespielt. „Wir haben eine klasse Jugendarbeit“, bedankt sich Gerold bei den Betreuern und Trainern aus dem Nachwuchs.

Mehr Verantwortung ruht künftig auf den Schultern von Joschi Würth (10 Tore) und Elias Bauer (7), die in der vergangenen Saison bewiesen haben, dass sie wissen, wo die Kiste steht. Eine klare Hierarchie wird sich womöglich erst nach den Sommerferien herausbilden. Viele Spieler fahren in den kommenden Wochen in den Urlaub. Nichtsdestotrotz geht es am Sonntag los mit dem Heimspiel gegen den TSV Ingenried – und Onkel Klaus auf der Bank.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare