Der VfL Denklingen will zurück in die Bezirksliga
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Fällt verletzt aus: Denklingens Michael Stahl (r.), hier auf einem Archivbild in einer Partie gegen Peiting, musste operiert werden. Foto: Halmel

Ansorge: „Die Mannschaft ist willig, sie will es durchziehen“

Der VfL Denklingen will zurück in die Bezirksliga

  • vonKatrin Kleinschmidt
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Der VfL Denklingen geht als Tabellenführer der Kreisliga 2 in die verbleibenden Spiele. Der VfL ist sich seiner Rolle als Gejagter bewusst und will unbedingt aufsteigen.

Denklingen – Sechs Monate Zwangspause für die Fußballer gehen am kommenden Wochenende zu Ende. Dann dürfen nach langer Zeit wieder die ersten Punktspiele stattfinden. Auf diesen Moment hat auch Kreisligist VfL Denklingen gespannt gewartet. Denn nun kann er sein Ziel weiterverfolgen: den Wiederaufstieg in die Bezirksliga. Mit derzeit fünf Punkten Vorsprung auf den Zweiten, den FC Penzing, hat die Mannschaft um Trainer Markus Ansorge eine ordentliche Ausgangsposition beim Re-Start.

Ansorge: „Die Mannschaft ist willig, sie will es durchziehen“

Statt sich auf dem Polster auszuruhen und die Entwicklungen abzuwarten, stand beim VfL in den vergangenen Monaten immer eines im Fokus: Fit bleiben, um jederzeit durchstarten zu können. Während des Lockdowns hielten sich die Spieler an einen Trainingsplan, sobald im Juni erste Einheiten auf dem Platz möglich waren, standen die Denklinger bereit. Vom 18-Mann-Kader waren im Schnitt 16 dabei. „Die Mannschaft ist willig, sie will es durchziehen“, sagt Ansorge.

39 Trainingseinheiten absolvierte das Team in der Vorbereitung. Erst zwei pro Woche, seit Juli sind es sogar drei. Obwohl lange unklar war, wann die Saison weitergeht, sei die Motivation nicht gesunken, versichert der Trainer. „Das sind Fußballer, die wollen auf den Platz.“

Denklingen testete gegen Bayern- und Landesligisten

Seit Ende Juli waren Testspiele möglich. Der VfL forderte da gleich mal den Bayernligisten TSV Landsberg heraus – und zog sich mit einem 1:5 ordentlich aus der Affäre. Auch die anderen Gegner spielten alle mindestens in der Kreisliga. Mit dem 2:0 gegen die SpVgg Kaufbeuren gewann Denklingen sogar gegen einen Landesligisten.

Die vergangenen vier Partien gewann der VfL allesamt. „Die Ergebnisse waren gut, ja“, sagt Ansorge. „Aber manches Mal war die Leistung verbesserungswürdig. Es ist eben nicht alles Gold, was glänzt.“ Dass so manches Spiel trotz mäßiger Leistung gewonnen wird, „ist aber auch etwas, das uns auszeichnet“.

„Mir ist bewusst, dass wir jetzt die Gejagten sind“

Im Hinblick auf die Saison erwartet Ansorge schwierige Spiele. „Mir ist bewusst, dass wir jetzt die Gejagten sind.“ Und das wird sein Team wohl schon am Sonntag um 15 Uhr zu spüren bekommen, wenn der Achtplatzierte, der TSV Moorenweis, zu Gast ist. „Er wird versuchen, unser Spiel zu zerstören und auf Konter warten“, vermutet Ansorge.

Er muss zum Re-Start auf Michael Stahl verzichten. Der Leistungsträger, der auf dem Feld auch viele Kommandos gibt, musste wegen eines Knorpelschadens operiert werden, fällt damit ein halbes Jahr aus. Nach aktuellem Plan verpasst er voraussichtlich drei Kreisligaspiele.

Und natürlich Partien des Ligapokals, der am kommenden Mittwoch mit dem Duell beim TSV Peiting (19 Uhr) beginnt. „Wir nehmen ihn mit“, sagt Ansorge über den neu geschaffenen Wettkampf. „Aber unser Fokus liegt absolut auf der Meisterschaft.“

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