Glaubt an die Stärke seiner Mannschaft: VfL-Coach Markus Ansorge (rechts, hier mit VfL-Verteidiger Manuel Waibl) sieht sein Team für den Saisonendspurt gut gerüstet.
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Glaubt an die Stärke seiner Mannschaft: VfL-Coach Markus Ansorge (rechts, hier mit VfL-Verteidiger Manuel Waibl) sieht sein Team für den Saisonendspurt gut gerüstet.

Coach Markus Ansorge im Interview

VfL Denklingen Coach Ansorge: „Die Mentalität der Jungs ist unglaublich“

  • vonRoland Halmel
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Der VfL Denklingen wird seiner Favoritenrolle gerecht und führt die Kreisliga deutlich an. Trainer Markus Ansorge berichtet, was das Erfolgskonzept ist.

Denklingen – Als Favorit auf die Meisterschaft in der Fußball-Kreisliga 2 war der VfL Denklingen im Sommer 2019 in die Saison gestartet. Als Tabellenführer und zweifacher Herbstmeister mit nur drei Niederlagen aus 19 Spielen wurde der Bezirksligaabsteiger der Favoritenrolle bisher auch gerecht. Wie Denklingens Trainer Markus Ansorge die Spiele nach dem Re-Start bewertet und was er zu der Aussicht auf die Rückkehr in die Bezirksliga sagt, verriet er im Interview.

Herr Ansorge, wie fällt Ihr Fazit zur Winterpause aus?

Sehr positiv. Wir haben drei Siege in den drei Kreisligaspielen geholt. Wir sind als Erster voll im Soll. Das war unser Ziel und auch unser Anspruch.

Richtig souverän waren die Auftritte aber nicht, oder?

Wir haben uns schwer getan, das steht außer Frage. Alle unsere Gegner waren hoch motiviert, gegen den Tabellenführer zu spielen. Die Jungs haben die Vorgaben aber gut umgesetzt und die Spiele, wenn auch knapp, aber letztlich verdient gewonnen.

Der Ligapokal hatte für den VfL keine Priorität. Wie schätzen Sie den Bewerb ein?

Wenn man sich die Konstellation anschaut, kann man jetzt mit vier Siegen in die Bezirksliga aufsteigen. Da ist man automatisch motiviert. Geil wäre es natürlich, in der Liga als Meister und auch über den Ligapokal aufzusteigen. Wenn wir im Ligapokal mitspielen, wollen wir auch gewinnen. Aber unser Fokus liegt ganz klar in der Punkterunde.

Wie bewerten Sie Ihre Mannschaft, die nach dem Bezirksligaabstieg ja zusammen blieb und durch ehemalige Landesliga-Spieler auch noch enorm verstärkt wurde?

Die Mentalität der Jungs ist unglaublich. Ich habe als Trainer schon einige Mannschaften erlebt, aber beim VfL ist das noch mal ein anderes Niveau. Die Jungs sind unheimlich motiviert. Die wollen beispielsweise immer trainieren. Dazu habe ich eine unglaubliche Breite im Kader – nicht nur in der Quantität, sondern auch in der Qualität. Wir können dadurch Ausfälle von Stammkräften gut kompensieren.

Gibt es überhaupt irgendetwas, das beim VfL noch verbesserungsfähig ist?

Ausbaufähig ist unsere Torquote. Auf das Spiel bezogen, ist es die Chancenverwertung. Wir beherrschen den Gegner, spielen uns Chancen heraus. Nur lassen wir da noch zu viele liegen.

Mit acht Punkten Vorsprung auf den Zweiten ist die Meisterschaft mehr oder weniger sicher, oder?

Von den neun Spielen, die wir noch haben, müssen wir fünf bis sechs gewinnen. Dann können wir über die Meisterschaft reden. Und wir haben noch schwere Spiele gegen die direkten Verfolger Penzing und Peiting. Klar ist der Titel unser Ziel, aber auf dem Weg dorthin, dürfen wir uns nicht ausruhen.

Vom fußballerischen Niveau sollte der VfL einen Spitzenplatz drauf haben. Das Titelrennen könnte also eher eine Kopfsache werden?

Spielerisch gehören wir neben Penzing und Peiting sicher zu den besseren Teams der Liga. Unterm Strich wird es aber eine Kopfsache, die Leistung auch auf den Platz zu bringen. Ich habe im Kader viele Spieler mit Landesliga- und Bezirksligaerfahrung. Die haben ein Top-Niveau, deshalb bin ich guter Dinge.

Wird es in der Winterpause personelle Wechsel geben?

Nein gar nichts. Es gibt weder Zu- noch Abgänge. Es gibt bei uns auch keinerlei Handlungsbedarf. Zudem kommen die Verletzten, wie Michael Stahl, zurück.

Wie schaut der Vorbereitungsplan beim VfL Denklingen aus, sofern er Corona-bedingt umgesetzt werden kann?

Anfang Februar wollen wir loslegen. Wir planen mit sieben Vorbereitungsspielen, wobei der Ligapokal eingerechnet ist. Ich gehe davon aus, dass das so klappt. Ansonsten schiebt sich das Ganze nach hinten. Als Trainer, das gilt auch für meine Kollegen, muss man aktuell flexibel sein. Aber das ist halt so.

Das Gespräch führte

Roland Halmel

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