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TSV Altenstadt-Coach Christoph Schmitt hält sein Team mit lustigen Challenges fit
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TSV Altenstadt-Coach Christoph Schmitt hält sein Team mit lustigen Challenges fit

TSV-Coach Christoph Schmitt hält sein Team mit Challenges fit

Mit lustigen Übungen: So trainiert der TSV Altenstadt

  • vonKatrin Kleinschmidt
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So halten sich die Schongauer Kreisligisten VfL Denklingen, TSV Peiting, TSV Bernbeuren und der TSV Altenstadt über die Corona-Pause fit. 

Landkreis – Sie hatten die Vorbereitung absolviert, waren fit und froh, dass die Rückrunde beginnt: Doch dann bremste das Coronavirus sie aus. Während in vielen Sportarten das Saisonende bereits fix ist, herrscht für die Fußballer Ungewissheit. Der Bayerische Fußball-Verband hat angekündigt, die Lage immer wieder neu zu bewerten. Heißt: Der Saisonabbruch kann noch kommen. Gleichzeitig kann es aber auch sein, dass es weiter geht, wenn in Bayern die Sportstätten wieder freigegeben werden. Spätestens zwei Wochen vor dem ersten Anpfiff will der BFV den Sportlern Bescheid geben. Doch 14 Tage sind wenig Zeit für die Vorbereitung, wenn jetzt alle die Füße hochlegen. Die „Schongauer Nachrichten“ haben sich deshalb bei den Trainern der vier Kreisligisten aus dem Verbreitungsgebiet umgehört und gefragt: Was habt ihr euren Spielern mitgegeben? Wie sollen sie sich fit halten?

VfL Denklingen

Das Team von Markus Ansorge ist mit fünf Punkten Vorsprung Spitzenreiter. Klar, dass die Mannschaft hofft, dass die Saison weitergeht. Danach sieht es gerade allerdings nicht so recht aus, das weiß auch Ansorge. „Dann muss man die Spiele eben im Herbst nachholen. Oder man setzt ein Jahr lang aus und spielt die Rückrunde im Frühjahr 2021“, schlägt er vor. „Abbrechen geht jedenfalls nicht.“ Immerhin habe es sich sein Team „hart erarbeitet“, da oben zu stehen.

Und weil es da bleiben will, wird auch jetzt nicht pausiert. Ansorge hat seinem Team schon vor zwei Wochen einen Trainingsplan an die Hand gegeben. Darin geht’s vor allem ums Laufen. Er schlägt darin vor, wie oft, wie intensiv und wie lange die VfL-Spieler trainieren sollten. Da natürlich jeder allein unterwegs ist, tauschen sich die 18 Teamkollegen und ihr Trainer in einer Whatsapp-Gruppe aus. „Sie pushen sich gegenseitig, das läuft richtig gut“, sagt Ansorge. Viele nutzen Apps, um ihre Läufe aufzuzeichnen – und stellen dann Fotos mit den Infos wie Distanz, Zeit und Geschwindigkeit in die Gruppe. „Ich bin mir sicher, dass sie auch alles gemacht haben, was sie da angeben“, sagt Ansorge. „Das passt zu der Truppe, die ist einfach vorbildlich.“

TSV Peiting

Fabian Melzer vom TSV Peiting hat seinem Team, das derzeit Dritter ist, noch keinen Trainingsplan vorgegeben. „Klar habe ich ihnen gesagt, dass sie etwas tun sollen. Im Fitnessbereich natürlich, fußballerisch geht ja gerade nichts“, sagt er. Wie er mitbekommen hat, halten sich viele gern fit, indem sie zum Beispiel Laufen gehen. „So viel Zeit wie jetzt gerade haben viele sonst nicht.“ Mit strengen Vorgaben will Melzer sein Team aber „nicht stressen“, solange nicht absehbar ist, wann wieder gespielt werden kann.

TSV Bernbeuren

Bernbeuren handhabt es ähnlich wie Peiting. Der Tabellensechste hat erst einmal zwei Wochen ins Land gehen lassen und pausiert. „Mir ist auch unsere Vorbildfunktion wichtig“, sagt TrainerDaniel Deli, dem es deshalb lieber war, dass alle zu Hause bleiben. Nach fünf intensiven Vorbereitungswochen sei das auch noch kein Problem. „Aber klar, nun juckt es mich auch langsam wieder.“

Deshalb wird er sich in den kommenden Tagen ein Programm überlegen, das er seinen Spielern an die Hand geben kann. Auch das soll locker sein. „Ich glaube nicht, dass wir in vier Wochen wieder auf dem Platz stehen.“

Dass der BFV womöglich erst zwei Wochen vor Wiederbeginn Bescheid gibt, dass die Saison weitergeht, ärgert Deli. Die Zeit sei zu kurz, um sich vernünftig vorzubereiten, die Verletzungsgefahr groß. „Klar kannst du auch zu Hause was tun. Und ich werde meinen Spielern auch raten, mal Laufen zu gehen. Aber das hat halt noch nicht viel mit Fußball zu tun.“

Solange keine Spiele angesetzt sind, wird Deli weiter einen entspannten Kurs fahren. Wenn absehbar ist, dass die Vorgaben vom Staat gelockert werden, passe er seinen Trainingsplan an, sagt er. „Meine Spieler haben eine extrem hohe Disziplin und eine extrem hohe Einsatzbereitschaft. Die machen das dann schon, wenn es so weit ist.“

TSV Altenstadt

Richtig kreativ werden die Altenstadter in ihrer Zwangspause. Der Tabellenachte verbindet den Sport mit kleinen Wettbewerben. Trainer Christoph Schmitt hat in der vergangenen Woche zum Beispiel dazu aufgerufen, beim Laufen gleich noch witzige Bilder zu malen – also nicht mit dem Stift, sondern per Tracking-App. Die zeichnet den zurückgelegten Weg auf einer Karte auf. Die Fußballer liefen daraufhin ihre Runden so, dass Symbole, Schriftzüge oder Tiere entstanden. „Das Training soll ja auch Spaß machen“, sagt er. Am Sonntag luden die Fußballer auf ihrer Instagram-Seite vier der Kunstwerke hoch – und riefen dazu auf, das Schönste zu wählen. Für diese Woche gibt es eine neue Aufgabe. „Wahrscheinlich Liegestützen mit etwas auf dem Rücken – Frau, Kind, Tier oder Gegenstand“, sagt Schmitt.

Obendrein hat der TSV über eine weitere App ein Trainingsprogramm ausprobiert. Und einmal die Woche bietet Schmitt per Videochat ein Stabilisationstraining an. „So verlieren wir den Kontakt nicht zueinander und können gemeinsam etwas machen“, sagt er. Und fit bleiben die Spieler obendrein.

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