Heinz EcklKreisspielleiter Zugspitze.
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Heinz EcklKreisspielleiter Zugspitze.

Eckl: „Für mich hat die Vereinsspitze einen sehr guten Job gemacht“

Zugspitze-Kreisspielleiter verteidigt Verband

  • vonRoland Halmel
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Die Fußballsaison ist nicht abgebrochen, sie soll möglichst im Herbst fortgeführt werden.

Dafür entschied sich der Vorstand des Bayerischen Fußball-Verbands (BFV), nachdem sich die Vereine bei einer vom Verband durchgeführten Online-Abstimmung mit breiter Mehrheit bereits dafür aussprachen. Heinz Eckl aus Altenstadt, Kreisspielleiter für die Zugspitz-Region, hält die Vorgehensweise des BFV für richtig.

Herr Eckl, wie beurteilen sie die Entscheidung die Saison nicht abzubrechen, sondern sie fortzusetzen?

Meine Meinung dazu ist klar. Ich stehe zu der abgestimmten Entscheidung und halte diese auch für absolut richtig. Ein Abbruch wäre in meinen Augen nicht gut. Die Situation ist für alle und überall schwierig. Der BFV hat sich die letzten Wochen sehr bemüht den klaren Standpunkt, den er vertritt ordentlich rüber zu bringen und im Gegensatz zu anderen Sportverbänden versucht die Vereine mitzunehmen. Für mich hat da die Verbandsspitze einen sehr guten Job gemacht.

Woran machen sie Letzteres fest?

Wir sind in die Details mitgenommen worden und wenn man mitbekommt, was es alles für Gründe gibt diesen Vorschlag zu favorisieren, dann sieht man das Ganze aus einem andern Blickwinkel.

Warum wäre ein Abbruch die falsche Entscheidung gewesen?

Wenn man abbricht, dann stehen Haftungsansprüche vor der Tür. Die mögen aus Sicht vieler Vereine eine untergeordnete Rolle spielen, aber wenn man von diesen getroffen wird, sieht man das sicher anders. Nach einem Abbruch ist die Saison zu Ende und es gibt kein Zurück mehr. Das heißt es gilt sportliche Entscheidungen am grünen Tisch zu treffen, die wiederum einige dann nicht verstehen werden. Letztlich hätte man mit einem Abbruch eine Saison zerstört und die zweite schon beschädigt, bevor sie losgehen kann.

Welches Szenario hätte bei einem Abbruch gedroht?

Zu klären wäre gewesen: Wer steigt auf? Klar hätte sich dann der Erste gefreut, aber was macht man mit dem Zweiten, der einen Punkt Rückstand und einem Spiel weniger hat? Und bei der Abstiegsfrage. Wer hätte das entscheiden wollen? Es wäre dann wahrscheinlich so gekommen, dass es nur Aufsteiger gibt. Das hätte in der nächsten Saison übervolle Ligen mit doppelt so vielen Absteigern zur Folge. Die Relegation hätte entfallen müssen. Trotzdem hätte es in der Summe mehr Spieltage gegeben und das auch noch bei einem verspäteten Saisonstart. Da kommt man schon wieder in zeitliche Probleme.

Ganz problemlos ist die verspätete Fortsetzung der Spielzeit aber auch nicht, oder?

Das stimmt. Auch die jetzt abgestimmte Verlängerung und Fortsetzung hat einige Nachteile, keine Frage. Es gilt, Vieles zu regeln, beispielsweise Vereinswechsel, Altersgruppen Jugend, Gültigkeit bestehender Verträge und, und, und.

Wo sehen sie die Vorteile?

Durch diese Lösung haben die Vereine jetzt wenigstens ein bisschen Planungssicherheit. Es gibt keine Streitigkeiten vor Gericht und keine Folgesaison mit erhöhter Mannschaftszahl. Und ein großer Vorteil ist, dass man jetzt Flexibilität gewinnt. Denn keiner weiß, ob es wirklich am 1. September losgehen kann. Wenn das nicht klappt, beginnt man halt am 1. Oktober. Oder, wenn es ganz dumm kommt, im März 2021, falls wegen wieder steigender Infektionszahlen nochmals unterbrochen werden muss.

Wie lautet ihr Fazit nach der Entscheidung?

Für mich ist das absolut Wichtigste, dass die Entscheidungen auf dem Rasen passieren und die Saison sportlich zu Ende gebracht wird.

Interview Roland Halmel

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