Der vom Bayerischen Fußball-Verband (BFV) genannte 3. Mai als spätestmöglicher Einstiegstermin in den normalen Trainingsbetrieb ist nicht zu halten. 
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Das war’s dann wohl: Ein Abbruch der Corona-Saison 2019/21 scheint nun unumgänglich

Der Amateur- und Breitensport ist seit fünf Monaten stillgelegt

Verlängerung der Corona-Maßnahmen: BFV berät mit Vereinen über Abbruch

  • Michael Grözinger
    vonMichael Grözinger
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Der vom Bayerischen Fußball-Verband (BFV) genannte 3. Mai als spätestmöglicher Einstiegstermin in den normalen Trainingsbetrieb ist nicht zu halten. 

Landkreis – Das ist wohl der endgültige Abgesang auf die Fußball-Saison 2019/21: Gestern beschloss das bayerische Kabinett, die 12. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung in der aktuellen Fassung bis 9. Mai zu verlängern. Damit steht fest, dass der vom Bayerischen Fußball-Verband (BFV) genannte 3. Mai als spätestmöglicher Einstiegstermin in den normalen Trainingsbetrieb nicht zu halten ist. Entsprechend dem kürzlich veröffentlichten Vier-Punkte-Plan (wir berichteten) bedeutet das, dass die Vereine im Freistaat nun in den finalen Beschluss über einen Saisonabbruch einbezogen werden – und dieser wohl unweigerlich kommt.


Der Plan des Verbands, trotz Saisonabbruch Absteiger zuzulassen, trifft vielerorts auf Kritik



„Durch den heutigen Kabinettsbeschluss und die sich daraus ergebende staatliche Verfügungslage ist ein flächendeckender Trainingsbetrieb ab dem 3. Mai, der notwendig gewesen wäre, um die Spielzeit 2019/21 in allen bayerischen Ligen noch einmal aufnehmen und die verbleibenden Spiele noch durchführen zu können, de facto nicht mehr möglich“, teilte der BFV hierzu gestern mit. „Für den Fall des Abbruchs einer Saison sehen die aktuellen Bestimmungen der Spielordnung (Paragraf 93) eine Wertung für Auf- und Abstieg nach der Quotienten-Regelung unter Wegfall der Relegationsspiele vor.“ Der Plan des Verbands, trotz Saisonabbruch Absteiger zuzulassen, trifft vielerorts auf Kritik. Der TSV Oberalting unterschrieb sogar einen offenen Brief zum Thema an das BFV-Präsidium (siehe Bericht unten).


Jürgen Faltenbacher: „Wir müssen nun gemeinsam mit unseren Vereinen über die Frage eines Abbruchs entscheiden“



Inwiefern der Fußballverband hinsichtlich des Paragrafen beziehungsweise seiner Anwendung mit sich reden lässt, ist unklar. „Wir müssen nun gemeinsam mit unseren Vereinen über die Frage eines Abbruchs der Verbandsspielrunden und der dabei anzuwendenden Regularien entscheiden“, erklärte BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher lediglich, der im Präsidium für den Spielbetrieb zuständig ist.

Sollte der Verband die Saison 2019/21 nicht noch um ein weiteres Jahr verlängern wollen, scheint der Saisonabbruch aus Zeitgründen nun alternativlos. Anfang April hatte der BFV bereits den Ligapokal-Wettbewerb auf Kreis-, Bezirks- und Verbandsebene gestrichen. Den entsprechenden formellen Beschluss muss der Vorstand in seiner heutigen Sitzung noch fassen – „und auch alle weiteren, nunmehr nach der Entscheidung der Bayerischen Staatsregierung notwendig gewordenen Schritte erörtern“, heißt es in einer Mitteilung des Verbands.

(MICHAEL GRÖZINGER)

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