Wolfgang Wadlinger ist Fußballjugendleiter des TSV Pentenried.
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Wolfgang Wadlinger ist Fußballjugendleiter des TSV Pentenried.

Jugendleiter des TSV Pentenried Wolfgang Wadlinger unterstützt BFV-Entscheidungen

Jugendfußball: Fairness auch ohne Schiedsrichter

Wolfgang Wadlinger, Jugendleiter des TSV Penetenried hat schon oft mitbekommen, dass Kinder mit dem steigenden Druck, der von den Eltern ausgeht, nicht klar kommen. 

Auf Kinder lauern viele Gefahren, in Krisen zu geraten. Neben der Trennung der eigenen Eltern, die wohl am häufigsten für Kummer sorgt, kommt es in den vergangenen Jahren mehr und mehr zu elterlichem Schuldruck. „Speziell in unserer Region wollen viele Eltern, dass ihr Kind ins Gymnasium kommt. Man merkt, dass sich die Kinder in der dritten und vierten Klasse merklich verändern“, sagtWolfgang Wadlinger, Jugendleiter des TSV Pentenried. Mit dem steigenden Schuldruck kämen einige Kinder nicht klar. 

„Einige verbieten ihrem Kind bei schlechten Noten sogar, Sport zu machen“

Eltern würden zu unkonventionellen Methoden greifen: „Einige verbieten ihrem Kind bei schlechten Noten sogar, Sport zu machen.“ Dabei sei es in schwierigen Situationen umso wichtiger, sich vom stressigen Alltag ablenken und auf dem Fußballplatz die Seele freikicken zu können. „Die Jungs gehen für Erfolgserlebnisse ins Training. Sie wollen Spaß am Spiel haben und sich mit ihren Freunden treffen“, sagt Wadlinger. Oftmals sei es für die Kids auch nicht von essenzieller Bedeutung, ob das Punktspiel gewonnen oder verloren wird. „Die Eltern sind meist ehrgeiziger als die Kinder selbst“, meint Wadlinger. 

Umso besser findet er die Regel des BFV, bei den jüngsten Jugenden die Eltern etwas abseits des Feldes in eine eigene Zone zu bringen. „Man muss bei den wenigen schwierigen Fällen dennoch in einem Gespräch an die Vernunft appellieren“, sagt der TSV-Jugendleiter. „Ein guter Trainer sch

afft es allerdings, die Eltern auf seine Seite zu ziehen und diese zufriedenzustellen. Falls das nicht geht, muss man das Gespräch erneut suchen.“ Auch die Regelung, die Kinder in jungen Jahren ohne Schiedsrichter spielen zu lassen, bewertet Wadlinger positiv: „Die Kinder lernen so auch einen fairen Umgang miteinander. Insgesamt hat sich dadurch einiges verbessert.“  tao

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