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Fußballer des FSV Höhenrain jubeln
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Dürfen wieder jubeln: Die Fußballer des FSV Höhenrain bestreiten am Sonntag ihr erstes Spiel seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie. Das Duell gegen Antdorf birgt durchaus eine gewisse Brisanz.

Fußball

Bloß kein zweites Skandalspiel

  • Simon Nutzinger
    vonSimon Nutzinger
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Die Zeit des Wartens hat ein Ende. Am kommenden Wochenende dürfen die Amateurfußballer im Landkreis wieder zurück auf den Fußballplatz. Von den ersten Testspielen seit Beginn der Corona-Pause sticht eines besonders ins Auge: Der FSV Höhenrain trifft sich am Sonntag mit dem ASV Antdorf zur Neuauflage des so genannten Skandalspiels.

VON SIMON NUTZINGER

Höhenrain – Ein Freundschaftsspiel als Akt der Versöhnung? Christian Feirer winkt ab. „Das ist mir zu hoch gegriffen“, sagt der Vorsitzende des FSV Höhenrain. Schließlich sei zwischen seinem Verein und dem ASV Antdorf alles in bester Ordnung. „Da hat es nie einen Zoff gegeben.“ Nun ja. Unterschreiben würde diese Aussage wohl nicht jeder.

Zur Erinnerung: Das jüngste Aufeinandertreffen der beiden Kreisklassisten hat sich als sogenanntes Skandalspiel einen Namen in der Szene gemacht. Im Anschluss an den 3:2-Heimsieg der Höhenrainer Mitte November war es zu Auseinandersetzungen zwischen Spielern beider Teams gekommen. Ein Höhenrainer lag kurzzeitig sogar bewusstlos im Kabinentrakt. Der Vorwurf lautete: Ein Antdorfer habe ihn von hinten niedergeschlagen. Die Aussagen vom Schiedsrichter der Partie sowie den Verantwortlichen beider Klubs gingen teils arg auseinander. Letztlich landete der Fall vor dem Sportgericht – und dieses sprach sowohl den Antdorfer für dessen Schlag schuldig als auch den Höhenrainer für seine vorhergehenden Provokationen. Unterm Strich eine für alle Beteiligten mehr als unrühmliche Geschichte.

Das ist selbstverständlich auch dem FSV-Vorsitzenden Feirer klar. „Ich will das Ganze wirklich nicht schönreden“, betont er vor dem erneuten Duell mit Antdorf am Sonntag (15 Uhr) zum Testspiel-Auftakt nach der Corona-Pause. Doch in die andere Richtung übertreiben will er dann auch nicht. Gewisse Emotionen gehören für ihn zum Fußball einfach dazu. Dass diese in dem Fall jedoch deutlich zu hoch gekocht sind, sei beiden Vereinen bewusst. „Und mit den ausgesprochenen Strafen ist jetzt auch der Deckel auf der Sache drauf.“

Diese Ansicht teilt Anton Panholzer. Der Vorsitzende des ASV Antdorf beteuert, keinerlei persönlichen Groll gegen die Kollegen aus Höhenrain zu hegen. „Wir haben uns nach den Verhandlungen ausgesprochen und die Hand gegeben.“ Damit sei die Angelegenheit für ihn erledigt. Sogar ein kleines gemeinsames Grillfest nach der Partie am Sonntag schwebte ihm kurzzeitig vor. „Doch zu Corona-Zeiten lässt man so etwas dann doch lieber sein“, sagt Panholzer. Ärger habe man schließlich zuletzt genügend gehabt.

Heile Welt also in Antdorf und Höhenrain. Ob dem wirklich so ist, wird wohl erst das erneute Aufeinandertreffen ans Licht bringen. Laufen auf beiden Seiten doch voraussichtlich die Hauptprotagonisten der Vorfälle aus dem November auf. Deren Sperren gelten lediglich für Pflichtspiele. „Völlig unproblematisch“, findet Panholzer. Feirer setzt auf die Vernunft seiner Schützlinge. „Ich kann nicht in ihre Köpfe schauen, aber ich hoffe und gehe davon aus, dass keiner mit Rachegedanken in die Partie geht.“

Überhaupt: Wenn es für die Amateurkicker nach über einem halben Jahr Pause am Wochenende erstmals wieder für ein Spiel auf den Fußballplatz geht, sollten nach Feirers Ansicht Emotionen anderer Art im Vordergrund stehen. „Jeder ist heiß und freut sich einfach, dass es wieder losgeht.“ Einzig der arg spontane Meinungswandel der Staatsregierung bezüglich der Wiederaufnahme des Spielbetriebs hatte ihn zuletzt gewundert. „Am Dienstag hieß es noch, Spiele sind nicht möglich, einen Tag später plötzlich doch“, sagt Feirer. Auch, dass ein entsprechendes Hygienekonzept des Fußball-Verbandes erst heute veröffentlicht werden soll, sieht er kritisch. Vor allem für die verantwortlichen Heimvereine. „Da bin ich froh, dass wir auswärts starten.“

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