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Brand bricht sein Versprechen - Inning jubelt dank Steininger - Stancato rettet Weßling-Sieg

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Von: Christian Heinrich

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Enorme Verstärkung: Murat Ersoy (r.) war einer von vier Landesligaakteuren, die der TSV Gilching II gegen Oberalting einsetzte. Er steuerte beim 3:0-Sieg am Freitagabend auch einen Treffer bei.
Enorme Verstärkung: Murat Ersoy (r.) war einer von vier Landesligaakteuren, die der TSV Gilching II gegen Oberalting einsetzte. Er steuerte beim 3:0-Sieg am Freitagabend auch einen Treffer bei. © Andrea Jaksch

Der TSV Gilching II gewinnt dank Verstärkungen vom Landesliga-Team. Inning dreht die Partie in Fürstenfeldbruck. Weßling siegt und Gauting kassiert fünf Gegentore.

TSV Gilching-A. II – TSV Oberalting 3:0 (1:0)

Tore: 1:0 Michl (20.), 2:0 Ersoy (53./FE), 3:0 Michl (73.)

Die Verlegenheit war Robert Brand schon etwas anzumerken. Den ersten Sieg seiner Mannschaft gegen ein Team aus den Top Sieben wollte der Trainer der Gilchinger Reserve nicht als faustdicke Überraschung stehen lassen. „Wir hatten Spieler aus der ersten Mannschaft dabei“, räumte der Coach freimütig ein, dass der Verein bei dem Erfolg über Oberalting etwas nachgeholfen hatte. Da einige Stammspieler der Zweiten aus diversen Gründen unpässlich waren, brach der Coach das Versprechen, das er zu Saisonbeginn gegeben hatte. Vorzugsweise sollte die Reserve ihre Angelegenheiten ohne Hilfe vom großen Bruder regeln. So machten Murat Ersoy, Arya Jahangiri Mehr, Eric Buckl und Sebastian Kraus in der Kreisklasse ihre Aufwartung, was Brands Elf nicht zum Nachteil gereichte, denn das Quartett spielte groß auf. „Da hat die Arbeiter-Truppe knapp gegen die Millionen-Truppe gewonnen“, soll Brand nach der Partie süffisant zu Thomas Dötsch gesagt haben. Der Oberaltinger Coach fand das gar nicht so lustig, weil er nicht wusste, welche Millionarios sein Amtskollege gemeint hat.

Brand hatte seine Elf jedoch nicht nur personell aufgerüstet, sondern auch die eine oder andere Umstellung in der Defensive vorgenommen, die zuletzt nicht unbedingt mit ihrer Kompaktheit geglänzt hatte. Tobias Hänschke gab den Innenverteidiger neben Buckl, was dafür sorgte, dass die Oberaltinger nicht ganz so forsch auftraten wie gewohnt. Mit zunehmender Spielzeit war den Gästen anzumerken, dass ihnen die Partie vom Mittwoch gegen Egenburg noch in den Knochen steckte. Allerdings hätte das Spiel auch einen ganz anderen Verlauf nehmen können, wenn sich die Seefelder in ihren dominanten Phasen mit einem Treffer belohnt hätten. So waren es die Gilchinger, die dreimal zuschlugen, als sich der ehemalige Kreisligist ganz nah an einem Treffer wähnte. Anton Michl, Ersoy per Foulelfmeter und erneut Michl sorgten schließlich für einen klaren Sieg, der den Gilchingern die Hoffnung lässt, noch in den Kampf um den Aufstieg einzugreifen.

SV Inning: Steininger dreht Spiel beim TSV FFB West im Alleingang

TSV Fürstenfeldbruck West – SV Inning 1:2 (0:0)

Tore: 1:0 Gür (53.), 1:1, 1:2 Steininger (74., 84.) – Gelb-Rot: Kavalci/TSV (90., wiederh. Foulspiel)

In der 68. Minute bewies Thomas Rummelsberger ein glückliches Händchen. Der Inninger Trainer wechselte mit Maximilian Steininger nicht nur einen Routinier, sondern auch den Mann des Tages ein. Mit zwei Treffern bescherte Steininger seiner Mannschaft noch den Sieg in Füstenfeldbruck, nachdem sie seit der 53. Minute zurückgelegen hatte. Einen verunglückten Rückpass konnte Innings Keeper Lukas Welzmüller nicht kontrollieren und ließ ihn verspringen. Muzzafer Gür sagte Dankeschön und bescherte seiner Elf die glückliche Führung.

„Das war wohl das einfachste Tor, das er in seiner Karriere je geschossen hat“, meinte Peter Rothamel. Danach konstatierte der kommissarische Abteilungsleiter des SVI mit Erleichterung, dass sich sein Team von diesem Treffer nicht aus der Bahn werfen ließ. Bereits in der ersten Hälfte hatte es vier hochkarätige Möglichkeiten gehabt, um selbst in Führung zu gehen. Als Steininger endlich kam, wurden die Inninger effektiver. Jeweils nach einer Standardsituation sorgte er für die beiden Tore. Danach hatte Daniel Leitmeier Pech, als er mit einem 20-Meter-Schuss nur den Pfosten traf.

SC Weßling: Alessio Stancatoerzielt „extrem wichtiges Tor“

SC Weßling – 1. SC Gröbenzell 1:0 (0:0)

Tor: 1:0 Stancato (80.)

„Solche Siege musst du auch einfahren.“ Christian Feicht stellte klar, dass auch einmal schnöde Handwerkskunst genügen muss, um im Titelkampf dabeizubleiben. Der Weßlinger Trainer war gar nicht so überrascht, dass sich seine Mannschaft lange am 1. SC Gröbenzell die Zähne ausbiss. Der Gegner räumte mit seinen großen Abwehrrecken alles weg, was in die Nähe seines Strafraums kam. Als sich Marius Sturm nach sieben Minuten eine Bänderdehnung zuzog, fehlte den Platzherren ihr gefährlichster Torjäger.

Die Last im Angriff musste der seit Wochen unter Schmerzen spielende Patrick Feicht fast alleine tragen. Erst in der zweiten Hälfte entdeckte Feicht bei seinen Kickern den Willen, auch das Spiel gewinnen zu wollen. In der Defensive bürgte Jonas Koller für die nötige Stabilität und für ein gutes Gefühl bei seinem Trainer. „Ich bin schon davon ausgegangen, dass noch das 1:0 für uns fällt“, so Feicht. Für die Erlösung sorgte Alessio Stancato in der 80. Minute. Der Coach freute sich mit seinem Angreifer, den er für Sturm eingewechselt hatte: „Es war für ihn ein extrem wichtiges Tor.“

„Wir kriegen zu leichte Tore.“

GSC-Trainer Uwe Lehner nach den fünf Gegentreffern gegen die Reserve aus Olching.

Gautinger SC – SC Olching II 3:5 (1:2)

Tore: 0:1 Jurinek (2.), 0:2 Cerdic (37.), 1:2, 2:2 Lebek(44., 58.), 2:3 Cerdic (62.), 2:4, 2:5 Rusch (68., 78.), 3:5 Feser (86.)

„Es ist kein angenehmes Gefühl“, stellte Uwe Lehner klar. Nach der Heimpleite gegen Olching sieht der Gautinger Trainer sich und seine Mannschaft im Abstiegskampf der Kreisklasse 1 angekommen. Nur elf Punkte hat der Sportclub auf seinem Konto. Ob es in dieser Woche noch ein paar mehr werden, ist schwer vorstellbar. Bereits am Dienstag müssen die Würmtaler in Gröbenzell nachsitzen, dann geht es am Freitag nach Oberalting. „Wir werden die Kurve kriegen“, ist Lehner aber überzeugt. Gegen Olching spielten die Gautinger in der Defensive wie ein Absteiger. Fünfmal klingelte es im eigenen Kasten.

Zwei Treffer waren absolut unnötig. „Wir kriegen zu leichte Tore“, monierte der Coach. In der Offensive hinterließ der Sportclub wieder den Eindruck einer soliden Mannschaft aus dem Mittelfeld. Sebastian Lebek beendete seine Torflaute und sorgte mit einem Doppelpack für den zwischenzeitlichen Ausgleich zum 2:2. Auf das Konto von Julian Feser ging zwar nur noch das 3:5, doch der Treffer zeigte, aus welchem Holz die Gautinger geschnitzt sind. „Keiner unserer Spieler gibt sich in irgendeiner Form geschlagen“, lobte Lehner seine Kicker für ihre tolle Moral. Und so werden sie weiterkämpfen, obwohl die Verletztenliste erst einmal nicht kürzer wird.  hch

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