Brunners Sturm-Joker stechen

Starnberg - Jetzt kann Weihnachten kommen. Dank eines 2:1 (1:0)-Erfolgs am Samstag über den Tabellendritten SV Kirchanschöring entledigten sich die Bezirksoberliga-Fußballer der FT 09 Starnberg vorerst aller Abstiegssorgen. Dabei hatte FT-Trainer Andreas Brunner mit seinen Einwechslungen ein glückliches Händchen.

von tobias huber

Es lief die 83. Minute. Nach zahlreich vergebenen Großchancen stand es aus Starnberger Sicht nur 1:1 gegen den Tabellendritten, und die FT-Angreifer drohten an SVK-Keeper Georg Bobenstetter zu verzweifeln. Doch dann setzte sich der in der 69. Minuten eingewechselte Ludwig Lenz unnachahmlich bis zur Grundlinie durch, bediente den erst seit wenigen Sekunden im Spiel befindlichen Dincer Aydin, der den Ball am langen Pfosten zum viel umjubelten 2:1 über die Linie drückte. Es war Aydins erster Ballkontakt.

Zwar mussten die Gastgeber bis zum Schluss um den

dritten Sieg in Serie zittern, doch FT-Keeper Daniel Sturm hielt den so wichtigen Dreier mit Glück und Geschick fest. "Ich bin stolz auf meine junge Mannschaft", freute sich FT-Trainer Andreas Brunner.

In den ersten 45 Minuten hatte alles nach einem klareren Starnberger Sieg ausgesehen. Chance um Chance erspielten sich die Hausherren auf dem Kunstrasen, doch nur Luigi Martorana traf. Nach Kopfballverlängerung von Sturmpartner Karl-Heinz Lappe war der Starnberger Angreifer mit einem schönen Heber erfolgreich (10.).

Nach dem Seitenwechsel wurden die Kirchanschöringer aber aggressiver, die erste große Möglichkeit hatte jedoch die Brunner-Elf. Der agile Patrick Peterhammer vergab, wie schon zweimal in Halbzeit eins, freistehend (48.). Das rächte sich in der 66. Minute. Ein Freistoß von Robert Berg landete abgefälscht im linken unteren Toreck der Freien Turner. Sechs Minuten zuvor hatte SVK-Angreifer Bernhard Brüderl aus wenigen Metern an die Latte geballert.

Doch die Seelöwen zeigten sich nur wenig geschockt. Lenz steuerte mit einem Super-Solo freistehend auf Bobenstetter zu, scheiterte aber an diesem (74.). "Da hätte er Martorana bedienen müssen", ärgerte sich Brunner. Auch Martorana verpasste sechs Minuten später nur knapp das 2:1, doch dann kam der 18-jährige Aydin und erlöste sein Team.

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