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SC Pöcking-Possenhofen empfängt MTV Berg zum Derby - Krebs erwartet ein „Kampfspiel“

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Eine kampfbetonte Partie erwarten beide Trainer. Im Hinspiel trennten sich der SC Pöcking um Tim Freiwald (l.) und Florian Flath (M.) 2:2 von Mijo Crnjak und seinem MTV Berg.
Eine kampfbetonte Partie erwarten beide Trainer. Im Hinspiel trennten sich der SC Pöcking um Tim Freiwald (l.) und Florian Flath (M.) 2:2 von Mijo Crnjak und seinem MTV Berg. © Andrea Jaksch

Derby-Time beim SC Pöcking-Possenhofen. Am Samstag kommt der MTV Berg zum Kellerduell. Beide Teams brauchen dringend Punkte im Abstiegskampf.

Pöcking/Berg – Kurz bevor sich die Bezirksliga Süd in die Winterpause und einige Teile Bayerns in eine Art kleinen „Lockdown light“ verabschieden, steht noch ein Fußball-Höhepunkt für den Landkreis an: das Derby-Rückspiel zwischen dem gastgebenden SC Pöcking-Possenhofen und dem MTV Berg an diesem Samstag (15 Uhr, Keltenstraße). Die Partie ist nicht nur aus Prestigegründen für beide Mannschaften von hoher Bedeutung, vor allem brauchen die Teams dringend Punkte. Sowohl die Hausherren als auch der Lokalrivale aus Berg hatten in der laufenden Spielzeit bereits einige schwierige Phasen zu überstehen und kämpfen um den Klassenerhalt.

Doch während die Pöckinger schon seit fast drei Monaten auf einen Sieg warten und das Überwintern auf einem Abstiegsplatz bereits unvermeidbar ist, zeigt der Trend beim MTV eindeutig nach oben. In den vergangenen drei Partien holte das Team von Trainer Wolfgang Krebs die Maximalausbeute von neun Punkten, gegen Spitzenteam SV Raisting gelang in der Vorwoche ein überzeugender 2:0-Erfolg. Dank der jüngsten Ergebnisse ist für die Berger inzwischen ein Mittelfeldplatz wieder in Reichweite. „Wir müssen einige erfahrene Spieler ersetzen. Aber die jungen haben wichtige Erfahrungen gesammelt und nutzen jetzt ihre Chance“, sagt Krebs über den aktuellen Höhenflug. Dennoch warnt der MTV-Coach: „Wir dürfen auf keinen Fall arrogant auftreten, das wäre fatal. Wir werden keine Samba-Tore schießen, sondern müssen weiterhin über die Zweikämpfe kommen.“

SC Pöcking-Possenhofen gegen MTV Berg: Wolfgang Krebs erwartet ein Kampfspiel

Er hat Respekt vor den bisher gezeigten Leistungen der Pöckinger, für die viele Niederlagen und Unentschieden unglücklich zustande kamen – und vor dem Untergrund. „Wir haben seit Wochen nur auf Rasen trainiert und gespielt. Der Kunstrasen ist für uns die große Unbekannte“, so Krebs, der auf dem engen Platz ein „Kampfspiel“ erwartet. Dabei könnten auch die Qualitäten von Torjäger Marcel Höhne helfen, der gegen Raisting nach fast zweimonatiger Verletzungspause sein Comeback feierte. Ob es zu einem Startelfeinsatz reicht, ließ Krebs aber noch offen.

Gegenüber Simon Gebhart, früherer Berger Spieler und zudem Krebs’ Vorgänger auf der MTV-Trainerbank, stand beim 2:2 im Hinspiel in der Schlussphase selbst als Spieler auf dem Platz und musste den späten, aber verdienten Ausgleich seines Ex-Teams in der Nachspielzeit miterleben. Bereiteten ihm damals noch vorwiegend Urlauber Sorgen, hat er seitdem vor allem viele Verletzte zu beklagen. Im Vergleich zur Vorwoche kommt der zuletzt als Joker überzeugende Lucas Perkuhn hinzu, der im Hinspiel das 2:1 erzielt hatte. Auch Marvin Schleyerbachs Einsatz ist fraglich, dafür könnte Elias Fleddermann sein Comeback feiern.

SC Pöcking-Possenhofen gegen MTV Berg: Beide Trainer rechnen mit vorzeitiger Winterpause

Die Stimmung sei trotz der angespannten Tabellensituation weiterhin gut, betont Gebhart. „Die Vorfreude auf das Derby ist bei allen da.“ Er erwartet ein „typisches Kunstrasenspiel“ mit vielen Zweikämpfen, bei dem es besonders auf die Handlungsschnelligkeit ankommen werde.

Gebhart ist froh, dass angesichts der sich wieder zuspitzenden Corona-Lage zumindest die Hinrunde ohne größere Schwierigkeiten absolviert werden konnte. Aufgrund der derzeitigen Krankenhaus-Auslastung rechnet er jedoch nicht damit, dass der Amateurfußball in den Ligen, in denen noch gespielt wird, noch lange erlaubt bleiben wird. Ob es auch in der Vorbereitung auf die Rückrunde zu Einschränkungen kommen werde, sei jedoch aktuell schwer einzuschätzen. Auch Krebs meint: „Das liegt alles nicht in unserer Hand. Ich wünsche mir vor allem, dass wir gut durch den Winter kommen.“ (te)

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