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Ex-Profi will mit TSV Gilching in die Bayernliga

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Auf dem besten Weg zum Stammspieler war Jonas Engelhardt (r.). Der 22-jährige Mittelfeldspieler absolviert ein Auslandssemester und fehlt dem TSV Gilching deswegen in den kommenden Monaten.
Auf dem besten Weg zum Stammspieler war Jonas Engelhardt (r.). Der 22-jährige Mittelfeldspieler absolviert ein Auslandssemester und fehlt dem TSV Gilching deswegen in den kommenden Monaten. © Photographer: Andrea Jaksch

Es geht Schlag auf Schlag. Nach dem ordentlichen Start mit vier Punkten aus zwei Spielen wartet auf die Fußballer des TSV Gilching-Argelsried am Sonntag (15 hr, Kies-Arena) mit dem 1. FC Sonthofen der Aufstiegskandidat Nummer eins.

Gilching – Er hat schon gegen Nationalspieler Marco Reus gespielt, im DFB-Pokal ein Tor gegen den VfL Wolfsburg vorbereitet und mit dem MSV Duisburg einen Aufstieg in die 2. Bundesliga gefeiert. Seit diesem Sommer trägt mit Fabio Leutenecker ein Ex-Profi das Trikot des Landesligisten TSV Gilching-Argelsried. Den Deal hat sein Kumpel Christian Rodenwald (Spieler beim TSV) ins Rollen gebracht. „Ich fühle mich jetzt schon so, als wäre ich länger hier“, sagt der 32-Jährige. Die familiäre Atmosphäre an der Talhofstraße fühlt sich für ihn richtig gut an. „Die Jungs haben es mir sehr leicht gemacht, mich hier einzuleben“, lobt Leutenecker seine Mannschaftskameraden.

Fabio Leutenecker, Ex-Profi und Neuzugang
 des TSV Gilching-Argelsried.
Fabio Leutenecker, Ex-Profi und Neuzugang des TSV Gilching-Argelsried: „Ich bekomme auch in dieser Liga nichts geschenkt, muss mir alles hart erarbeiten.“ © fupa

Der in Remseck am Neckar geborene Schwabe wechselte früh in das Leistungszentrum des Bundesligisten VfB Stuttgart. Den Traum des Profis erfüllte er sich ausschließlich in der 3. Liga. „Das ist auch völlig in Ordnung so. Ich bin mit dem, was ich erreicht habe, sehr zufrieden“, sagt Leutenecker. Auch dass es mit dem erhofften Wechsel ins Ausland nicht klappte, hat er längst verarbeitet. Stattdessen hat der 32-Jährige München als seine neue Heimat auserkoren. „Der Liebe wegen“, verrät er. Sein Geld verdient Leutenecker weiter mit dem Volkssport Nummer eins. „Ich bin seit kurzem Regionalscout des MSV Duisburg, dazu unterstütze ich Fußballer bei der Suche nach einem neuen Verein“, erzählt Leutenecker.

Seinen eigenen sportlichen Ehrgeiz hat er aber auch beim TSV nicht aufgegeben. „Natürlich wäre es ein Traum, irgendwann mit der Mannschaft in die Bayernliga aufzusteigen. Aber bis dahin ist es noch ein ganz langer Weg“, stellt Leutenecker klar.

Am Sonntag könnte der letztjährige Tabellendritte aus Gilching ein kleines Ausrufezeichen setzen. Nach vier Punkten zum Saisonstart erwartet er ab 15 Uhr in der Kies-Arena den 1. FC Sonthofen. Die Allgäuer scheiterten als Zweiter in der Relegation am TSV Dachau 65. Auch dieses Jahr ist ihnen einiges zuzutrauen, der Auftakt mit zwei Siegen war vielversprechend. „Ich hoffe auf ein Duell auf Augenhöhe“, sagt TSV-Trainer Peter Schmidt. In der vergangenen Saison gewannen die Gilchinger zu Hause mit 2:1, diese Punkte fehlten dem FCS im Kampf um die Meisterschaft sehr. „Das haben sie bestimmt noch nicht vergessen“, sagt Schmidt.

Er muss in den kommenden Monaten auf Jonas Engelhardt verzichten, der ein Auslandssemester absolviert. „Das ist sehr schade, er war auf dem besten Weg zum Stammspieler“, bedauert Schmidt. Diese Rolle hat Leutenecker längst eingenommen. „Er ist aber keiner, der sich in den Vordergrund stellt“, lobt Schmidt. „Ich bekomme auch in dieser Liga nichts geschenkt, muss mir alles hart erarbeiten“, stellt Leutenecker klar.

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