Der Ball rollt wieder bei den Spielern des TSV Gilching-Argelsried wie Michael Freinecker.
+
Der Ball rollt wieder bei den Spielern des TSV Gilching-Argelsried wie Michael Freinecker.

Fußball nach Corona-Pause

Endlich zurück auf dem Rasen: Landesligist TSV Gilching-Argelsried trainiert wieder - wir waren dabei

  • vonTobias Huber
    schließen

Fußball-Training in Corona-Zeiten, der TSV Gilching-Argelsried macht es vor. Der Starnberger Merkur als Zaungast bei der zweiten Trainingseinheit seit dem Wiederbeginn.

Gilching – Gerald Söhnel steht mit einem Lächeln am Platzrand. „Es ist schön, die Jungs wieder am Ball zu sehen“, sagt der Platzwart des TSV Gilching-Argelsried. Es ist Donnerstagabend, und der Fußball-Landesligist absolviert soeben seine zweite Trainingseinheit nach der Corona-Pause.

Auch die Freude bei den Spielern ist groß. „Ich bin sehr froh, endlich wieder trainieren zu dürfen“, sagt Nachwuchstalent Jonas Engelhardt. Routinier Christian Rodenwald ist ebenfalls glücklich, aber auch ziemlich kaputt nach der Trainingseinheit. „Fußballspezifische Belastungen sind halt was ganz anderes, als wenn ich nur zum Laufen gehe“, sagt der 31-Jährige.

Corona-Training: Spaß haben und an technischen Schwächen feilen

Dass das Training nur unter strengen Sicherheitsvorschriften stattfindet, stört die TSV-Fußballer kaum. „Die Übungen machen Spaß, und ich kann an meinen Schwächen gezielt arbeiten“, erklärt Engelhardt. Trainer Peter Schmidt und Assistent Felix Heil freuen sich über die Einstellung ihrer Schützlinge. „Dass wir gravierende Schwächen vor allem im technischen Bereich haben, hat sich im bisherigen Saisonverlauf deutlich gezeigt. Daran werden wir jetzt arbeiten“, sagt Schmidt.

Das Trainerduo hat Übungen im Programm, die dafür sorgen, dass die 16 anwesenden Spieler nicht nur hörbar Spaß haben, sondern sich auch an die Abstandsregeln halten. Und auch die Kicker selbst sind sensibilisiert. „Halt! Nicht den Ball mit den Händen anfassen“, ruft Nick Schnöller einem Kollegen am Anfang des Trainings zu.

„Die Plätze sind wie Teppich“

Erleichtert werden die Einheiten durch die perfekten Trainingsbedingungen an der Talhofstraße. „Besser kann es kaum sein“, sagt Schmidt. Und Rodenwald lobt: „Die Plätze sind wie Teppich.“

Auch beim Dehnen auf dem Rasen „wie Teppich“ wahren Nick Schnöller und Max König (v.l.) den Abstand.

Schmidts Hauptaufgabe ist, die Spieler in den kommenden Wochen und Monaten bei Laune zu halten. Der Spielbetrieb soll frühestens nach dem 31. August fortgesetzt werden. „Pfingsten machen wir jetzt erst mal Pause“, sagt Schmidt.

BFV plant Überarbeitung seiner Corona-Richtlinien

Die bisher einzuhaltenden Kleingruppen mit maximal fünf Personen könnten anschließend schon wieder Geschichte sein. Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) arbeitet nach den jüngsten Entscheidungen der Politik an einer Überarbeitung seiner Richtlinien. „Viel Unterschied wird es aber nicht machen, denn Übungen mit Kontakt bleiben weiterhin verboten“, so Schmidt.

Alles im Blick und unter Kontrolle hat Peter Schmidt, Trainer des TSV Gilching-Argelsried in der Landesliga Südwest.

Er ist skeptisch, ob es heuer überhaupt noch einen Wettkampf geben wird. „Momentan kann ich mir das nur schwer vorstellen“, sagt der 37-jährige Gymnasiallehrer, während er die Bälle mit Desinfektionsmittel reinigt. Deshalb will Schmidt seine Fußballer auch nicht über die Maßen strapazieren: „Eine gute Stunde Training reicht. Mehr könnte zu einer Überbelastung führen.“

toh

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Klaus Truntes Leben hing am seidenen Faden
Diesen Tag wird Klaus Trunte nie vergessen: Genau heute vor 30 Jahren, am 7. Juli 1990, hing das Leben des heute 56-Jährigen am seidenen Faden. In einem …
Klaus Truntes Leben hing am seidenen Faden
Kreis Zugspitze: Zwiegespaltene Meinungen zum Ligapokal
Vereine aus dem Kreis Zugspitze haben ihre Meinungen zum Ligapokal geäußert. Das Meinungsbild ist zwiegespalten, von Vorfreude bis Kopfschütteln ist alles mit dabei.
Kreis Zugspitze: Zwiegespaltene Meinungen zum Ligapokal

Kommentare