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Treffsicherer Stürmer: Der Gautinger Sebastian Lebek (l.) hat in den vier Spielen nach dem Restart acht Tore erzielt; insgesamt führt er mit 19 Treffern die Torjägerliste der Kreisklasse 1 an.

Fußball

Gautinger SC hat keine Sorgen mehr

  • vonChristian Heinrich
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Die Fußballer des Gautinger SC sind sorgenfrei in die Winterpause gegangen. Zum einen nehmen sie am Ligapokal gar nicht teil, und zum anderen haben sie den Klassenerhalt in der Kreisklasse 1 schon so gut wie sicher in der Tasche.

GautingEinen ganz anderen Herbst als viele andere Mannschaften im Landkreis Starnberg erleben momentan die Gautinger Fußballer. Während die meisten ihrer Kollegen mit der Ungewissheit leben müssen, ob der Spielbetrieb wegen der Corona-Pandemie nicht doch noch abgebrochen wird, legen die Kicker des Sportclubs längst die Füße hoch. „Wir sind ganz froh, dass wir durch sind“, sagt Jens Rindermann. Der Abteilungsleiter ist erleichtert, dass seiner Mannschaft das Spielen erspart bleibt, während im gesamten Kreis Zugspitze die Inzidenzwerte in den einzelnen Landkreisen neue Höchstwerte erreichen.

Die Fußballer von der Würm können sich aber auch mit Blick auf die Tabelle zufrieden zurücklehnen. Mit nunmehr 34 Punkten haben sie in der Tabelle der Kreisklasse 1 einen gewaltigen Satz nach vorne auf den vierten Platz gemacht. Dass sie aus den vier Partien seit dem Restart neun Punkte holen, war nicht zu erwarten. Die Vorbereitung lief wegen der Corona-Pandemie nur schleppend, bei einem sporadischen Covid-19-Test bekam ein Spieler sogar noch einen positiven Befund, weshalb das gesamte Team für zwei Wochen in Quarantäne musste. Als es los ging, waren die Gautinger überraschenderweise zur Stelle. Zwar handelten sie sich gegen den Branchenprimus VSST Günzlhofen gleich eine 2:4-Pleite ein, doch schon in diesem Spiel war der Sportclub lange ebenbürtig.

„Wir haben schon ein bisschen Glück gehabt mit der Spielansetzung“, räumt Jens Rindermann ein. Die folgenden drei Siege waren auch der Schwäche der Gegner geschuldet. Germering kam nach der Corona-Pause einfach nicht in die Gänge und wurde mit 2:0 abserviert. Der SC Weßling hatte seine Kräfte in der Vorbereitung verschlissen und wurde mit 5:2 auseinandergelegt. Als der TSV Fürstenfeldbruck West im Stadion an der Leutstettener Straße auflief, fehlten ihm einige Stammkräfte. 9:0 muss man aber trotzdem erst einmal gewinnen. „Wir sind in einen Flow hineingekommen“, sagt Rindermann.

Mitverantwortlich dafür war vor allem Trainer Uwe Lehner, der mit ruhiger Hand den Kader des GSC führt und wohltuende Bescheidenheit vorlebt. „Er macht seinen Job gut“, lobt ihn Rindermann. Mit Sebastian Lebek kann der Coach auf einen Stürmer zurückgreifen, der einfach nicht zu stoppen war. Insgesamt acht Kisten in vier Begegnungen gingen auf seine Kappe, davon allein fünf gegen Bruck. Mit seinen insgesamt 19 Treffern führt Lebek nicht nur die Torschützenliste in der Liga an. Er hat auch dafür gesorgt, dass seine Mannschaft gelassen in die neun ausstehenden Meisterschaftsspiele gehen kann, sollten sie denn jemals stattfinden. Der Abstand auf die Abstiegszone beträgt 13 Punkte, die der Sportclub nicht mehr verspielen dürfte. Die Gautinger sind also durch, für dieses Jahr und für die gesamte Saison. So schnell kann es gehen.

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