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DFB-Pokal: Viertelfinale abgesagt! Corona-Fälle bei Überraschungs-Team verhindern historisches Spiel

DFB-Pokal: Viertelfinale abgesagt! Corona-Fälle bei Überraschungs-Team verhindern historisches Spiel
Helmut Pestinger (l.) und Hubert Herbinger vom TSV Herrsching vor 50 Jahren.
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Helmut Pestinger (l.) und Hubert Herbinger vom TSV Herrsching vor 50 Jahren.

„Dich zog es dann zu den Amateuren des FC Bayern.“

Pestinger mit Loblied beim Geburstagsbrief an Hubert Herbinger

  • vonRedaktion Starnberg
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Helmut Pestinger richtete sich in einem langen Brief an seinen ehemaligen Mitspieler und Freund Hubert Herbinger zu seinem 70. Geburtstag.

Herrsching – Experten und Ehemalige sind sich einig: Hubert Herbinger war einer der besten Stürmer, die je das Fußballtrikot des TSV Herrsching getragen haben. Inzwischen an den Rollstuhl gefesselt, feiert er heute im Gilchinger Rotkreuzhaus seinen 70. Geburtstag. Im Starnberger Merkur gratuliert sein früherer Mitspieler Helmut Pestinger.

„Lieber Hubert!

Zunächst darf ich dir auch im Namen deiner ehemaligen Mitspieler des TSV Herrsching aus den 1970er-Jahren recht herzlich zu deinem 70. Geburtstag gratulieren. Leider hat uns die Pandemie einen großen Strich durch unsere Planung gemacht, denn wir hatten einen Geburtstagsempfang auf dem Heiligen Berg in Andechs geplant. Dieser ist aber nicht gestrichen, sondern nur auf einen späteren Termin verschoben.

Du warst einer der Besten! Zusammen mit Hans-Peter Haberkorn, Hacky Köhler, Hermann Pöltl und dem leider schon verstorbenen Dieter Harpke – ihr wurdet zurecht die Himmelsstürmer vom Ammersee genannt. Sicherlich kannst du dich noch genau daran erinnern, wie der TSV den Durchmarsch aus der damaligen C-Klasse bis in die Landesliga gemeistert hat. Und du hattest einen erheblichen Anteil an diesem großartigen Erfolg.

Wir wurden im ersten Jahr in der Bezirksliga auf Anhieb Meister und mussten dann zu einem Aufstiegsspiel gegen Untermenzing in Unterpfaffenhofen antreten. Unter unserem damaligen Trainer Ernst Herrmann, den man zurecht als Vater unserer Erfolge bezeichnen darf, erreichten wir im ersten Spiel ein 4:4 vor über 4000 Zuschauern gegen den großen Favoriten. Ich denke da an deine drei Tore, obwohl dich eine Knieverletzung stark behinderte. Du hast bis zum Ende durchgehalten und somit ein Zeichen gesetzt: Wir lassen uns nicht unterkriegen. Und der Gegner wusste auch, dass ein verletzter Herbinger immer noch torgefährlich ist. Das zweite Spiel haben wir dann in Fürstenfeldbruck mit 3:2 für uns entschieden, legendär das Siegtor von Carlo Kelch kurz vor Spielende. Und du hast auch da getroffen. Der Aufstieg war perfekt!

Dich zog es dann zu den Amateuren des FC Bayern München, und wir waren uns alle sicher, dass du eines Tages in der Bundesliga auflaufen wirst. Aber verschiedene Verletzungen haben dich zurückgeworfen, und so bist du nach diesem Gastspiel bei der SpVgg Starnberg gelandet. Hier hast du mit Rudi Fuchs und mir zwei aus der ehemaligen TSV-Mannschaft getroffen. Einen prominenten Trainer hatten wir damals, Kurt Schwarzhuber, der auch 1860 München trainiert hat.

Angefangen hattest du einst in der Herrschinger Schülermannschaft, anschließend bist du in die Jugend gewechselt und dann kam der ganz große Erfolg mit den Senioren des TSV. Man kann sagen, dein fußballerischer Lebensweg war geprägt von Erfolgen, dafür musstest du auch etliche Verletzungen in Kauf nehmen. Wie sagte Werner Hager einst: ,Gar nicht auszudenken, wenn wir alle zusammengeblieben wären.‘ Das ist nur ein Auszug aus einer wunderschönen Fußballzeit.

Wir alle können voller Stolz, ohne überheblich zu sein, behaupten: Du bist ein wunderbarer Freund.

Happy Birthday, Hubert, und bis bald in Andechs!

Dein Helmut.“

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