Hat zu alter Stärke zurückgefunden: Routinier Christoph Meißner ist für den Gilchinger Höhenflug mitverantwortlich.
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Hat zu alter Stärke zurückgefunden: Routinier Christoph Meißner ist für den Gilchinger Höhenflug mitverantwortlich.

Flügelspieler Meißner warnt vor kommendem Gegner

Gilchings Trainer Schmidt erwartet „ein geiles Flutlichtspiel“ gegen 1. FC Garmisch-Partenkirchen

  • VonTobias Huber
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Verkehrte Fußball-Welt unterhalb der Zugspitze: Der ambitionierte, aber schwächelnde 1. FC Garmisch-Partenkirchen erwartet am heutigen Freitag um 19.30 Uhr den überraschenden Tabellenführer der Landesliga Südwest, den TSV Gilching-Argelsried.

Gilching – Damit hätte vor der Saison kaum einer gerechnet. Als Tabellenvierter der abgebrochenen Saison 2019/21 waren die Landesliga-Fußballer des 1. FC Garmisch-Partenkirchen mit hohen Erwartungen in die Saison gegangen. „Ich habe auch damit gerechnet, dass sie ganz oben mitmischen. Sie haben wirklich einen sehr guten Kader, konnten die Abgänge eigentlich gut kompensieren“, sagt Peter Schmidt. Umso überraschter ist der Trainer des TSV Gilching-Argelsried, mit 14 Punkten Vorsprung in das Duell mit den Werdenfelsern am heutigen Freitag (19.30 Uhr, Sportplatz am Gröben, Maximilianstraße 25) zu gehen.

Trotz der ersten Saisonniederlage am Samstag in Sonthofen (0:3) sind die Gilchinger immer noch Tabellenerster, während Garmisch nach der bitteren 2:3-Niederlage in Illertissen (der FCG führte bis zur 80. Minute mit 2:0) weiter in der Abstiegszone festhängt. Dort hätte man vor der Saison eher den TSV erwartet, der die vergangene Runde nur mit Dusel am rettenden Ufer abschloss.

Gilchings Flügelspieler Meißners erklärt seinen Aufschwung unter anderem mit Ernährungsumstellung

Dass es jetzt deutlich besser läuft, liegt auch an Christoph Meißner. Der 34-Jährige ist inzwischen nicht nur eine wertvolle Unterstützung für Schmidt als Co-Trainer und Teammanager, der ehemalige Bayernliga-Spieler kehrt auch auf dem Platz zu alter Leistungsstärke zurück. „Ich habe meine Ernährung umgestellt und fühle mich seitdem deutlich besser“, sagt der Außenbahnspieler. In der vergangenen Spielzeit gelangen ihm kein Tor und lediglich drei Vorlagen. In dieser Runde gingen in acht Partien bereits zwei Tore und ein Assist auf sein Konto. Selbst einer seiner einst gefürchteten Freistöße fand den Weg ins Netz beim 4:0 in Durach.

Seit Sommer 2017 spielt Meißner mittlerweile an der Talhofstraße. „Ich kannte einige Jungs von früher und musste deshalb nicht lange überlegen“, erinnert sich Meißner. Mittlerweile wohnt er sogar im Landkreis (Starnberg). Das liegt vor allem an Sarah Lapuh. Der in München als Elektrotechnikmeister arbeitende Meißner ist seit Februar 2018 mit der Mittelfeldspielerin des TSV Gilching liiert.

Meißner erwartet gegen den 1. FC Garmisch ein enges Match. „Die sind deutlich besser als ihr Tabellenplatz“, warnt er. Für die nächsten Wochen hat der 34-Jährige klare Vorstellungen: „Es muss unser Ziel sein, bis Mitte Oktober die 30-Punkte-Marke geknackt zu haben.“ Die Vorzeichen dafür stehen günstig, denn bis auf die Langzeitverletzten Michael Lelleck und Julian Birkner können die Gilchinger in Garmisch aus dem Vollen schöpfen. „Es wird ein geiles Flutlichtspiel“, erwartet Schmidt. (Tobias Huber)

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