Nationalspielerin im Trikot der FT Starnberg 09: U15-Fußballerin Greta Hünten wurde erstmals zu einem DFB-Lehrgang eingeladen. Ihr Starnberger Trainer Gerald Lang (r.) ist überzeugt, dass die 13-Jährige alle Voraussetzungen mitbringt, um eines Tages in der Bundesliga und der Nationalmannschaft zu spielen.
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Nationalspielerin im Trikot der FT Starnberg 09: U15-Fußballerin Greta Hünten wurde erstmals zu einem DFB-Lehrgang eingeladen. Ihr Starnberger Trainer Gerald Lang (r.) ist überzeugt, dass die 13-Jährige alle Voraussetzungen mitbringt, um eines Tages in der Bundesliga und der Nationalmannschaft zu spielen.

Profi-Karriere als Ziel

FT Starnberg 09: Greta Hünten in Nationalmannschaft berufen - DFB-Traum lebt

  • Michael Baumgärtner
    VonMichael Baumgärtner
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Ihr Trainer traut ihr eine Profi-Karriere zu, Greta Hünten träumt auch davon. Die Fußballerin der FT Starnberg kommt diese Woche erstmals mit der U15-Nationalelf zusammen.

Starnberg – Es ist wohl der Traum einer jeden jungen Fußballerin. Auch Greta Hünten gehört dazu: „Mein Ziel ist es, einmal in der Bundesliga und für die deutsche Nationalmannschaft zu spielen“, sagt die 13-Jährige, die in der U15 der FT Starnberg 09 im Mittelfeld kickt, mit leuchtenden Augen. Geht es nach ihrem Trainer Gerald Lang, dann hat sie beste Chancen, dass dieser Traum einmal in Erfüllung gehen wird: „Sie hat alle Voraussetzungen, die man dafür braucht.“

Gretas großes Talent haben auch die Trainerinnen und Trainer des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) erkannt. Bei einem Sichtungslehrgang in Bitburg Anfang Juli überzeugte die Bayernauswahl-Spielerin aus Maising und wurde erstmals in den deutschen U15-Nationalkader berufen. „Ich habe mich riesig gefreut“, sagt Greta mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

DFB-Lehrgang in dieser Woche, erstes Länderspiel wohl noch dieses Jahr

Von kommendem Donnerstag an ist sie eines von 30 Mädchen, die an dem viertägigen DFB-Lehrgang in der hessischen Sportschule Grünberg (nördlich von Frankfurt) teilnehmen dürfen. Und wenn alles glatt läuft, dann wird sie im Dezember gegen Belgien ihr erstes Fußballspiel im Nationaltrikot bestreiten. Nach Andrea Viehl, die von der U15 bis zur U19 insgesamt 23 Länderspiele für Deutschland absolvierte, ist sie die zweite Fußballerin von der FT Starnberg, die den Sprung in eine Jugend-Nationalmannschaft geschafft hat.

Im Alter von vier Jahren begann Greta beim SV Söcking mit dem Fußballspielen. Als einziges Mädchen unter lauter Buben lernte sie schon früh, sich durchzusetzen. Vor fünf Jahren dann wechselte sie zur FT Starnberg. „Ich habe an einem Probetraining teilgenommen und wurde gleich genommen“, erzählt sie.

Greta Hünten: Von Söcking über Starnberg zum FC Bayern

Diese Saison wird die letzte sein, in der sie mit Sonderspielrecht für die männliche C1-Jugend der Freien Turner in der Kreisliga aufläuft. Auch da ist sie das einzige Mädchen im Team. Danach wird sie fest zum FC Bayern München wechseln, für den sie bereits jetzt mit Zweitspielrecht in der zweiten U17-Mädelsmannschaft spielt.

Um in so frühen Jahren bereits so erfolgreich zu sein, bedarf es nicht nur Talent, sondern auch einer großen Portion Fleiß. Greta Hünten trainiert viermal pro Woche – ihre Mutter Sabine fährt sie einmal zur FT Starnberg, einmal zum Stützpunkt nach Oberhaching und zweimal zum FC Bayern Campus nach Fröttmaning. „Ohne die Unterstützung der Eltern würde das gar nicht funktionieren“, sagt Gerald Lang.

Trainer Lang mahnt vor zu viel Ehrgeiz: „Greta will permanent trainieren“

Der Starnberger Trainer sieht Gretas größte Stärken in ihrer enormen Lauffreude und Zweikampfführung. „Außerdem ist Greta auch torgefährlich und beidfüßig. Und sehr ehrgeizig.“ Bisweilen sogar etwas zu ehrgeizig, meint Lang. „Sie will permanent trainieren, aber sie muss aufpassen, dass es nicht zu viel wird. Man braucht auch seine Pausen.“

Und ihre Schwächen? „Hat sie eigentlich keine“, behauptet Lang, Vater von Löwen-Profi Niklas Lang. Doch Greta, die die achte Klasse des Starnberger Gymnasiums besucht, widerspricht sogleich: „Ich kann einfach nicht verlieren.“ Was die junge Nationalspielerin als Malus ansieht, bezeichnet Lang jedoch als weitere Stärke. Sein Credo: „Nur wenn man nach Niederlagen frustriert ist, will man sich auch ständig verbessern.“

Greta Hünten und ihre Vorbilder: Zwei Männer aus der internationalen Spitze

Gretas Rolle auf dem Spielfeld ist die klassische Sechserposition, also die zentrale Position im Mittelfeld vor der Abwehr. Klar, dass ihre großen Idole ebenfalls Mittelfeldakteure sind – allerdings hat sie keine Frau zum Vorbild, sondern zwei Männer: „Meine Lieblingsspieler sind Joshua Kimmich vom FC Bayern und Mason Mount vom FC Chelsea.“

Und diese beiden Fußballer haben sich ihren großen Traum bereits erfüllt. „Wenn sie von schwereren Verletzungen verschont bleibt“, so Gerald Lang, dann sollte das Greta Hünten ebenfalls gelingen. mib

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