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„Ein bisschen Pipi in den Augen“: Tränen-Abschied von Ruml-Brüdern, Meißner, Süli und Buchinger

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Die ein oder andere Träne floss bei manchem Spieler, der am Samstag seinen Abschied im TSV-Trikot gab. So auch bei Maximilian Ruml, der 147 Partien für die Gilchinger machte. Sein Bruder Felix stand 94-mal im Tor des Landesligisten. Bei ihrer Auswechslung standen die Mannschaftskameraden Spalier und applaudierten.
Die ein oder andere Träne floss bei manchem Spieler, der am Samstag seinen Abschied im TSV-Trikot gab. So auch bei Maximilian Ruml, der 147 Partien für die Gilchinger machte. Sein Bruder Felix stand 94-mal im Tor des Landesligisten. Bei ihrer Auswechslung standen die Mannschaftskameraden Spalier und applaudierten. Foto: Andrea Jaksch © Andrea Jaksch

Das Ergebnis passte zwar nicht zum Stimmungsbild, aber das 1:2 (1:1) im letzten Saisonspiel gegen den SV Mering konnte den Fußballern des TSV Gilching-Argelsried am Samstag nicht die Laune verhageln.

Gilching – Christoph Meißner war ehrlich. „Ich hatte ein bisschen Pipi in den Augen“, gestand der Fußballer des TSV Gilching-Argelsried. In der 81. Minute des letzten Saisonspiels gegen den SV Mering wurden Meißner, Maximilian Süli und Benedikt Buchinger ausgewechselt. Die Mannschaftskollegen bildeten ein Spalier, um sich von ihren Kollegen würdig zu verabschieden. „Ich hätte mir keinen besseres Ende für meine Karriere denken können“, sagte Süli. Der 31-Jährige war zwar nur eineinhalb Jahre an der Talhofstraße, doch die Eindrücke werden ihn ein Leben lang begleiten. „Rang drei in dieser starken Liga ist für den Verein ein Wahnsinnsergebnis“, befand er. Süli lebt in Kaufbeuren und arbeitet dort mittlerweile auch dauerhaft im Home Office. „Der Aufwand ist einfach zu groß geworden. Zudem steht bei uns an das Thema Familienplanung an“, verriet er.

Rund 20 Minuten zuvor hatten bereits die Ruml-Brüder ihren verdienten Abschied bekommen. „Mir ist der Verein schon ans Herz gewachsen. Ich möchte es aber noch mal höherklassig versuchen, ich bin ja auch nicht mehr der Jüngste“, sagte Keeper Felix Ruml bei der Abschlussfeier im Biergarten der neu eröffneten Sportsbar an der Talhofstraße. Der 29-Jährige stand 94-mal im Tor des TSV. Er hatte bereits im März seinen Abschied angekündigt. „Dass es nicht für den Aufstieg gereicht hat, war bitter. Aber Nördlingen und Sonthofen waren einfach stärker als wir, das muss man einfach anerkennen“, sagte Ruml. Sein Bruder Maximilian lief nach seinem Wechsel aus Raisting sogar in 147 Partien für die Gilchinger auf. „Ich brauche jetzt mal ein Pause. Ich will aber nicht ausschließen, dass ich irgendwann wieder auf dem Platz stehe“, sagte der 31-Jährige.

Angesichts dieser Abschiede war das eigentliche Match gegen Mering Nebensache. „Wie schon in den Vorwochen waren wir vor dem Tor nicht entschlossen genug“, bilanzierte Trainer Peter Schmidt. Vor allem in der ersten Halbzeit vergaben seine Fußballer einige vielversprechende Chancen. Aber erst kurz vor der Pause hämmerte Marcel Ebeling den Ball zum 1:1-Ausgleich in den Winkel. In der zweiten Halbzeit passierte sportlich neben den Auswechslungen nicht mehr viel. Jonas Engelhardt hatte kurz vor dem Ende zweimal den Siegtreffer auf dem Fuß. Kurz danach gelang Mering das Tor zum 2:1. „Das lässt sich an so einem Tag leicht verschmerzen“, sagte Schmidt. (Tobias Huber)

TSV Gilching-Argelsried – SV Mering 1:2 (1:1)

TSV Gilching: F. Ruml (59. Suck) - Freinecker, Süli (81. Mayr), Buchinger (81. Rodenwald) - Diker, M. Ruml (59. Engelhardt), Ersoy, Doqaj, Meißner (81. Birkner) - Hölzl, Ebeling

SV Mering: Leitermeier - Krebold, Ebeling (40. A. Abazi), Sakrak, Kusterer, Krachtus, Salzmann, Bytyqi, de Sousa, Reich, Schön

Tore: 0:1 Salzmann (4.), 1:1 Ebeling (43.), 1:2 Reich (89.)

Schiedsrichter: Jonas Unterholzner (TSV Velden)

Zuschauer: 200

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