Hauptsache drei Punkte

- FT feiert glanzlosen 3:0-Erfolg über Schwabmünchen

VON CHRISTIAN HEINRICH Starnberg - Die Starnberger Fußballer können es also doch noch. Auch wenn sie bei ihrem 3:0 (2:0)-Erfolg über den TSV Schwabmünchen keinen spielerischen Glanz versprühten, holten sie gegen den Tabellenletzten der Landesliga Süd drei wichtige Punkte für den Klassenerhalt. "Es schaut besser aus", kann FT-Trainer Klaus Brand mit der Zwischenbilanz von 15 Punkten leben.

Es war kein schöner Nachmittag für Rudi Bund. Der Trainer des TSV Schwabmünchen fühlte sich nach der Pleite in Starnberg "ganz leer" und verweigerte seine Teilnahme an der obligatorischen Pressekonferenz. Seine Spieler schauten weniger verdrießlich in die Gegend - sie hatten den Klassenkampf gegen die Freien Turner als "schönen Ausflug an den Starnberger See" aufgefasst. Entsprechend lustlos tapsten sie über das Geläuf und machten keine ernsthaften Anstalten, überhaupt einen Treffer erzielen zu wollen.

Gegner zu Recht

am Tabellenende

"Wenn du 90 Minuten keine Torchancen herausspielst, stehst du zurecht hinten", kritisierte Klaus Brand den Gegner. Seine Fußballer waren mit mehr Talent und größeren taktischen Möglichkeiten gesegnet, wussten aber damit sehr wenig anzufangen. Heraus kam ein Spiel, das Schwabmünchens Sportlicher Leiter Manfred Bock als "das Schlechteste, was ich jemals in der Landesliga gesehen habe", brandmarkte. Dem Schlusslicht durfte man zugute halten, dass es wohl nicht besser konnte, doch bei den Starnbergern verhinderte die Angst vor der eigenen Courage einen höheren Sieg, "mit dem wir etwas für unser Selbstbewusstsein hätten tun können" (Brand). Den versäumten die Freien, weil sie nach Ansicht ihres Trainers "nicht so torgeil sind".

Jedenfalls hätte es zur Pause nach den Treffern von Kevin Braun (Foulelfmeter/38.) und Robert Weidel (45.) schon höher als 2:0 stehen müssen. Andreas Staude zielte nur knapp vorbei (10.), Weidel blieb an Schwabhausens Keeper Alexander Böhm kleben (13.), und Christian Lippert fand ebenfalls im gegnerischen Torwart seinen Meister (17.).

Darüber hinaus haderte Brand mit Schiedsrichter Christian Heinisch: "Er muss uns in der ersten Halbzeit noch zwei Elfmeter geben." Nach den Fouls an Markus Rieger und Braun blieb seine Pfeife aber stumm. Dafür lag er bei seiner einzigen Strafstoß-Entscheidung goldrichtig, denn Böhm hatte Weidel vollkommen unnötig von den Beinen geholt.

Auch nach der Pause hätte Heinisch noch einen Elfmeter verhängen dürfen, als Pavlos Mavras Marco Friedrich von hinten erwischte (85.). "Von selbst hat sich der Friedrich nicht in die Hacken getreten", giftete Starnbergs Sportlicher Leiter Frank Niederländer.

"Das Spiel war nicht besonders gut", räumte Brand in der Presskonferenz ein. Immerhin sorgte Rieger noch mit zwei brauchbaren Chancen für etwas Kurzweile (47. und 60.), und auch Lippert hätte nach Zuspiel von Rieger eigentlich freistehend treffen müssen. So blieb das 3:0 Markus Schulz vorbehalten, der einen abgewehrten Schuss von Braun abstaubte.

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