Italienischer Nachmittag

- Starnberg – Es war der Tag des Luigi Martorana. Mit seinen zwei Treffern bog der zuletzt oft gescholtene Mittelfeldakteur der FT Starnberg 09 ein fast schon verlorenes Spiel gegen den TSV Eching in der letzten Viertelstunde noch um. „Das Team hat eine unglaubliche Moral“, konnte Joe Albersinger, Trainer der FT Starnberg, sein Glück kaum fassen. Mit dem dritten Erfolg im vierten Match bissen sich die Freien Turner an der Spitze der Bezirksoberliga fest. Kurios: Immer, wenn die Seelöwen bislang 0:1 in Rückstand geraten waren, drehten sie das Spiel noch.

VON TOBIAS HUBER

Allerdings hätten die Gastgeber für ihren zweiten Heimsieg nicht so lange zittern brauchen, wenn sie ihre Chancen in der Anfangsviertelstunde besser genutzt hätten. Doch vor allem Milan Lapuh hatte sein Visier bei seinen drei großen Möglichkeiten noch nicht richtig eingestellt (6./8./11.). Und auf einmal riss der Faden im Starnberger Spiel.

In der 24. Minute konnte FT-Kapitän Mehmet Bastug noch gegen Echings Christoph Schindler in allerletzter Sekunde retten. Nach Stefan Jellbauers Patzer fünf Minuten später war es soweit: Markus Köppl mogelte den Ball irgendwie an FT-Keeper Andreas Auzinger vorbei ins Netz. Dieser Schock saß tief. Einzig Korbinian Rombach hatte kurz vor der Pause noch den Ausgleich auf dem Fuß, doch er scheiterte an TSV-Torwart Steven Ducat.

K Echinger Keeper hilft kräftig mit

In den zweiten 45 Minuten wurden die Hausherren immer dominanter. Doch auch das Powerplay brachte gegen die dicht gestaffelte Gästeabwehr zunächst keine Chancen. "Wir haben immer noch Probleme, das Spiel zu gestalten", erkannte Albersinger. Erst in der 75. Minute wurde es richtig gefährlich vor dem Echinger Tor, doch der eingewechselte Andi Rainer brachte nach einer Lapuh-Flanke nur ein Schüsschen zu Stande.

Drei Minuten später konnten die Seelöwen dann doch jubeln, allerdings unter gütiger Mithilfe von Ducat. Der Echinger Keeper ließ einen eher harmlosen Martorana-Freistoß durch seine rechte Hand rutschen. Auch dem 2:1 ging ein grober Patzer eines Gästeakteurs voraus. Der Pass von Mathias Klaas wäre niemals bei Martorana gelandet, hätte Köppl nicht über den Ball getreten. Der Ex-Gautinger nahm das Geschenk dankbar an und schlenzte die Kugel zwei Minuten vor dem Schlusspfiff zum 2:1-Siegtreffer ins rechte Kreuzeck (88.). Somit waren die Punkte sieben, acht und neun im Sack, und die Freien Turner feierten ihren Italiener.

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