Noch steht in den Sternen, wann der Fußballnachwuchs wieder spielen und trainieren kann.
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Noch steht in den Sternen, wann der Fußballnachwuchs wieder spielen und trainieren kann.

Joachim Fuchs gibt einen Ausblick auf 2021

Verband zieht den Corona-Paragrafen - Spielzeit 2 für Jugendteams abgesagt

Joachim Fuchs rechtfertigt die Entscheidungen und setzt sich dafür ein, die Jugendlichen so schnell wie möglich wieder kicken zu lassen.

Landkreis – Ein schwieriges Jahr liegt hinter allen Nachwuchs-Fußballteams in der Region. Aufgrund der Lockdowns konnten nur wenige Spiele absolviert werden, zeitweise war und ist auch jetzt wieder sogar der Trainingsbetrieb untersagt. Joachim Fuchs, Jugendleiter des Fußball-Bezirks Oberbayern, blickt zurück und gibt zudem einen Ausblick auf das Jahr 2021, das erneut holprig zu beginnen droht.

Die wichtigste Entscheidung traf der Verbandsjugendausschuss in Abstimmung mit den Bezirksjugendleitern Anfang Dezember. So wird die Spielzeit 1, die von Juli bis November 2020 geplant war, im neuen Jahr zu Ende gespielt. Die Spielzeit 2, die von März bis Juni 2021 angesetzt war, wurde abgesagt.

Eine Spielzeit soll auf jeden Fall fertig gespielt werden

„Diese Vorgehensweise wurde im Zusammenspiel mit den Vereinen erarbeitet und beschlossen. Ganz bewusst, um sicherzustellen, dass zumindest eine Spielzeit der Saison 2020/21 auf alle Fälle zu Ende gespielt werden kann“, erklärt Fuchs. Als Gründe führt er an: „Keiner von uns weiß, ob wir tatsächlich im März oder April überhaupt schon wieder spielen dürften. Das aktuelle Infektionsgeschehen und die Beschlüsse der Staatsregierung lassen darauf schließen, dass das nicht der Fall sein wird.“

Durch die getroffenen Entscheidungen hätten die Vereine nun Planungssicherheit für 2021, und die Saison 2021/22 ist – zumindest vorerst – nicht gefährdet. Für alle Mannschaften, die keine oder nur noch wenige offene Partien vor sich haben, soll es alternative Spielrunden für das Frühjahr 2021 geben – dann allerdings ohne zusätzliches Aufstiegsrecht.

Einführung der Meldeligen soll Ungleichheiten ausbessern

Die Planungen der Spielleiter für diese Runden laufen bereits. Die einzige Ausnahme in dem Beschluss stellen die U9- und U11-Ligen dar. Diese Ligen werden abgebrochen und neu angesetzt.

Auch auf die Einführung der Meldeligen geht Fuchs ein. Die Meldeligen ermöglichen es den Vereinen, ihre Teams selbst der Stärke nach in eine Liga von der Gruppe bis hin zur Kreisliga einzuteilen. So soll vermieden werden, dass schwächere Jahrgänge, die auf starke Jahrgänge folgen, in den höheren Ligen dann nur Klatschen kassieren und die Lust am Fußball verlieren. Oder aber auch um starke Jahrgänge, die in die nächsthöhere Altersklasse aufsteigen, entsprechend einzugruppieren.

Oberbayern als einziger Bezirk in Bayern mit Meldeligen

Im Sommer 2020 hatte sich der Bezirk Oberbayern mit einer Mehrheit von über 90 Prozent für die Einführung der Meldeligen entschieden – übrigens als einziger bayerischer Bezirk. Größtenteils hätten die Klubs die Einschätzung ihrer Teams sehr verantwortungsvoll vorgenommen. „Die sportliche Entwicklung und der Spaß am Spiel sollen wieder in den Vordergrund rücken und nicht das reine Erfolgsdenken“, erklärt Fuchs. „Ich bin mir sicher, die meisten von uns wollen weg von den 15:0- oder 1:17-Ergebnissen, die weder dem Sieger noch dem Verlierer weiterhelfen.“ Im Frühjahr soll es noch einmal einen Erfahrungsaustausch zu diesem Thema geben.

Grundsätzlich blickt der Bezirksjugendleiter optimistisch in ein „hoffentlich wieder einigermaßen normales“ Jahr 2021. „Wir befinden uns in einer Situation, die wir alle so noch nicht einmal im Ansatz schon mal so erlebt haben. Trotzdem versuchen wir alle unser Bestes, um den Kindern und Jugendlichen möglichst schnell wieder das Trainieren und Spielen zu ermöglichen.“ Bisher sei man – so findet Fuchs – einigermaßen gut durch diese schwierige Situation gekommen. Das liege vor allem daran, „weil es ein Miteinander zwischen den Vereinen und dem Verband gegeben hat und mit Sicherheit weiter geben wird“. ts

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