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Taifun Yarangünü will mit seinem Team nächste Saison wieder angreifen. 

Top-5 als Saisonziel 

„Können nächste Saison angreifen“ - Herrsching im Übergangsjahr

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Für Taifun Yarangünü ist es ein Jahr des Übergangs. „Wenn sich alle Automatismen gefestigt haben, denke ich, dass wir nächste Saison angreifen können“, sagt der Vizekapitän des TSV Herrsching.

Herrsching – Bis es so weit ist, schrauben sie am Ammersee an einer neuen Mannschaft, die zwar aus den altbekannten Spielern besteht, die sich aber einen lebendigen und frischen Geist implantiert haben. Der ehemalige Bezirksligist steht zu Beginn der Winterpause zwar nur auf Tabellenplatz acht der Kreisklasse 4, aber irgendwie scheint es so, dass die Kicker vom Ammersee auf einmal Lust auf mehr verspüren.

„Diese Saison wollen wir unter den ersten Fünf abschließen, und nächstes Jahr werden wir angreifen“, verspricht Yarangünü selbstbewusst. Es weht ein frischer Wind beim TSV, seit Robert Rakaric im Sommer das Kommando übernahm. Der Spielertrainer hatte mit seinem Team schwere Wochen zu überstehen, das so anders tickte als all die Mannschaften, bei denen der 33-Jährige zuvor gekickt hatte. Auch wenn er manchmal der Verzweiflung nahe war, hielt der Coach tapfer durch, obwohl ihn seine Spieler mit äußerst seltsamen Verhaltensweisen immer wieder in Trab hielten. „Die letzten fünf Jahre kann man nicht in zwei Monaten wettmachen“, stellt Yarangünü klar.

Allmählich drang Rakaric mit seiner bodenständigen Auffassung von Fußball bei seinen Spielern durch. Aber nicht bei allen. Nur noch 13 Akteure zählt der Kader des TSV, nachdem einige Kicker einsahen, dass sie sich entweder ändern oder ihren Platz räumen müssen. Für die Mannschaft selbst war das kein Nachteil. „Auf die Leute, die da sind, ist Verlass“, meint Yarangünü. Jahrelang ließen es die Herrschinger damit gut sein, sich einfach durch die Saison zu lavieren. Mal gewann die Mannschaft, mal verlor sie, aber am Ende kam sie über triste Mittelmäßigkeit nicht hinaus. Nebenbei wurde im kurzen Rhythmus ein Trainer nach dem anderen ausgetauscht. Schuld an der Misere hatten vermeintlich immer nur die Übungsleiter, die Spieler waren fein raus. Da ihnen von der Sportlichen Leitung auch immer ihr Wunsch erfüllt wurde, durften sie sich in ihrem Treiben bestätigt fühlen.

Mit Rakaric hat ein Umdenken beim TSV eingesetzt. „Er findet die richtigen Worte“, lobt Yarangünü, der die Bedeutung des Trainers bei diesem Prozess hoch einstuft. Vor allem fand der Coach den richtigen Zugang zu seiner Mannschaft. Zum ersten Mal mussten die Spieler selbst Verantwortung übernehmen und ihre Komfortzone verlassen. „Der Trainer vertraut uns“ stellt Yarangünü fest, „er gibt uns Aufgaben“. Die Selbstständigkeit, die sich die Spieler erarbeiteten, führte dazu, die Dinge anders zu bewerten als bisher. Yarangünü spricht von „taktischer Disziplin“, wenn es darum geht, sich penibel an den Matchplan zu halten. Er spricht von der Disziplin jedes Einzelnen und verweist auf die Fairnesstabelle. Bei 30 Gelben Karten und einer Roten in 15 Begegnungen sieht er aber noch „Luft nach oben“.

Geändert hat sich auch das Trainingsverhalten am Ammersee. Die allgemeine Beteiligung ist größer als in den vergangenen Jahren, obwohl die Ansprüche unter Rakaric gestiegen sind. Was der Mannschaft bei allem Eifer noch fehlt, sind die nötigen Tore. Aber auch hier arbeitet Coach Rakaric mit seinem Team an tragfähigen Lösungen. „Wir müssen torgefährlicher werden“, fordert Yarangünü – nicht nur von den Stürmern, sondern auch von der Abwehr und dem Mittelfeld. Schließlich will der Verteidiger keine leeren Versprechungen machen. Platz fünf ist nur zwei Punkte entfernt. Nach der Winterpause werden die Herrschinger angreifen.

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