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Seine Saisontore Nummer 15 und 16 erzielte Sebastian Lebek (vorne) für den Gautinger SC gegen den SC Weßling.

Gilchings Reserve feiert klaren Sieg

Weßling kann Aufstiegsambitionen begraben - Inning geht unter

  • vonChristian Heinrich
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Der SC Weßling verabschiedet sich nach der Niederlage gegen den GSC aus dem Aufstiegsrennen. Inning geht in Günzlhofen unter. Gilchings Reserve jubelt in Fürstenfeldbruck.

SC Weßling – Gautinger SC 2:5 (0:2)

Tore: 0:1 Lebek (35.), 0:2 Heitzer (40.), 0:3 Meyer (57.), 1:3 Sturm (58.), 1:4 Lebek (69.), 1:5 Müller (83.), 2:5 Sturm (88.)

„Jetzt ist der Haken dahinter.“ Martin Jakob hat die letzten Hoffnungen auf das Erreichen des zweiten Tabellenplatzes in der Kreisklasse 1 aufgegeben. Der Weßlinger Abteilungsleiter war nach der Pleite gegen Gauting absolut fassungslos über die Vorstellung seiner Elf, die wie am vergangenen Donnerstag beim Abgesang gegen Alling zunächst jegliche Einstellung vermissen ließ. „Da war nicht viel Leidenschaft da“, kritisierte er sein Team. Zwar verbuchten die Platzherren zwei gute Chancen, aber es fehlte mal wieder die Entschlossenheit, sie zu nutzen. Ganz anders die Gautinger, die zehn Minuten vor der Pause durch Sebastian Lebek in Front gingen und von diesem Tor an das Geschehen bestimmten. „Wir waren die dominierende Mannschaft“, stellte Uwe Lehner vollkommen zurecht fest. Die Laune des Gautinger Trainers wurde immer besser, als als Daniel Heitzer kurz vor der Pause eine von zahlreichen weiteren Möglichkeiten der Gäste verwertete. „Es hätte schon zur Halbzeit 2:5 stehen können“, gab Jakob zu, dass seine Elf noch gut davon gekommen ist. Dass das Endergebnis dann so lautete, lag auch daran, dass die Mannschaft von der Würm das kurze Aufbäumen der Weßlinger heil überstand, als Marius Sturm nach dem 0:3 von Dennis Meyer der erste Treffer für die Platzherren gelang. Die Gautinger schalteten einen Gang höher und sorgten abermals durch Lebek und Patrick Müller für die Entscheidung. Sturm konnte das Ergebnis nur noch korrigieren. Lehner sieht den Grund für die Leistung des ehemaligen Aufstiegsaspiranten in der Personalmisere des Kontrahenten:„Man hat gemerkt, dass Weßling Verletzungspech hat.“ Sein Team, das in der Vorbereitung nur eine einzige Partie bestritt, ist mit zwei Siegen absolut im Soll. „Die Ausbeute ist richtig gut“, sagte der Coach.

TSV Fürstenfeldbruck West – TSV Gilching-A II 0:4 (0:1)

Tore: 0:1 Acku (26.), 0:2, 0:3 Kokic (55./66.), 0:4 Boitin (89.)

Nach dem Sieg in Fürstenfeldbruck wurde Robert Brand erst einmal eine Kampfansage los. „Wir geben uns noch nicht geschlagen“, kündigte der Trainer der Gilchinger Reserve an, den zweiten Tabellenplatz angreifen zu wollen. Da der SC Weßling gewaltig schwächelt und sich der TSV Geiselbullach mit sieben Punkten Vorsprung auf die Argelsrieder nicht vollkommen sicher fühlen darf, ist diese Ansage gar nicht so abwegig. Zumal seine Kicker Brands Worten auch Taten folgen ließen. Anders als in der Vergangenheit bewahrten die Gilchinger in Bruck die Ruhe und ließen sich überhaupt nicht provozieren. Dass zwischen beiden Rivalen nichts anbrannte, war auch der fantastischen Leistung von Schiedsrichter Helge Hebestreit zu verdanken, der das Geschehen jederzeit im Griff hatte. „Er hat überhaupt keine Diskussionen aufkommen lassen“, lobte Brand den Unparteiischen. Auch seine Fußballer sorgten relativ schnell für klare Verhältnisse. Mitte der ersten Halbzeit wuchtete Emre Acku den Ball nach einem Gewühl im Strafraum in die Maschen. West war bis auf einen Konter kaum gefährlich. Lukas Hornung bereitete zehn Minuten nach dem Wiederanpfiff das 0:2 von Armando Kokic vor. Das entscheidende dritte Tor markierte Kokic nach einer feinen Einzelleistung. Den Schlussakkord setzte Fabian Boitin, der sich an der Mittellinie ein Herz fasste, zwei Brucker stehen ließ und den Ball über den herauseilenden Keeper ins Netz lupfte. „Ein wunderschönes Tor“, schwärmte der Gilchinger Trainer.

VSST Günzlhofen – SV Inning 7:1 (2:1)

Tore: 1:0 Zach (4.), 2:0 Beqiri (FE/9.), 2:1 Heilander (18.), 3:1 Demiraslan (FE/48.), 4:1 Roth (60.), 5:1 Demiraslan (75.), 6:1 Beqiri (85.), 7:1 Demiraslan (88.) – Rote Karte: Pangerl/SVI (Spielerbeleidigung/70.)

„Ich weiß nicht, was wir verbrochen haben“, sagte Mathias Müller nach der Klatsche in Günzlhofen. Der Inninger Trainer kann sich die Talfahrt seines Teams nicht so ganz erklären. Inzwischen steht seine Mannschaft nur noch einen Platz vor der Abstiegszone. „Es läuft alles gegen uns“, stellt der Coach ernüchtert fest. In Günzhofen war das nicht anders. Da war zum einen der junge Referee Niklas Pöhlker, von dessen Entscheidungen sich Müller hin und wieder benachteiligt fühlte. „Er war maßlos überfordert“, konstatierte der Coach. Doch eine Schuld war dem Unparteiischen nicht anzulasten, „Wenn man 1:7 verliert, darf man das nicht auf den Schiri schieben“, erklärte der Trainer. Die ersten vier Treffer, die seine Elf kassierte, entsprangen jeweils einer Standardsituation. Michael Zach und Heiko Roth trafen nach einer Ecke, während Qendrim Beqiri zwei Strafstöße verwandelte. Michael Heilander hatte zwischenzeitlich das 1:2 erzielt und die Inninger Hoffnung auf eine Überraschung aufrecht erhalten. Die lösten sich spätestens in der 70. Minute in Luft auf, als Martin Pangerl wegen Schiedsrichterbeleidigung Rot sah.  

(Christian Heinrich) 

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