Leitete mit seinem 1:0 den ungefährdeten Heimsieg des TSV Oberalting gegen den 1. SC Gröbenzell ein: Patrick Kasper (r.) traf in der 40. Minute.
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Leitete mit seinem 1:0 den ungefährdeten Heimsieg des TSV Oberalting gegen den 1. SC Gröbenzell ein: Patrick Kasper (r.) traf in der 40. Minute.

SV Inning fürchtet schwere Saison

Kreisklasse 1: Verletzungsschock und erste Niederlage für Weßling - Dötsch schimpft über Gegner

  • VonChristian Heinrich
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Christian Feicht verliert erstmals mit dem SC Weßling. Eine Verletzung überschattet die Niederlage. Thomas Dötsch ärgert sich über den SC Gröbenzell.

TSV Oberalting gegen SC Gröbenzell: Dötsch schimpft über Taktieren der Gäste

Thomas Dötsch traute seinen Augen kaum. Da hatte sich mit dem 1. SC Gröbenzell eine der wenigen Mannschaften in der Kreisklasse 1 angesagt, die noch nicht verloren hatten, und dann das. Zum Leidwesen des Oberaltinger Trainers war der Sportclub nicht an einer offenen Auseinandersetzung interessiert und verschanzte sich fast das gesamte Spiel in der eigenen Hälfte. „Die haben in der 81. Minute das erste Mal auf unser Tor geschossen“, wunderte sich der Coach.

Die Passivität des Gegners resultierte vielleicht aus der frühen Anstoßzeit am Samstagmorgen um 10 Uhr. Für sein Team hatte jedenfalls Morgenstund Gold im Mund. Daran änderte auch das Gezerre um die Trikots nichts. Wie immer waren die Seefelder zu Hause in Schwarz aufgelaufen, währen der Rivale in Schwarz-Blau antrat. Bei der ersten Trinkpause hatte der Schiedsrichter dann genug und verordnete, dass die Platzherren Trikots in einer anderen Farbe anziehen sollten, nachdem sie es zuvor mit ihren Aufwärm-Dressen versucht hatten. Dötsch war mit dem Taktieren der Gröbenzeller nicht einverstanden: „Sie wollten uns mit allen Mitteln aus dem Konzept bringen.“ Genutzt hat es ihnen nichts. Patrick Kasper erzielte fünf Minuten vor der Pause die Führung für den TSV. Nach dem Seitenwechsel machten Giga Bechvaia und Jean-Luca Dötsch den Deckel drauf.

TSV Oberalting – 1. SC Gröbenzell 3:0 (1:0)

Tore: 1:0 Kasper (40.), 2:0 Bechvaia (66.), 3:0 Dötsch (80.)

SC Olching II gegen SC Weßling: Erste Niederlage für Feicht - „Verletzung von März-Vorisek viel bitterer“

Die erste Pleite unter seiner Ägide war für Christian Feicht noch zu verschmerzen. „Die Verletzung von Luis März-Vorisek ist viel bitterer als die Niederlage“, räumte der Trainer des SC Weßling ein. Kurz vor Schluss hatte sich der 19-Jährige bei einem Check des Olchinger Zwei-Meter-Hünen Louis Frank die Schulter gebrochen. „Er ist unglücklich aufgekommen“, sagt der Coach. Auch seine Elf erlebte eine unsanfte Bauchlandung. Anfangs sah es noch so aus, als könnte der bisherige Tabellenführer die zahlreichen angeschlagenen und urlaubenden Spieler kompensieren. Nach einer guten Viertelstunde markierte Marius Sturm die Führung für den Sportclub. Wenige Minuten später schickte Tim Oliver Prammer das 2:0 hinterher. „Danach darf eigentlich nichts mehr passieren“, meinte Feicht. Aber seine Elf gab den Vorsprung wieder aus der Hand. Der Anschluss durch einen verwandelten Strafstoß von Thomas Dechent fiel zu einer Phase, in der die Weßlinger viel zu nachlässig in der eigenen Abwehr agierten. Es war das erste Gegentor, das der SCW in dieser Saison kassierte. In der Folgezeit deutete nichts darauf hin, dass die Olchinger in der Schlussphase noch zwei weitere Treffer durch Thomas Schneider und abermals Dechent folgen lassen würden. Weßling dominierte die Partie und hätte durch Sturm, der nur den Pfosten traf, Markus Hüttling und Jakob Brugger den Vorsprung ausbauen müssen. Als Manuel Feicht in der 73. Minute das Feld entkräftet verließ, fehlte den Weßlingern ein wichtiger Stabilisator in der Defensive. Feicht ärgerte sich dann doch über die überflüssige Niederlage: „Wenn wir ein bisschen cleverer sind, fahren wir das Spiel heim.“

SC Olching II – SC Weßling 3:2 (1:2)

Tore: 0:1 Sturm (17.), 0:2 Prammer (26.), 1:2 Dechent (34./FE), 2:2 Schneider (78.), 3:2 Dechent (90.+4)

SV Germering gegen TSV Gilching II: Trainer Brand überrascht - Siegtorschütze war gar nicht eingeplant

„Normalerweise geht so ein Spiel 1:1 aus“, sinnierte Robert Brand nach der Partie in Germering. Dass der Gilchinger Trainer dennoch einen Dreier einpacken durfte, lag wahrscheinlich auch an der alten Mär, dass den Mannschaften, die oben stehen, das Glück ohnehin hold ist. Und so fuhr der TSV bei brütender Hitze seinen dritten Dreier im vierten Saisonspiel ein. „Wir haben die Englische Woche mit insgesamt sechs Punkten gut hinter uns gebracht“, zog Brand ein positives Fazit. Nach der ersten Augusthälfte ist sein Team jedenfalls bei der Musik dabei. Zu verdanken hatten die Gilchinger ihren Arbeitssieg Fabian Baran, der nach einer Stunde mit einem halbhohen Ball ins lange Eck das Tor des Tages erzielte.

Den Schützen hatte Brand eigentlich gar nicht auf der Rechnung gehabt. Erst um 6 Uhr war Baran am Sonntagmorgen aus dem Urlaub zurückgekehrt. Die Sommerfrische hat ihn so sehr gestärkt, dass er seine Chance im Gegensatz zu seinen Mitstreitern prompt verwertete. Tobias Hänschke, Yasar Dayik und Mert Mizrak scheiterten dagegen in aussichtsreicher Position. Mizrak ganz besonders knapp. Sein Heber über den weit vor seinem Gehäuse postierten Germeringer Keeper prallte gegen die Unterkante der Latte. Ins Gewicht fielen dieser wie andere Fehlschüsse aber nicht, weil die Platzherren von Anfang an viel zu ängstlich agierten und sich darauf beschränkten, das 0:0 zu halten. Eine Taktik, die fast aufgegangen wäre. Nur kam Baran zu früh aus dem Urlaub zurück.

SV Germering – TSV Gilching-A. II 0:1 (0:0)

Tore: 0:1 Baran (60.)

Gautinger SC gegen TSV Geiselbullach: „Wir waren auf der letzten Rille“ - Lehner sah keine Chance

Am Ende der Englischen Woche fehlte den Gautinger Fußballern einfach die Kraft. „Wir waren auf der letzten Rille“, stellte Uwe Lehner fest. „Die Jungs konnten nicht mehr.“ Für den Trainer hatte das Spiel mit zwei Hiobsbotschaften begonnen. Leon Schwarzenbach (Erkältung) und Christoph Keller (Fußverletzung) fielen kurzfristig aus. Da der Coach auch noch weitere Stammkräfte ersetzen musste, bevölkerten drei Akteure aus der Reserve die Bank. Die Ausfälle waren nicht zu kompensieren. „Ich habe uns über die gesamten 90 Minuten nicht auf der Siegerstraße gesehen“, räumte Lehner ein. Der TSV Geiselbullach war klar überlegen. Gautings Keeper Andre Noske verhinderte im zweiten Spielabschnitt mit einigen tollkühnen Paraden eine weitaus höhere Niederlage. Nur in der ersten halben Stunde konnte der Sportclub das Geschehen offen gestalten.

Die frühe Führung von Moritz Rindermann nach nur drei Minuten nährte zwar die Hoffnung, dass die Würmtaler nach dem TSV Oberalting auch noch dem zweiten Favoriten ein Bein stellen könnten. Aber mit der Zeit übernahm Geiselbullach das Kommando und schaffte durch Maximilian Blum den Ausgleich. Auch nach dem 1:2 durch Atdheton Tahiri gaben sich die Platzherren noch nicht geschlagen. „Wir haben alles reingeworfen“, lobte der Trainer den Kampfgeist seiner Kicker. Lukas Bründl machte acht Minuten vor dem Abpfiff aber alles klar. Es war der fünfte Saisontreffer des Goealgetters. Sein Gautinger Pendant Basti Lebek ging dagegen zum ersten Mal in dieser Runde leer aus. In der Anfangsphase war ein Schuss von ihm noch auf der Linie geklärt worden. „Das hätte uns auch nicht geholfen“, meinte Lehner. Seinem Team hätte selbst ein 2:0 nicht gereicht, um etwas Zählbares zu ergattern.

Gautinger SC – TSV Geiselbullach 1:3 (1:1)

Tore: 1:0 Rindermann (3.), 1:1 Blum (12.), 1:2 Tahiri (62.), 1:3 Bründl (82.)

SV Inning gegen FC Emmering: Theobald-Treffer schürt Ängste beim SV - „Werden es diese Saison schwer haben“

Vier Spiele, vier Niederlagen. Die traurige Bilanz der Inninger ruft bei Mathias Müller die schlimmsten Befürchtungen wach. „Wir werden es in dieser Saison sehr schwer haben“, mutmaßt der Trainer nach dem missratenen Saisonstart. Der Coach hatte sich gegen den FC Emmering schon etwas ausgerechnet, doch seine Mannschaft präsentierte sich wieder einmal so wie schon so oft in dieser Runde. „Wir tun uns schwer, den Ball über die Linie zu bugsieren“, analysierte Müller das Hauptproblem beim Sportverein.

Bis zum gegnerischen Strafraum hatte er am Vortrag seiner Elf auch gegen den Fußballclub nichts zu bemängeln. „Doch dann treffen wir die falschen Entscheidungen.“ Im August wird er diese Schwachstellen kaum korrigieren können. Er rechnet sogar mit einer Fortsetzung der Pleitenserie. denn: „Jetzt beginnt bei uns die Urlaubszeit.“ Immerhin sind es für sein Team in diesem Monat nur fünf und keine sechs Begegnungen. Doch dies ist nur ein schwacher Trost, wenn sich Müller vor Augen ruft, wie die Niederlage letztlich zustande kam. Praktisch mit dem Halbzeitpfiff erzielte Maximilian Theobald den entscheidenden Treffer des Spiels. Es war der erste Torschuss für die Gäste in diesem Spiel, nachdem die Inninger Abwehr einen Ball zum Gegner abgewehrt hatte. „Das passt ins Bild“, sagte Müller. Trotz einiger Gelegenheiten nach der Pause verpasste seine Mannschaft den Ausgleich. Zu entschuldigen gibt es für Müller trotzdem nichts. „Das haben wir uns selbst zuzuschreiben.“ (hch)

SV Inning – FC Emmering 0:1 (0:1)

Tore: 0:1 Theobald (45.)

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