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Kreisklasse 1: TSV Oberalting setzt Negativlauf fort - Weßling zerlegt TSV West

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Von: Christian Heinrich

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Zweimal geschlagen: Innings Torhüter Alexander Hein.
Zweimal geschlagen: Innings Torhüter Alexander Hein. © Andrea Jaksch

Der SV Inning feiert ein undurchsichtiges Remis gegen Alling. Fürstenfeldbruck kommt in Weßling unter die Räder. Oberalting verliert wieder. Kreisklasse 1 kompakt.

FC Emmering – Gautinger SC 1:0 (0:0)

Tor: 1:0 Theobald (65.)

Es war zum Verzweifeln für Uwe Lehner. Als sich Dennis Meyer in der zweiten Halbzeit eine der rar gesäten Torchancen für seine Mannschaft bot, scheiterte der Gautinger an Emmerings Keeper Christoph Vogel. „Das wäre das 1:1 gewesen“, trauerte der Coach des Sportclubs der vergebenen Möglichkeit hinterher. Und weil sich sonst auch nicht mehr viel Bewegendes tat, blieb es beim 1:0 für den Fußballclub, das Maximilian Theobald nach einer guten Stunde erzielt hatte. „Wir hätten uns ein Unentschieden verdient gehabt“, sagt der Trainer des GSC. Wie schon so oft in dieser Saison kämpften die Gautinger wieder einmal bis zum Umfallen, aber am Ende glücklos. Der Grund für die knappe Niederlage war denn auch nicht auf dem Rasen zu suchen, sondern auf der Ersatzbank. Nur zwei Kicker hatte Lehner in Reserve dabei, obwohl die Partie der zweiten Mannschaft für dieses Wochenende abgesagt wurde. Weite Teile des Kaders befinden sich schon im Osterurlaub oder hatten triftige private Gründe, die sie vorschoben, um nicht mit nach Emmering fahren zu müssen. „Das muss man verstehen“, sagte Lehner und hörte sich dabei an, als hätte er gerade in eine Zitrone gebissen. So blieb ihm nur die Erkenntnis, dass ohne die entsprechenden personellen Alternativen in dieser Saison wenig zu holen sein wird.


FC Puchheim – TSV Oberalting-S. 1:0 (0:0) Tor: 1:0 Lutz (65.)

Der TSV Oberalting-Seefeld darf sich so langsam seine Titelträume abschminken. Beim FC Puchheim kassierte die Mannschaft von Trainer Thomas Dötsch bereits die dritte Niederlage in Serie in diesem Jahr. Fünf Punkte beträgt mittlerweile der Abstand auf Tabellenführer TSV Geiselbullach, der allerdings zwei Begegnungen weniger bestritten hat. Auch der SC Weßling gerät so langsam außer Reichweite. Der Zweite der Rangliste, der ebenfalls noch zwei Partien nachzuholen hat, steht um vier Zähler besser da. Wie schon bei den Pleiten gegen Gröbenzell (0:2) und in Egenburg (0:2) erzielten die Seefelder erneut keinen Treffer. Zuvor hatten sie in 16 Partien noch 58-mal eingenetzt. In der Vorbereitung auf die Rückrunde schien die Mannschaft nicht nur ihre Motivation, sondern auch ihre Effizienz eingebüßt zu haben. „Wenn man in 270 Minuten kein Tor schießt, kann man kein Spiel gewinnen“, räumte Dötsch ein. Warum das so ist, konnte der Übungsleiter nicht genau sagen. „Da kommt viel zusammen.“ Deutlicher wurde der Trainer, als es um die Leistung des Schiedsrichters ging, den er als „160 Kilo im Mittelkreis“ definierte. „Wie man die Gesundheit von 22 Spielern so auf die Probe stellen kann, verstehe ich nicht.“ Dötsch monierte, dass der Referee die Fouls auf beiden Seiten nicht konsequent genug unterband.

SC Weßling – TSV FFB West 7:0 (5:0)

Tore: 1:0 Izadin (1.), 2:0 Stefaniak (34.), 3:0 Prammer (36.), 4:0 Waechter (FE/39.), 5:0 Stefaniak (40.), 6:0 Prammer (56.), 7:0 Huber (80.)

„Es war ein Sieg, der sehr grausam war“, räumte Christian Feicht ein. Der Erfolg wurde für den Trainer des SC Weßling auch nicht besser durch die sieben Tore, die seine Mannschaft erzielte. Denn die mussten gegen die desolaten Brucker irgendwann zwangsläufig herausspringen. Der Trainer nutzte die Partie gegen den Tabellenvorletzten dazu, seinem Personal reichlich Spielpraxis zu verschaffen. Bereits nach der ersten Halbzeit war der Drops gelutscht. Diar Izadin, Jan Robert Stefaniak, Tim Oliver Prammer, Robin Waechter (Strafstoß) und erneut Stefaniak hatten einen Bruchteil der Möglichkeiten genutzt und damit die Begegnung entschieden. Nach dem Seitenwechsel durften sich Patrick Feicht, Mark Nahrstedt, Jakob Brugger und Josue Kabeya noch ein wenig die Füße vertreten, was im Hinblick auf das Nachholspiel am Gründonnerstag beim SV Inning nicht das Schlechteste war. „Wir haben jetzt wieder 16 Spieler“, sagte Feicht. Er ist froh, dass ihm endlich fast sein gesamter Kader zur Verfügung steht. Denn die nächsten Gegner werden stärker sein als die Brucker, die nach der Pause nur noch zwei Treffer durch Prammer und Benedikt Huber schlucken mussten.

TSV Gilching-A. II – SC Olching II 2:2 (2:0)

Tore: 1:0 Baran (20.), 2:0 Boitin (FE/25.), 2:1 Renn (56.), 2:2 Rusch (62.)

„Wir haben zwei wichtige Punkte verloren“, lautete die Bestandsaufnahme von Robert Brand nach dem 2:2 (2:0)-Unentschieden gegen die zweite Garde des SC Olching. Der Gilchinger Trainer macht sich nach dem Remis kaum noch Hoffnungen, dass seine Mannschaft den TSV Geiselbullach im Titelrennen noch abfangen kann. „Die marschieren und marschieren.“ Seine Kicker marschierten auch, aber nur eine Halbzeit lang. 25 Minuten waren gespielt, da sah es nach einer klaren Sache für den TSV aus. Zunächst hatte Fabian Baran einen Freistoß in den Olchinger Giebel gedrechselt. Dann verwandelte Fabian Boitin noch einen Foulelfmeter, den Jonas Engelhardt herausgeholt hatte. Einen dritten Treffer verhinderte der Schiedsrichter, der bei Tobias Hänschkes Schuss eine Hand im Spiel gesehen haben wollte. Der sichere Vorsprung verleitete die Platzherren zum Übermut. „Wir haben die Akkus runtergefahren“, stellte Brand fest. Seine Fußballer schalteten nach der Pause in den Sparmodus. Für Olching kam dieses Signal wie gerufen. Es dauerte nur eine Viertelstunde, da egalisierten Dominik Renn und Valentin Rusch das Ergebnis. Kurz vor Schluss besaß Lukas Schmidt die Chance zum 3:2 für den TSV, scheiterte aber am Quergestänge. Den Abpraller donnerte Hänschke in die Wolken.

SV Inning – TSV Alling 2:2 (0:1)

Tore: 0:1 Musliu (9.), 0:2 Altmann (51.), 1:2, 2:2 Scheidl (75., 90.+4)Gelb-Rot: Drobny/TSV (72., wiederh. Foulspiel)

Die letzte Aktion der Partie war etwas nebulös. „Ich glaube, er weiß selbst nicht, wie er ihn reingemacht hat.“ Peter Rothamel mutmaßte, dass Xaver Scheidl der Durchblick beim späten Ausgleichstreffer fehlte. Aber egal, ob der Schütze nun mit dem Knie getroffen hatte, wie der Inninger Abteilungsleiter vermutete, oder mit einem anderen Körperteil – der Ball fand auf reguläre Weise den Weg ins Netz. Das 2:2 sorgte für große Erleichterung bei den Inningern, die mit diesem Remis nicht nur den Gegner in der Tabelle auf Distanz halten, sondern auch ein wenig Wiedergutmachung für die jüngsten Eindrücke leisteten. Allerdings war dem Team eine Stunde lang kaum anzusehen, dass es die vergangenen vier Trainingseinheiten mit voller Kapelle absolviert hatte. „Wir haben 60 Minuten gebraucht, um ins Spiel zu finden“, stellte Rothamel fest. Diese Zeit nutzten die Allinger, um durch Egzon Musliu und Andreas Altmann mit 2:0 in Front zu gehen. Vielleicht hätte dieser Vorsprung bis zum Abpfiff gehalten, wenn sich Erik Drobny nicht innerhalb von sechs Minuten zwei gelbe Karten abgeholt hätte. Zu zehnt ging den Gästen langsam die Kraft aus. Eine Viertelstunde vor Schluss schaffte Scheidl den Anschluss. Einige nervenaufreibende Minuten und zahlreiche vertane Chancen später schlug er zum zweiten Mal zu. Aber egal wie, „wir haben uns am eigenen Schopf gepackt und aus dem Sumpf gezogen“, sagte Rothamel erleichtert. (hch)

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