Der SV Inning marschiert weiter: Gegen den Gautinger SC feierten die Ammerseer einen 3:0-Erfolg. Das 2:0 erzielte Constantin Sar (r.); mit ihm freut sich Leonard Schnepper (l.).
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Der SV Inning marschiert weiter: Gegen den Gautinger SC feierten die Ammerseer einen 3:0-Erfolg. Das 2:0 erzielte Constantin Sar (r.); mit ihm freut sich Leonard Schnepper (l.).

Rummelsberger feiert mit 3:0 beim Gautinger SC seinen Einstand

Kreisklasse 1: SV Inning siegt auch mit neuem Trainer - Weßling deklassiert Alling

  • VonChristian Heinrich
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Der SC Weßling schießt sieben Tore gegen den TSV Alling. Innings Neu-Coach feiert seinen Debüt-Sieg in Gauting und der TSV Oberalting gewinnt ein irres Spiel in Olching.

SC Olching II – TSV Oberalting-S. 3:6 (0:3) Tore: 0:1, 0:2 R. Maloku (1., 35.), 0:3 Bechvaia (45.+1), 1:3 Jurinek (61.), 1:4 Dötsch (64.), 2:4 Alskandar (66.), 2:5 R. Maloku (72.), 3:5 Füll (84.), 3:6 Dreher (90.)

„Es hatte auch das eine oder andere Tor mehr sein können“, lautete das Fazit von Thomas Dötsch nach der Partie in Olching. Für den Trainer des TSV Oberalting gaben die neun Treffer, die insgesamt fielen, nur einen Bruchteil der Chancen wider, die sich insbesondere seine Mannschaft erwirtschaftete. Da schmeichelte der Halbzeitstand von 3:0 noch dem Sportclub. Die frühe Führung von Ritvan Maloku war der Dosenöffner für eine Partie, die auf dem kleinen und vor allem tiefen Olchinger Rasen auch ganz anders hätte laufen können. „Das hat uns in die Karten gespielt“, räumte Dötsch ein. Mit der Führung im Rücken ließ es sich ganz gut spielen. Bis zum 2:0, das wiederum Maloku erzielte, hätten die Seefelder laut Dötsch noch einen Strafstoß bekommen und die eine oder andere Chance verwerten müssen. Als Giga Bechvaia immerhin das 3:0 köpfte, war die Partie sowieso entschieden. Nach dem Seitenwechsel folgte ein offener Schlagabtausch, der vor allem den Zuschauern gefiel. Beide Seiten wechselten sich mit dem Toreschießen ab. Kevin Jurinek verkürzte, Jean-Luca Dötsch stellte den alten Abstand wieder her, dann traf Banipal Alskandar zum 2:4, während kurz darauf Maloku seine dritte Kiste markierte. Alexander Füll betrieb noch einmal Ergebniskosmetik, bevor Moritz Dreher das halbe Dutzend voll machte. Die drei Gegentreffer wollte Dötsch nicht überbewerten: „Das wäre Jammern auf hohem Niveau.“

FC Emmering – TSV Gilching-A. II 4:1 (3:1) Tore: 1:0 Lichtenstern (17.), 1:1 Hänschke (35.), 2:1 Kljajic (41./FE), 3:1 Junker (45.), 4:1 Samir (89.) – Gelb-Rot: Wiedemann/TSV (90., wiederh. Foulspiel)

„Wir haben das Glück, aber wir nehmen es nicht an.“ Robert Brand verzweifelte an seiner Mannschaft. Wie in den vergangenen Spielen sah der Trainer der Gilchinger Reserve wieder einen ansprechenden Auftritt seiner Fußballer. Doch die Punkte steckten die Emmeringer ein, weil sie einfach das besitzen, was dem TSV momentan abgeht: Cleverness. „Wenn wir die Dinger nicht machen...“, sinnierte Brand. Vor allem in der Anfangsphase drehte sein Team groß auf, sodass dem Fußballclub schwindlig wurde. Aber das erste Tor erzielten dann doch die Platzherren, weil sich die Gilchinger bei zwei Situationen in der Defensive recht dilettantisch anstellten. Das 1:0 von Markus Lichtenstern warf die Gäste jedoch nicht aus der Bahn. Nach einer halben Stunde markierten sie endlich ihren ersten Treffer durch Tobias Hänschke. Lange freuen konnten sie sich über den Ausgleich nicht, weil Hendrik Obemeyer ziemlich unnötig einen Emmeringer an der Strafraumkante von den Beinen holte und der Schiedsrichter sofort auf Elfmeter entschied. Nikola Kljajic ließ sich die Chance nicht entgehen und verwandelte vom Kreidepunkt. Auch beim dritten Treffer von Florian Junker sah die Gilchinger Defensive nicht gut aus. Der Doppelschlag kurz vor der Pause löste bei den Gästen eine Trotzreaktion in der zweiten Halbzeit aus. Korbinian Kroiß hatte Pech, dass sein Schuss noch von der Linie gekratzt wurde. In der Schlussminute besorgte Dani Samir dem TSV, der sich zu diesem Zeitpunkt bereits aufgegeben hatte, den Rest.

SC Weßling – TSV Alling 7:0 (3:0) Tore: 1:0 Brugger (1.), 2:0 Neurath (9.), 3:0 Sturm (32.), 4:0 Huber (55.), 5:0 Sturm (65./FE), 6:0 Sturm (69.), 7:0 Sturm (84.) – Bes. Vorkommnisse: Marius Sturm erzielt lupenreinen Hattrick in 19 Minuten.

„Wir sind in der Position des Jägers“, sagte Christian Feicht und stellte damit klar, dass seine Mannschaft gegen Alling nachziehen musste, nachdem Oberalting und Geiselbullach am Samstag schon vorgelegt hatten. Die Art und Weise, wie seine Kicker das machten, nötigte dem Weßlinger Trainer großen Respekt ab. „Wir waren von der ersten Minute an konzentriert und aggressiv.“ Selbst als sich ein hohes Ergebnis abzuzeichnen begann, ließ der Sportclub nicht locker. In besonderer Torlaune präsentierte sich Marius Sturm, der insgesamt vier Treffer erzielte und damit seine Quote auf insgesamt 18 Tore in dieser Saison ausbaute. „Er will immer sein Tor machen“, lobte Feicht den Stürmer mit dem besonderen Sinn für Statistik und Schönheit. Seinen ersten Treffer markierte er mit einem akrobatischen Seitfallzieher, die Tore zwei bis vier innerhalb von nur 19 Minuten: Ein Turbo-Hattrick. Sturm war jedoch nicht der einzige, der aufs Tempo drückte. Bereits in der ersten Minute eröffnete Jakob Brugger den Torreigen, nur acht Minuten später legte Yannick Neurath nach. Obwohl die Allinger versuchten, mit Mann und Maus den eigenen Strafraum zu verrammeln, hatten sie gegen den Druck, den der Tabellendritte entfachte, keine Chance. Kurz nach der Pause machte Benedikt Huber mit dem 4:0 dort weiter, wo seine Mitstreiter in der ersten Hälfte aufgehört hatten.

Gautinger SC – SV Inning 0:3 (0:3) Tore: 0:1 Schmid (3.), 0:2 Sar (9.), 0:3 Hein (43.)

Auch mit Thomas Rummelsberger geht die Erfolgsgeschichte des SV Inning weiter. Der neue Trainer durfte sich gleich über drei Punkte in Gauting freuen. „Es war ein schöner Einstand für ihn“, stellte Peter Rothammel fest, der den Coach unter der Woche bis zum Saisonende verpflichtet hatte. Rummelsberger musste sich gar nicht lange gedulden, bis er das erste Tor seiner Mannschaft bejubeln konnte. Daniel Schmid traf bereits nach drei Minuten. Und weil es so schön war, legte Constantin Sar wenig später noch das 2:0 nach. „Das hat das Spiel entschieden“, haderte Uwe Lehner mit den beiden Gegentreffern, bei denen seine Abwehr keine gute Figur abgab. Der Gautinger Trainer hatte mächtig improvisieren müssen. Im Anfangsaufgebot standen nur elf Spieler. Immerhin kam Leon Schwarzenbach noch später von der Arbeit dazu, weshalb der ohnehin angeschlagene Sebastian Lebeck endlich ausgetauscht werden konnte. Bis es so weit war, hatten die Inninger kurz vor der Pause durch Alexander Hein noch zum 3:0 getroffen. „In der zweiten Halbzeit haben wir in den Verwaltungsmodus geschaltet“, sagte Rothammel ein. Lehner sah das etwas anders. Der Coach notierte noch die eine oder andere Chance für sein Team. Er musste aber auch anerkennen, dass seine Spieler zurzeit nicht über die Substanz verfügen, das Spiel zu drehen. „Wir hatten nicht die Möglichkeit, noch eine Schippe draufzulegen.“ (hch)

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