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Wolfgang Krebs muss nach der tollen letzten Saison Kritik aus dem Umfeld anhören. 

Gilching-Coach kritisiert Erwartungshaltung

Krebs: „Auf einmal kommen aus allen Löchern Experten, die es besser wissen“

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Platz 16, zwei Punkte hinter dem ersten Nichtabstiegsplatz in der Landesliga Südwest. Der TSV Gilching-Argelsried tut sich bisher schwer. Für Trainer Wolfgang Krebs kommt der tabellarische Absturz nicht überraschend. 

Der Höhenflug ist vorbei. Wolfgang Krebs will keine Namen nennen. Aber er kennt die Stimmen aus dem Umfeld, die im Moment alles schlecht reden. „Da geht es beim TSV Gilching nicht anders zu als beim FC Bayern. Auf einmal kommen aus allen Löchern die Experten hervorgekrochen, die es besser wissen. Dann heißt es plötzlich: Der Trainer ist zu lange dabei.“ Krebs lässt diese Aussagen gar nicht erst an sich heran. Er bleibt Realist. Bereits zu Saisonbeginn hat er gewarnt, dass der TSV Gilching ein schweres Jahr vor sich hat. Wie bereits in der Vorsaison.

Doch damals lief alles wie von selbst. Bis zum Schluss spielte sein Team in der Landesliga um den Aufstiegsrelegationsplatz mit. Und Wolfgang Krebs musste sich dafür rechtfertigen, warum er so tiefstapelt. „Viele haben geträumt. Aber die Bayernliga wäre für uns einfach utopisch gewesen“, sagt Krebs. Mit dem verpassten Aufstiegstraum hat der aktuelle Einbruch nichts zu tun. „Das wäre eine billige Ausrede“, sagt Krebs. Dennoch muss der Trainer länger ausholen, wenn er nach den Gründen für den Einbruch sucht. Der Kern des Teams ist zusammengeblieben. Top-Torjäger Ramon Adofo hat in dieser Saison bereits 18 Mal getroffen. Es sind vor allem die Stützen im Team, bei denen es in dieser Saison nicht läuft. „Wir haben in jedem Spiel einen Bock drin. Aber die Mannschaft wird wieder abliefern, verspricht Krebs.

Bei lediglich zwei Trainingseinheiten pro Woche ist im Moment jeder Spieler gefragt, in seiner Freizeit eine Schippe drauf zu legen. „Ich werde nicht jeden Spieler kontrollieren, ob er das auch macht. Das ist nicht meine Aufgabe“, betont Krebs. Die Mannschaft ist intakt. Der TSV Gilching ist eine Einheit, wie es sie im gehobenen Amateurfußball nur noch selten gibt, betont der Gilching-Trainer. „Wir haben ein Vereinsleben, das bei vielen anderen Klubs schon lange verloren gegangen ist.“ Für Krebs war der Zusammenhalt der Grund für den längst vergangenen Höhenflug. Und er wird auch der Schlüssel sein, um unten wieder herauszukommen.

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Die Amateurfußballseite erscheint jeden Mittwoch. Autor ist Christoph Seidl, erreichbar unter christoph.seidl@ merkur.de

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