Herthas Alexander Eichner (l.) schoss sein Team in der Nachspielzeit ins Glck.

2:0-Führung ins Ziel gerettet

Last-Minute-Eichner: Hertha schlägt Pöcking in Hitze-Krimi

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FC Hertha München – Achterbahnfahrt der Gefühle beim zweiten Saisonsieg des FC Hertha. Bei extrem heißen Temperaturen war der FCH beim Aufsteiger SC Pöcking-Possenhofen zu Gast und holte mit dem letzten Spielzug seinen zweiten Auswärtsdreier.

Aus Hertha-Sicht startete die Partie zunächst verfahren. Einige Abspielfehler und unglückliche Zweikämpfe resultierten in einer frühen Großchance für die Gastgeber, doch Hertha-Keeper Marc Kuntz konnte mit einer überragenden Fußabwehr den frühen Rückstand verhindern.

Auf der anderen Seite hatte Alexander Eichner nach schönem Zuspiel von Conan Furlong nach knapp 15 Minuten die Riesenchance zum 1:0, scheiterte aber am Außennetz. Allgemein waren im Spiel viele Ungenauigkeiten zu beobachten, sodass die Partie bis zur ersten Trinkpause recht hektisch wirkte. Nach der Trinkpause wirkten die Abwehrreihen auf beiden Seiten gefestigter, allerdings verflachte die Partie bis zum Halbzeitpfiff bis auf einen Pöckinger Lattenkopfball nach einer Ecke.

2:0, 2:2, 3:2 – Hertha siegt trotz Nervenflattern

Nach dem Wiederanpfiff war Hertha dann aber zur Stelle, Baba Ndow setzte sich nach ungenauem Aufbauspiel der Heimelf gleich gegen mehrere Gegenspieler durch, umkurvte Keeper Lukas Schuh elegant und schob zur 1:0-Führung ein (49.Minute).

Ein Freistoß aus zentraler Position sorgte dann für das 2:0 des FCH. Stefan Storch zirkelte den Ball gekonnt um die Mauer, Schuh sah unglücklich aus (67.). Nun galt es, den Sieg nach Hause zu bringen. Der eingewechselte Franz Folda scheiterte kurz danach allein vor Schuh aus kürzester Distanz und verpasste es somit, den Deckel auf das Spiel zu machen. Die verpasste Chance zur 3:0-Führung sollte sich dann tatsächlich rächen. Als Clemens Link in der 76. Minute aus dem Nichts der Anschlusstreffer gelang, flatterten plötzlich die Nerven beim FCH. Keine zwei Minuten später war es erneut Link, der aus dem Gewühl an den Ball kam und zum 2:2-Ausgleich traf (78.).

Während die Kräfte nun zu schwinden begannen, war die Partie plötzlich wieder offen. Beide Mannschaften wollten sich nicht mit einem Unentschieden zufriedengeben. Gerade der FCH wollte kein zweites Mal hintereinander eine 2:0-Führung mit nur einem Punkt belohnt wissen. Mit der letzten Chance des Spiels war es dann Hertha-Kapitän Eichner, der mit einem sehenswerten Schlenzer ins rechte Eck den 3:2 Siegtreffer besorgte (90+2.Minute) und den FCH-Anhang in Freudentaumel versetzte.

Englische Woche: Jetzt Kosova und Phönix

Riesenjubel über die am Ende verdienten drei Punkte beim FC Hertha. Nachdem man noch in der Vorwoche gegen den TSV Neuried in den letzten Minuten in Unterzahl den Ausgleich durch einen unberechtigten Elfmeter hinnehmen musste, ist dieser Erfolg Balsam auf der Hertha-Seele. Dass er nicht in überzeugendster Manier über 90 Minuten erzielt wurde, dürfte den meisten Herthanern herzlich egal sein. Es wird aber gleich 48 Stunden später zuhause gegen den FC Kosova (Dienstag, 18.30 Uhr) eine weitere Leistungssteigerung brauchen, um den ersten Heimsieg einzufahren.

Quelle: fussball-vorort.de

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