Lehrgeld für die Landesliga

- FT 09 unterliegt zum Auftakt dem BCF Wolfratshausen 2:3

Starnberg - Aller Anfang ist schwer. Die Freien Turner zahlten am Samstag zum Auftakt in der Fußball-Landesliga bitteres Lehrgeld. Im Derby gegen den BCF Wolfratshausen musste sich der Aufsteiger mit 2:3 (1:1) geschlagen geben. Anders als in den seeligen Bezirksoberliga-Zeiten verstanden es die Starnberger nicht, einen 2:1-Vorsprung zum Sieg zu nutzen. "Die Spieler haben viel lernen können", meinte FT-Trainer Klaus Brand.

Die Rückkehr in die Landesliga gestaltete sich auch für die Zuschauer als völlig neue Erfahrung. Bei der Saisonpremiere bildete sich schon eine halbe Stunde vor dem Anpfiff eine Warteschlange am Kassenhäuschen. Am Ende füllten gut 340 Zuschauer das weite Rund. "Wir wollten im ersten Spiel gleich ein Highlight haben", freute sich Klaus Brand über die rekordverdächtige Resonanz.

Während sich der BCF Wolfratshausen finanziell gesehen als Auftaktgegner gelohnt haben dürfte, löste er sportlich beim souveränen Meister der Bezirksoberliga Oberbayern einige Depressionen aus. Die Turner schienen sich bei der Auswahl ihres Kontrahenten am Ende um ein paar Gramm überhoben zu haben.
Dabei begann alles wie in der vergangenen Saison. Die Freien gerieten erst einmal in Rückstand.

Max Jakob konnte nach zehn Minuten unbedrängt einköpfen, was Rudi Hack die Zornesröte ins Gesicht trieb. "Da gehe ich ran, aber wir machen gar nichts", ärgerte sich der Starnberger Abteilungsleiter. Sein Unmut dürfte noch gewachsen sein, als er sah, dass sein Team im Luftraum über den eigenen Sechzehner fast nichts zu bestellen hatte. Auch Frank Niederländer machte "bei Standards Riesenprobleme beim Kopfball" aus.

  Staude läuft auf Hochtouren

Der Sportliche Leiter der FT 09 konnte sich jedoch darauf verlassen, dass einige Mechanismen aus der vergangenen Saison weiterhin funktionierten. Andreas Staude erwies sich auch in der Landesliga als auf Hochtouren laufender Motor seiner Elf. "Er war der beste Spieler von allen 22 und hat uns über 90 Minuten permanent Ärger bereitet", lobte Andreas Brunner den Starnberger Spielmacher. Die Laune des Wolfratshauser Trainers begann spätestens nach Marco Friedrichs Ausgleichstreffer (32.) zu sinken, den Kapitän Holger Schmidtke mit einem schönen Pass vorbereitet hatte.

Doch die Gäste dominierten in der zweiten Hälfte das Geschehen, bis sie nach Brunners Meinung "aus dem Nichts mit 1:2 hinten lagen". Staude hatte nach einem flotten Konter getroffen, den der eingewechselte Markus Rieger wunderbar eingeleitet hatte. Danach nahm das Spiel dramatische Formen an. Christian Fuchs und Josef Kaltenhauser scheiterten jeweils nach einer Ecke an FT-Keeper Harald Dax. Für die Starnberger hatten Christian Lippert und Staude das 3:1 auf dem Fuß.

Doch den Treffer setzte der BCF. Martin Enax konnte nach einer Kopfballstafette egalisieren, als Starnbergs Manndecker Stefan Jellbauer außen behandelt wurde (70.). Damit gab sich der letztjährige Fünfte aber noch nicht zufrieden. Stefan Streicher setzte den Schlusspunkt zum 3:2, wobei Schmidtke und Jellbauer zeigten, dass sie noch einiges zu lernen haben.


 

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