Leicht und locker das Maximum herausgeholt

- Starnberg - Die Freien Turner aus Starnberg haben sich mit einem 3:2 (1:0)-Erfolg beim SB/DJK Rosenheim aus ihrer Meistersaison verabschiedet. Große Spielfreude verströmte der Champion beim Abschied aus der Bezirksoberliga nicht. Trainer Klaus Brand redete deshalb auch von einem "schönen Sommergekicke". Zum Sieg hat's dennoch gelangt.

Wenigstens ein Starnberger gab noch einmal alles, damit sein Team mit 83 Punkten das Maximum erreichte: Mittelfeldmotor Andreas Staude. Auch wenn sich beide Mannschaften bei schwüler Witterung nur über den Platz schleppten, Andreas Staude brannte zum Saisonfinale noch einmal vor Ehrgeiz. Der Starnberger Regisseur war an jeder gefährlichen Aktion seiner Elf beteiligt und trieb seine Kollegen stets zu neuen Taten an. "Er hat ganz stark gespielt", lobte Klaus Brand seinen blonden Treibauf. Nur ein Tor blieb Staude versagt, um seine Leistung zu krönen.

Dass die übrigen FT-Akteure die Partie recht lässig nahmen, war in der zweiten Minute schon Alexander von Moers anzusehen, der allein vor dem leeren Rosenheimer Tor stand, aber vergab. Da Staude an diesem Tag kein Treffer gelingen wollte, blieb es Marco Friedrich vorbehalten, den Meister in der 33. Minute in Führung zu schießen. Von Moers hatte die Vorarbeit geleistet.

Nach dem Seitenwechsel setzte sich die allgemeine Lustlosigkeit fort. Immerhin fielen noch vier Tore, die die insgesamt 150 Zuschauer, davon 40 aus Starnberg, für ihr Kommen wenigstens etwas entschädigten. Zunächst erzielten die Rosenheimer mit einem für Brand "dubiosen Tor" den Ausgleich (62.). Der Coach sah den Ball nicht hinter der Linie.

Das Remis hatte jedoch nicht lange Bestand, weil Addis Mussa mit einem Freistoß in die lange Ecke den gegnerischen Keeper überwand. Acht Minuten später steuerte Stefan Suchanke das 3:1 bei, wobei ihn wiederum Staude mustergültig in Szene setzte. Die Gastgeber sorgten zehn Minuten vor dem Abpfiff noch für die Resultatsverbesserung, als sie bei einem Konter die aufgerückte Starnberger Verteidigung alt aussehen ließen.

Auzinger bekommt Spielzeit

Brand gab kurz vor Schluss Ersatzkeeper Andreas Auzinger die Möglichkeit, seine Künste im Feld unter Beweis zu stellen. Der Torhüter hatte wenig Zeit zu brillieren und passte sich dem allgemeinen Niveau an. "Nichts Weltbewegendes", sah der Starnberger Trainer. Seine Mannschaft hatte ohnehin schon längst den Titel in der Tasche. Alles andere beeindruckte an diesem Tag niemanden mehr.

Auch interessant

Kommentare