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Nur vier Punkte aus vier Spielen holte die Mannschaft von Trainer Christoph Kammerlander (Mitte) nach dem Restart in der Kreisklasse 3.

Fußball

Ligapokal für TSV Perchting einmalige Gelegenheit

  • vonChristian Heinrich
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Der TSV Perchting-Hadorf sieht den Ligapokal einmalige Gelegenheit, um noch in die Kreisliga aufzusteigen. Er hat aber auch noch Chancen in der Kreisklassenrunde.

PerchtingDie Vorbereitung war verheißungsvoll, die ersten vier Meisterschaftsspiele nach dem Restart im September eher durchwachsen. Nur fünf Punkte sammelten die Fußballer des TSV Perchting-Hadorf im Kurzprogramm aus vier Partien ein. Das war zu wenig, um einen der beiden Aufstiegsplätze in der Kreisklasse 3 zu erklimmen, aber immerhin noch genug, um sich als Tabellendritter das letzte bisschen Hoffnung auf die Kreisliga zu erhalten. „Wir waren zu verkrampft“, konstatiert Christoph Kammerlander. Seine Mannschaft war offenbar noch nicht bereit, die Favoritenbürde zu tragen.

Der Spielertrainer des TSV erlebte keine schlechten Auftritte seines Teams. In Oberhausen verspielte der TSV zwar eine 2:0-Führung, aber das 3:3-Unentschieden, das am Ende heraussprang, wertete Kammerlander als Teilerfolg. „Das ist ja keine Mannschaft, die man im Vorübergehen schlägt“, würdigte der Coach den widerspenstigen Tabellenletzten. Gegen den FC Kochelsee-Schlehdorf sprang nach hartem Kampf ein 2:0-Erfolg heraus, während das Spitzenspiel beim FC Bad Kohlgrub unglücklich mit 1:2 verloren ging. Im Verfolgerduell gegen den ESV Penzberg erwirtschaftete das Team schließlich ein 2:2-Unentschieden. „Wir sind eine junge Truppe mit Höhen und Tiefen“, räumte Kammerlander ein. Seiner Elf fehlt noch die nötige Konstanz, um eine Saison zu dominieren. Das ist auch nicht verwunderlich, stiegen die Schwarz-Gelben erst in dieser Saison in die Kreisklasse auf und befinden sich noch in der Lernphase.

Als Dritter der Rangliste nehmen sie die Rolle des Jägers ein, die ihnen mehr liegen dürfte. Kammerlander glaubt, dass seine Kicker in den verbleibenden acht Begegnungen dieser Saison noch einmal vorne angreifen können: „Es ist noch alles möglich.“ Spitzenreiter WSV Unterammergau und der Zweite aus Bad Kohlgrub haben sechs Punkte mehr, allerdings hat der FC ein Spiel weniger absolviert.

Darüber hinaus bleibt den Perchtingern noch die Möglichkeit, über den Ligapokal eine Klasse höher zu rutschen. „Wir müssen das als einmalige Gelegenheit sehen“, sagt Kammerlander. Nach drei Partien hat sein Team vier Punkte auf dem Konto und peilt als Tabellenerster seiner Gruppe den Einzug in die Finalrunde an. Allerdings ist nicht sicher, wie der Wettbewerb überhaupt fortgesetzt wird. Durch den sanften Corona-Lockdown ruht der Ball vorerst bis zum kommenden Frühjahr. „Wenn wir in die K.o.-Spiele kommen, kann man mit unserem Kader etwas reißen“, ist sich der Coach sicher. Seine Elf sollte dann jedoch locker bleiben.

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