Auf ihn war mal wieder Verlass: Marcel Höhne, Bergs Torjäger vom Dienst, sichert seinem Team mit einem verwandelten Foulelfmeter in der Nachspielzeit einen wichtigen Auswärtspunkt beim SVN München.
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Auf ihn war mal wieder Verlass: Marcel Höhne, Bergs Torjäger vom Dienst, sichert seinem Team mit einem verwandelten Foulelfmeter in der Nachspielzeit einen wichtigen Auswärtspunkt beim SVN München.

Remis beim SVN München

MTV Berg: Marcel Höhne beendet Auswärtsfluch in der Nachspielzeit

  • VonTobias Huber
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Die Misere gehört der Vergangenheit an. Nach saisonübergreifend sieben Auswärtsniederlagen in Folge konnten die Bezirksliga-Fußballer des MTV Berg wieder punkten. Ein Last-Minute-Elfmeter sicherte beim 2:2 in Neuperlach einen Zähler.

Berg – Es lief bereits die vierte Minute der Nachspielzeit. Wieder einmal lag der MTV Berg in einem Spiel auf fremden Platz in Rückstand. Doch dann ertönte nach einer eigentlich missglückten Ecke der Pfiff von Schiedsrichter Julian Neumann. Der junge Luca Bücker war von einem Akteur des SV Neuperlach München völlig unnötig gefoult worden. „Das Erfolgserlebnis tut ihm sicher gut“, freute sich MTV-Coach Wolfgang Krebs, der Bücker durch die Einwechslung in der 63. Minute zu seinem erst zweiten Einsatz in der Bezirksliga verholfen hatte. Wer sonst außer Torjäger Marcel Höhne schnappte sich den Ball und verwandelte den fälligen Elfmeter zum 2:2.

Damit durften sich die Berger Fußballer nach fast zwei Jahren endlich wieder auswärts über ein zumindest kleines Erfolgserlebnis freuen. Zuletzt hatte es für den Männerturnverein sieben Pleiten am Stück gegeben. „Den Punkt nehmen wir sehr gerne mit“, sagte Krebs. Sein Team hatte zwar gut begonnen, doch das erste Tor schossen mal wieder die anderen. Nach einer Freistoßflanke köpfte Darius Awoudja den Ball zum 1:0 für die Hausherren ins Netz (21.). „Das war schwer zu verteidigen, der Freistoß war gut getreten“, berichtete Krebs. Der MTV musste sich erst einmal sammeln und konnte sich bei Torwart Markus Hartmannsgruber bedanken, dass es zur Pause nur 1:0 für den SVN stand. „Das war wichtig“, sagte Krebs.

Krebs: „Vielleicht hatten wir uns das Glück auch mal verdient“

In der Kabine sammelten die Berger neuen Mut und wurden in der 64. Minute für ihren Einsatz belohnt. Sarek Suplits Hereingabe von der Grundlinie landete bei Höhne, der platziert abschloss. Die Freude währte jedoch nur kurz. Fünf Minuten später setzte sich Rudi Gerhartsreiter im Mittelfeld durch, spielte einen Doppelpass und erzielte die abermalige Führung für die zuletzt viermal in Serie sieglosen Münchener. „Das war eine starke Einzelaktion“, staunte Krebs. Berg gab nicht auf, rannte nach einer eigenen Ecke aber in einen Konter. Doch Hartmannsgruber zeigte abermals, wie wertvoll sein Überraschungscomeback ist. Er behielt die Nerven und bewahrte seine Farben im direkten Duell mit einem durchgebrochenen Stürmer vor dem wohl entscheidenden dritten Gegentreffer. „Vielleicht hatten wir uns das Glück auch mal verdient“, resümierte Krebs nach dem späten Ausgleich.

Der achte Saisonpunkt sorgte dafür, dass der MTV mit acht Zählern auf Rang elf kletterte. „Der Anschluss ans Mittelfeld ist noch da“. freute sich Krebs. Am kommenden Wochenende dürfen die Berger wieder am geliebten heimischen Lohacker antreten. Sie empfangen ab 15 Uhr den Tabellennachbarn FC Hertha München zu einem richtungsweisenden Duell.

(Tobias Huber)

SVN München – MTV Berg 2:2 (1:0)

SVN: Günaydin – Alicic, Alan, Kiran, Dag (54. Abdane), Awoudja, Bakhouz (85. Pavlovic), Alex, Gerhartsreiter (73. Suarez), Rexhepi (90.+3 Sagiroglu), Kohsiek (73. Kraxenberger)

Berg: Hartmannsgruber – Suplit, Binder, Maier, Kalinke (71. B. Crnjak) – Simm (82. Valerio-Miguel), Kaske, Allihn, M.Crnjak (90.+1 Pfluger) – Höhne, Kayser (63. Bücker)

Tore: 1:0 Awoudja (21.), 1:1 Höhne (64.), 2:1 Gerhartsreiter (69.), 2:2 Höhne (90.+4/Foulelfmeter)

Schiedsrichter: Julian Neumann (SV Wörth)

Zuschauer: 80

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