Hart zur Sache gingen die Peitinger im Duell mit dem MTV Berg um Maurus Kalinke (r.).
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Hart zur Sache gingen die Peitinger im Duell mit dem MTV Berg um Maurus Kalinke (r.).

„Mei, Gibt schlimmeres“

Finale verpasst: MTV Berg scheitert am TSV Peiting - Trainer Krebs nimmt‘s lapidar

  • Simon Nutzinger
    VonSimon Nutzinger
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Das Pokal-Abenteuer des MTV Berg ist beendet. Im Halbfinale unterlag der Bezirksligist dem TSV Peiting mit 1:2. Für Trainer Wolfgang Krebs jedoch kein Beinbruch.

Berg – Wolfgang Krebs hasst es zu verlieren. Von daher verwundert es zunächst durchaus, wenn der Trainer des MTV Berg die 1:2-Niederlage gegen den TSV Peiting mit einem lapidaren „mei, gibt Schlimmeres“, abtut. Doch hat das freilich einen Grund. „Der Pokal hatte für uns jetzt nicht die oberste Priorität“, stellt Krebs klar. Logisch, ins Finale wären er und sein Team schon gern eingezogen. Doch ist das Halbfinal-Aus vom Dienstagabend für den Bezirksligisten offensichtlich verschmerzbar. Krebs Fazit: „Alles kein Beinbruch.“

Mit einer entsprechenden Mischung aus arrivierten Kräften sowie Spielern, die zuletzt weniger zum Zug kamen, wie etwa Samuel Pfluger oder Maximilian Simm, starteten die Berger in das Duell mit dem Kreisligisten. Krebs forderte von seinen Schützlingen, dass sie Fußball spielen, nicht nur grätschen und laufen. „Wir wollten mal weg vom reinen Kampf.“ Klappte allerdings nur bedingt. Mit zahlreichen Abspielfehlern spielten die Berger den genau auf solche Situationen lauernden Gastgebern komplett in die Karten. „Damit haben wir ihnen einen schönen Gefallen getan“, räumt Krebs ein. Die Folge: Zur Pause war der Bezirksligist mit dem 0:0 gut davongekommen.

Nach der Pause kam aber auch der MTV offensiv besser in Schwung. So hätte der eingewechselte Marcel Höhne etwa das 1:0 erzielen können, wäre er nicht im letzten Moment von einem Verteidiger abgeräumt worden. Der Elfmeterpfiff blieb jedoch aus. „Völlig unverständlich“, sagt Krebs. Zu allem Überfluss trafen die Peitinger selbst im direkten Gegenzug zur Führung. „Das hat die Partie schon ordentlich beeinflusst“, unterstreicht der MTV-Coach.

Verloren war die Begegnung aber noch nicht. Nach Sarek Suplits Ausgleich (83.) drängten die Berger sogar auf den Siegtreffer, wollten das Duell noch vor dem Elfmeterschießen für sich entscheiden. Doch statt Jubel herrschte am Ende Tristesse. Nach einer eigenen Ecke fing sich der MTV einen Konter, der letztlich zum 2:1 für Peiting führte. „Nicht gerade clever“, sagt Krebs. „Eher sogar dumm.“

Unterm Strich war der Trainer mit dem Auftritt seiner Elf aber nicht unzufrieden. „Es war eine gute Einheit für uns, bei dir war am Ende gegen einen starken Gegner den Kürzeren gezogen haben.“ Jetzt gelte es, umgehend den Fokus auf die kommende Bezirksliga-Partie bei Schlusslicht Kosova München zu richten. „Da müssen wir punkten“, betont Krebs.

Deutlich ärgerlicher als das Pokal-Aus ist für ihn hingegen die Verletzung von John Gerlach. Bei einem – ebenfalls elfmeterwürdigen – Einsteigen eines TSV-Verteidigers in der ersten Halbzeit verletzte sich dieser erneut am Sprunggelenk. „Hoffentlich ist es nichts Schlimmes“, sagt Krebs. „Aber der John ist ein zäher Hund, darauf baue ich.“

TSV Peiting – MTV Berg 2:1 (0:0)

TSV Peiting: Floritz - Karbach, Salzmann, Lotter, Horner, Zurl, Slowiok, Multerer, Eberle, Wörle, Hertl

MTV Berg: Denk - Auburger, Suplit, Binder, Kalinke - Verenkotte, Gerlach, Betz, M. Crnjak, Simm - Allihn – Eingewechselt: Höhne, Pfluger, Maier

Tore: 1:0 Horner (64.), 1:1 Suplit (83.), 2:1 Hertl (90. + 1)

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