SF Breitbrunn im Aufwind: Die Sportfreunde (blau-rotes Trikot) konnten auch das Landkreis-Derby gegen den TSV Pentenried für sich entscheiden. foto: andrea jaksch

A-Klasse 2: Alle Spiele

Pentenried und Ethnikos schlittern in den Abstiegskampf

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Breitbrunn entscheidet das Derby klar für sich, Gauting ist schießwütig und Gröbenzell abgeklärt. Der Spieltag der A-Klasse 2.

SF Breitbrunn –
TSV Pentenried 4:1 (2:0)
Tore: 1:0 Marchetto (6., Foulelfmeter), 2:0 Le. Häusler (12.), 3:0 Knoll (53.), 4:0 Knoll (57.), 4:1 P. Stemmer (80.)

Der Trend der vergangenen Wochen setzte sich auch am Sonntag fort. „Jetzt sind wir inklusive des letzten Vorbereitungsspiels schon vier Spiele ungeschlagen“, freute sich Breitbrunns Trainer Felix Mayer. Die Fußballer vom Ostufer des Ammersees sind auf dem besten Weg, sich aus der Abstiegszone abzusetzen. Inzwischen beträgt der Vorsprung zur gefährdeten Zone fünf Punkte. „Noch sind wir aber lange nicht über den Berg, die Saison ist noch lang“, mahnte Mayer. Bei den Pentenriedern schrillen dagegen nach der fünften Niederlage in Serie der die Alarmsirenen immer lauter. „Immerhin hat diesmal die Moral gestimmt“, kommentierte TSV-Coach Alexander Strahberger. Die langfristigen Ausfälle von Tony Stemmer, Nico Krafft und Jasper Hufnagel sind für die Gäste nur schwer zu verkraften. Bei den Breitbrunnern ist die Personallage hingegen deutlich entspannter als vor dem Winter. „Das sieht man auch auf dem Platz“, sagte Mayer. Erst in der Schlussphase wurde sein Team nachlässig. „Wir hatten sogar noch Chancen zum 2:4 und 3:4“, teilte Strahberger mit. Zuvor hatte sich sein Team viermal eine gedankliche Auszeit genommen. „Wir spielen gut mit, pennen aber bei den entscheidenden Situationen“, haderte der Pentenrieder Coach. Der Gegner aus Breitbrunn ist bis auf zwei Zähler an seinen TSV herangerückt. „Wir sind mitten im Abstiegskampf“, konstatierte Strahberger.

Gautinger SC –
Ethnikos Puchheim 6:1 (2:1)
Tore: 1:0 Schwarzenbach (12.), 2:0 M. Rindermann (32.), 2:1 Riedl (43.), 3:1 Heitzer (71.), 4:1 Binder (78.), 5:1 Heitzer (81.), 6:1 Heitzer (90.)

Es ist alles angerichtet für das Spitzenspiel der A-Klasse 2 am Donnerstag zwischen Tabellenführer Gauting und dem einzigen Verfolger aus Schäftlarn (20 Uhr). Während der TSV bereits am Samstag etwas glücklich mit 1:0 in Olching siegte, feierten die Gautinger am Sonntag gegen den Aufsteiger aus Puchheim ein Schützenfest. „Bis zum 3:1 mussten wir aber ganz schön zittern“, berichtete GSC-Trainer Michael Kaiser. Als die technisch versierten Gäste aus Puchheim kurz vor der Pause verkürzten, rächte sich die schwache Chancenausbeute der Würmtaler. „Wir hätten in der ersten Hälfte mindestens fünf Tore schießen müssen“, behauptete Kaiser. Doch nur Leon Schwarzenbach mit dem Kopf und Torjäger Moritz Rindermann waren für den Sportclub erfolgreich. Mitte der zweiten Halbzeit machte sich dann die körperliche Überlegenheit der Hausherren bezahlt. „Ich habe halt eine topfitte Truppe“, sagte Kaiser. Daniel Heitzer (3) und Christoph Binder per Kopf nach einer Ecke von Helmut Merkl schossen den Kreisklassen-Absteiger doch noch zu einem standesgemäßen Sieg auf heimischem Platz. Die Gautinger verteidigten durch den Erfolg ihre Tabellenführung vor den zwei Punkte schlechter notierten Schäftlarnern.

SC Wörthsee –
SV Puchheim 1:3 (0:0)
Tore: 0:1 Fritzen (46.), 0:2 Rasch (71.), 0:3 Sedlmaier (79.), 1:3 Joachim (83.)

Nach zwei Siegen in Folge wollten die Wörthseer eigentlich auch am Sonntag jubeln. „Irgendwie sind wir mit der Spielweise des Gegners aber nicht so recht klar gekommen“, bedauerte SCW-Trainer Michael Weidinger. Besonders die langen Bälle der Puchheimer bereiteten den Gastgebern Probleme. Im eigenen Offensivspiel agierte der Sportclub dagegen nicht so zielstrebig wie zuletzt. „Wenn wir doch mal zum Abschluss gekommen sind, war der gute Torhüter der Puchheimer zur Stelle“, berichtete Weidinger. Kurz nach der Pause geriet seine Mannschaft in Rückstand und kassierte danach noch zwei Treffer. Erst beim Stand von 0:3 gelang Rudolf Joachim ein Tor für den SCW. „Das kam natürlich viel zu spät“, sagte Weidinger. Die Wörthseer verpassten es damit, sich noch weiter von den Abstiegsrängen abzusetzen. „Wir haben noch viel Arbeit vor uns“, erkannte Weidinger. Das Polster des Sportclubs auf den ersten Abstiegsrang beträgt derzeit sechs Zähler.

SC Weßling II –
1. SC Gröbenzell II 0:1 (0:1)
Tor: 0:1 Neumayer (21.) –Gelb-Rot: Rezaie (87., Weßling/wh. Foulspiel)

Alfons Hauser war tief enttäuscht. „Das ist eine ganz bittere Niederlage“, sagte der Trainer des abstiegsbedrohten SC Weßling II. Seine Mannschaft hatte am Sonntag alles versucht, um endlich wieder ein Erfolgserlebnis zu feiern. „Und dann verlierst du durch ein Tor, das stark abseitsverdächtig war“, haderte Hauser. Bei einer Freistoßflanke wähnten die SCW-Akteure den Torschützen in der verbotenen Zone. „Sonst haben wir in der ersten Halbzeit sehr diszipliniert gespielt und nichts zugelassen“, teilte Hauser mit. Nach der Pause erhöhten die Weßlinger Fußballer den Druck, doch trotz einiger Möglichkeiten wollte der überfällige Ausgleich nicht gelingen. „Ich kann der Mannschaft absolut keinen Vorwurf machen. Sie hat eine tolle Moral gezeigt“, lobte Hauser. Seine Mannschaft trägt dennoch nach der fünften Niederlage in Folge weiterhin die rote Laterne in der A-Klasse 2. „Wenn wir so weitermachen, werden wir aber bald belohnt werden“, sagte der Weßlinger Übungsleiter trotzig.  toh

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