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Das Duell Stürmer gegen Abwehrspieler ging gestern ganz klar an den Angreifer. Christoph Kammerlander (r.) konnte sich gegen Michael Betz zweimal durchsetzen und verhalf dem TSV Perchting-Hadorf mit seinen beiden Toren zu drei eminent wichtigen Punkten im Abstiegskampf. 

MTV-Reserve strauchelt

Perchting und Herrsching feiern Doppelpacker: Kammerlander und Koch trumpfen auf

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Achtung Verwechslungsgefahr: Zu viele Parallelen gab es in den Kreisklasse-Duellen am Wochenende. Jeweils behielt die Heimmannschaft mit 3:2 die Oberhand und feierte einen Doppeltorschützen. 

TSV Perchting-Hadorf –
MTV Berg II 3:2 (2:0)
Tore:1:0 Kammerlander (2.), 2:0 Kammerlander (28.), 2:1 Bodis (48.), 2:2 Greiner (66.), 3:2 Menrad (78.)

Seine Enttäuschung über die Derby-Pleite in Perchting wollte Simon Gebhart nicht verhehlen. „Das war ein Zeichen für alle, in welche Richtung es geht, wenn man nicht alles investiert“, redete der Berger Spielertrainer seinen Kickern ins Gewissen. Die mussten in Perchting ihre dritte Pleite in Serie einstecken. Und wie schon beim 1:7 in Polling und beim 1:4 gegen Herrsching setzte es reichlich Gegentreffer für die Männerturner. „Wir verteidigen naiv“, kritisierte der Coach seine Defensive, die zuletzt 14 Gegentore in drei Partien hinnehmen musste.

Dass selbst die Perchtinger dreimal einnetzten, hat nun harte Konsequenzen. Der MTV findet sich als Tabellenelfter in der Abstiegszone wieder und weist nur noch fünf Punkte Vorsprung auf die Perchtinger auf, die unter ihrem neuen Trainer Michael Schubert langsam ins Rollen kommen. „Wir müssen die Balance finden“, hofft Gebhart, dass sich sein Team in den nächsten Wochen in der Defensive stabilisieren kann. Acht Partien bleiben den Bergern noch, um ihre Haut zu retten. Gebhart ist aer zuversichtlich, dass seine Spieler den direkten Klassenerhalt noch bewerkstelligt: „Wir werden genügend Punkte holen.“

Drei Punkte waren eigentlich schon im Derby eingeplant, doch am Ende scheiterte die Elf vom Ostufer des Starnberger Sees mehr an sich selbst als am Gegner. „Wir haben gewusst, dass es ein schweres Spiel wird“, stellte der Coach klar, dass seine Mannschaft den Kontrahenten nicht unterschätzte. Aber wie so oft waren die Berger zu Beginn noch nicht richtig wach und wurden gleich kalt erwischt. Gerade zwei Minuten waren gespielt, als Christoph Kammerlander das 1:0 für die Platzherren markierte. „Wir haben uns selber ein Ei gelegt“, monierte Gebhart. Statt den Ball aus der Gefahrenzone zu klären, versuchte seine Abwehr die Situation spielerisch zu lösen. Sehr zu Freude Kammerlanders, der sich nach einer knappen halben Stunde erneut nicht lange bitten ließ und auf 2:0 stellte. Berg war zwar spielbestimmend, versiebte aber zu viele Möglichkeit. Die Gäste haderten aber auch mit Schiedsrichter Walter Hendlmeier, der vor der Pause einem Treffer von Ahmed Adlouni die Anerkennung wegen angeblichen Abseits’ verweigerte.

Nach dem Seitenwechsel agierten die Berger wesentlich konzentrierter. Als Benjamin Bodis den Anschluss herstellte, begannen die Platzherren nervös zu werden. Als Maximilian Greiner Mitte der zweiten Hälfte noch der Ausgleich gelang, war alles wieder offen. „Wir waren nicht konsequent vor dem Tor“, kritisierte Gebhart, dass sein Team in der Folgezeit weitere ausgezeichnete Chancen liegen ließ. Wesentlich effektiver präsentierten sich dagegen die Perchtinger, die zwölf Minuten vor dem Ende den entscheidenden Treffer markierten. Nach einem Freistoß drosch Paul Müller-Menrad den Ball aus 16 Metern in den Giebel.

TSV Herrsching –
SV Krün 3:2 (1:2)
Tore: 1:0 Rau (11.), 1:1 Holzer (28.), 1:2 Pischl (44.), 2:2 Koch (52.), 3:2 Koch (88.)

Der Mann, der sonst recht schnell den Kopf hängen lässt, ließ gegen den SV Krün einfach nicht locker. Maximilian Koch bescherte den Herrschinger Fußballern durch seinen Doppelpack in der zweiten Halbzeit drei eminent wichtige Zähler im Kampf um den Klassenerhalt in der Kreisklasse 3. „Er ist Sinnbild für das, was bei uns läuft“, betrachtete Willi Welte die Leistung des Mittelfeldspielers als beispielhaft für sein gesamtes Ensemble. Der Abteilungsleiter wurde nach dem dritten Dreier in Serie nicht müde, die Willensstärke seines Teams zu loben, das gemeinsam die größten Herausforderungen bewältigt. „Da kämpft einer für den anderen.“ Welte wollte gar nicht bestreiten, dass das Siegtor in der 88. Minute auch etwas „glücklich“ für seine Elf gewesen ist. Es war aber auch verdient, denn nach dem 2:2 in der 52. Minute spielte nur noch der TSV und verzeichnete ein gewaltiges Chancenplus. Bei aller Bewunderung für seine Mannschaft musste Welte ihr aber vorwerfen, dass sie aus ihren Standardsituationen noch viel zu wenig macht. „Da müssen wir noch ein bisschen üben.“ Die Werdenfelser waren da um einiges konsequenter. Hubert Holzer traf nach einer Ecke und Stephan Pischl nach einem Freistoß jeweils per Kopf. Zuvor waren die Platzherren durch Maximilian Koch in Führung gegangen. „Das war super rausgespielt“, war der Spartenchef vom 1:0 fasziniert, das Michael Wagner hervorragend vorbereitet hatte und Mike Rau erzielte.

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