Faires Duell in der Schaltzentrale: Pöckings Christoph Kunert und der Gilchinger Tom Beier schenkten sich nichts im Mittelfeld.
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Faires Duell in der Schaltzentrale: Pöckings Christoph Kunert und der Gilchinger Tom Beier schenkten sich nichts im Mittelfeld.

SC Pöcking: Wenn ein Fehler hart bestraft wird

SC Pöcking-Possenhofen - Was ist der große Unterschied zwischen Kreis- und Bezirksliga? In der Bezirksliga werden die kleinsten Fehler bestraft. Diese Erfahrung machte Aufsteiger SC Pöcking-Possenhofen am Mittwochabend im Derby gegen den TSV Gilching.

Titelkandidat gegen Liga-Neuling – da ist normalerweise davon auszugehen, dass die Fronten klar geklärt sind. Doch im Derby zwischen Gastgeber SC Pöcking und dem TSV Gilching „war nicht viel zu sehen, wer der Meisterschaftsfavorit und wer der Aufsteiger ist“, sagte Pöckings Trainer Robert Färber. Dennoch unterlag seine Mannschaft am Mittwoch mit 0:1 (0:1). Und er weiß auch warum: „Das war zwar ein super Spiel von uns, aber wir machen einfach noch zu viele individuelle Fehler.“

So wie beim einzigen Treffer des Abends. Da wurde der Ball am eigenen Strafraum leichtfertig verloren, anschließend setzte Benjamin Nast-Kolb zu einer unnötigen Grätsche im Sechzehner an, die Benedikt Minge dankend annahm und sich clever fallen ließ – Strafstoß. Gilchings überragender Abwehrchef Maximilian Hölzl übernahm die Verantwortung und verwandelte den Strafstoß zum Siegtreffer (41.).

„Das ist eben der Unterschied zwischen Kreisliga und Bezirksliga, da wird jeder Fehler gleich bestraft“, sagte Färber. Seine Mannschaft allerdings muss das noch lernen. Denn auch der äußerst abgebrühten Gilchinger Defensive unterlief der ein oder andere Lapsus, der den Pöckingern drei, vier aussichtsreiche Gelegenheiten verschaffte. „Da hatten wir ein wenig Glück, dass sie daraus nichts gemacht haben, da hätten wir uns über ein 1:1 auch nicht beklagen können“, gab TSV-Coach Wolfgang Krebs zu.

„Da müssen wir unbedingt effektiver werden“, weiß Färber, der aber trotz der Niederlage mit seinem Team, das nach der berechtigen gelb-roten Karte gegen Nast-Kolb (61.) eine halbe Stunde lang in Unterzahl kämpfen musste, total zufrieden war: „Kompliment an die Spieler, wenn sie weiterhin immer ans Maximum gehen, dann wird der Knoten bald platzen.“ Das sieht auch Trainerkollege Krebs so: „Ich glaube nicht, dass Pöcking Probleme bekommt, die Liga zu halten.“

Und auch seine Mannschaft sieht er auf einem guten Weg, „selbst wenn natürlich noch nicht alles stimmt“. Aber „demnächst kommen Florian Huber, Nick Schnöller und Basti Bootz zurück, dann habe ich auch wieder bessere Alternativen in der Offensive“, sagt Krebs. „Am Ende standen bei mir sechs Manndecker auf dem Feld.“ Die allerdings schaukelten den knappen Vorsprung im Stile einer Spitzenmannschaft über die Zeit. Und so konnte sich Krebs über eine Premiere in seiner Trainerlaufbahn freuen: „Sechs Punkte nach zwei Spielen, so einen Start hatte ich, glaube ich, noch nie.“

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Quelle: fussball-vorort.de

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