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Zum Pausieren gezwungen: Weßlings Fußball-Abteilungsleiter Martin Jakob (Mitte) mit seinem Team (v.l.) Tony Wohlmann, Christian Größler, Michael Klinke, Christian Pangert, Christian Thorenz und Henrik Rebhahn.

Fußball

Pokalfinale in Weßling steht in den Sternen

  • vonChristian Heinrich
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Die Fußballer des SC Weßling haben sich schon so auf das das für 30. April geplante Pokalfinale im Kreis Zugspitze gefreut und als Ausrichter bereits viel Arbeit geleistet. Nun aber steht in den Sternen, ob und wann das Endspiel stattfinden kann.

WeßlingDas große Fußball-Fest im Frühling fällt wohl ins Wasser. „Eine Absage ist so sicher wie das Amen in der Kirche“, so Martin Jakob. Er geht davon aus, dass das Pokalfinale des Kreises Zugspitze am 30. April wegen der Corona-Pandemie nicht stattfindet. Der Fußball-Abteilungsleiter des SC Weßling, der mit seinem Verein das Endspiel gegen den Bezirksligisten FC Penzberg ausrichten darf, beruft sich auf ein Gespräch mit Kreisspielleiter Heinz Eckl, der ihm eine entsprechende Entscheidung schon angedeutet hat.

Wie es mit dem Pokal weitergeht, steht jedoch in den Sternen. „Das ist ganz weit weg“, sagt Florian Schober. Der Trainer will derzeit überhaupt nichts von dem Wettbewerb wissen. Er beschäftigt sich momentan mit den Voraussetzungen für Fußball während der Corona-Krise. Und die sind schlicht und einfach nicht gegeben. Das Sportgelände am Meilinger Weg ist von der Gemeinde gesperrt. An ein gemeinsames Training ist ohnehin nicht mehr zu denken, seit die Bayerische Regierung den Katastrophenfall ausrufen und später eine Ausgangsbeschränkung verhängt hat. Selbst wenn ein Wunder geschieht und sich Covid-19 urplötzlich in Luft auflöst, wird er seine Kicker bis Ende April nicht fit bekommen.

Alle Vorbereitungen, die Abteilungsleiter Jakob mit seinem Team bislang für das große Pokalfinale getroffen hatte, sind nun erst mal auf Eis gelegt. Und das sind eine ganze Menge. Denn der Verband hat strenge und aufwendige Vorgaben an den Ausrichter gestellt. Dazu zählt beispielsweise ein VIP-Zelt für die Fußball-Funktionäre, die Vertreter des Sponsors und die Honoratioren aus der Kommunalpolitik. Immerhin hat der BFV die Spendierhosen an. „Wir als Gastgeber kriegen die Kosten ersetzt“, erklärt Jakob. Bisher haben die Weßlinger nur 210 Euro für Flugblätter, Plakate und Eintrittskarten ausgegeben. Die sind nicht mehr zu gebrauchen, da sie mit dem Datum des 30. Aprils bedruckt sind.

Jakob setzt darauf, dass das Finale möglichst schnell nachgeholt wird: „Ich hoffe, dass wir das Spiel noch vor den Sommerferien spielen.“ Dann aber vermutlich ohne Zuschauer, obwohl der BFV angekündigt hat, dass es keine Geisterspiele im Amateurbereich geben wird. Denn wenn die Politik für die Bundesliga Spiele mit Publikum ausschließt, warum sollte sie Spiele mit großem Andrang auf Amateurebene erlauben?

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