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Will gerne attraktiveren Fußball spielen: Christian Rodenwald (am Ball). 

Fußball-Landesliga

Rodenwald, der Defensiv-Stabilisator des TSV Gilching

  • vonTobias Huber
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Ende gut, alles gut? Mit dem dritten Sieg in Folge könnte der TSV Gilching-Argelsried doch noch beruhigter in die Winterpause. Am Sonntag (15 Uhr) ist der SV Bad Heilbrunn zu einem richtungsweisenden Duell zu Gast in der Kies-Arena.

GilchingEs war kein schöner Fußball, den Landesligist TSV Gilching-Argelsried zuletzt gezeigt hat. Aber er war erfolgreich. Mit zwei 1:0-Erfolgen verschaffte sich die Mannschaft von Trainer Peter Schmidt etwas Luft im Tabellenkeller. Sollte auch das letzte Landesliga-Spiel des Jahres zu Hause gegen den SV Bad Heilbrunn (Sonntag, 15 Uhr) erfolgreich gestaltet werden, schauen die Zukunftsaussichten für die Gilchinger wieder rosiger aus. „Damit sollte zumindest das Thema direkter Abstieg vom Tisch sein“, sagt Christian Rodenwald.

Seit der 32-Jährige vor zwei Wochen zurück in die Innenverteidigung gerückt ist, steht der TSV wieder deutlich stabiler in der Defensive. „Die Rolle im defensiven Mittelfeld macht mir zwar mehr Spaß, weil man mehr Ballaktionen hat. Aber ich spiele natürlich da, wo es nötig ist“, sagt Rodenwald.

Der nach Christoph Meißner (33) zweitälteste Spieler im TSV-Kader begann einst das Fußballspielen beim TSV. „Groß geworden bin ich aber beim SC Fürstenfeldbruck, wo ich zwölf sehr erfolgreiche Jahre hatte“, sagt Rodenwald. Dort reifte der großgewachsene und auch deshalb kopfballstarke Akteur zu einem Fußballer gehobener Klasse. In der Saison 2012/13 wechselte er sogar für ein Jahr in die Regionalliga. In der vierthöchsten Spielklasse absolvierte der Defensivstratege 32 Partien für den FC Ismaning. Seit Sommer 2017 läuft Rodenwald wieder für die Gilchinger auf. „Wenn nicht die Münchner Löwen anrufen, kann ich mir gut vorstellen, hier meine Karriere zu beenden“, sagt der 32-Jährige mit einem Augenzwinkern. Zunächst hat er aber noch mit dem TSV viel vor. „Ziel muss es sein, in den nächsten Jahren besser Fußball zu spielen. Dann macht es auch noch mehr Spaß“, sagt Rodenwald.

Die Verpflichtung von Schmidt als Nachfolger von Dauerbrenner Wolfgang Krebs vor gut einem Jahr hält er für eine wegweisende Entscheidung des Vereins. „Der neue Trainer ist besser, vor allem für die jungen Spieler“, sagt Rodenwald. Geht es nach ihm, soll mit hungrigen Talenten aus der Region in den nächsten Jahren attraktiverer Fußball an der Talhofstraße gezeigt werden. „So eine Umstellung benötigt aber viel Zeit“, stellt Rodenwald klar.

Zunächst gilt es, den Klassenerhalt zu sichern. Der Sonntagsgegner aus Bad Heilbrunn hat vier Punkte weniger auf dem Konto als die Gilchinger, ein Sieg wäre damit ein großer Meilenstein Richtung Ligaverbleib. „Das wird aber ein harter Kampf, denn Bad Heilbrunn ist ein sehr unbequemer Gegner“, warnt Rodenwald. Im Hinspiel war der TSV nicht über ein unglückliches 1:1 hinausgekommen.

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