Vertritt Simon Gebhart für zwei Wochen als Cheftrainer des SC Pöcking-Possenhofen: Tobias Luppart.
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Vertritt Simon Gebhart für zwei Wochen als Cheftrainer des SC Pöcking-Possenhofen: Tobias Luppart.

Cheftrainer Simon Gebhart geht für die nächste Zeit in Elternzeit

SC Pöcking-Possenhofen: Co-Trainer Luppart ersetzt Spielertrainer Gebhart gegen den SV Aubing

  • VonTobias Empl
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Der SC Pöcking-Possenhofen muss beim Heimspiel gegen den SV Aubing auf seinen Spielertrainer Simon Gebhart verzichten. Co-Trainer Tobias Luppart ersetzt ihn.

Pöcking – Am Sonntag steht eine Premiere an beim SC Pöcking-Possenhofen: Im Heimspiel gegen den SV Aubing (15 Uhr, Sportpark Pöcking) wird Tobias Luppart erstmals als Cheftrainer der ersten Mannschaft auf der Trainerbank Platz nehmen. Der Co-Trainer vertritt in dieser und in der nächsten Woche den aufgrund seiner Elternzeit pausierenden Simon Gebhart.

Auf sich allein gestellt ist Luppart aber nicht. „Wir hatten jeden Tag vor und nach dem Training Kontakt“, erklärt der 34-Jährige und betont: „Wir kennen uns lange genug.“

Und wenn Luppart „lange genug“ sagt, dann meint er das auch so. Da die Eltern der beiden früher auch im Landkreis für den Bezirksligisten MTV Berg aktiven Fußballer befreundet sind, kennen sie sich bereits seit der Geburt Gebharts, der gut zweieinhalb Jahre jünger ist als sein Co-Trainer. Seit Saisonbeginn arbeiten sie nun erstmals als Trainerteam zusammen.

SC Pöcking-Possenhofen: Spielertrainer Simon Gebhart geht in Elternzeit

Als Luppart in seiner damaligen Funktion als Sportlicher Leiter des SCPP mit Gebhart erste Gespräche über eine Position als Chefcoach führte, schlug dieser ihm vor, die Aufgabe gemeinsam anzugehen. Bereut hat der neue Assistenztrainer die Entscheidung bisher nicht. „Es macht richtig Spaß, und wir ticken in vielen Dingen gleich“, betont er. Von seinem Chef könne er außerdem noch einiges lernen: „Ich bin auch Fußballer durch und durch, aber Simon hat mit seiner A-Lizenz wirklich ein unglaubliches Know-How.“

Bis jetzt läuft es in dieser Spielzeit aber noch nicht so recht beim SCPP. Nur vier Punkte aus sechs Saisonspielen bedeuten Rang 13 in der Tabelle der Bezirksliga Süd. Gerade zu Hause sieht die Pöckinger Bilanz schlecht aus: Im Sportpark an der Keltenstraße gelang der Heimmannschaft noch kein einziger Treffer, alle drei Partien endeten mit 0:2. Neben Verletzten sorgten viele Urlauber für eine angespannte Personalsituation. „Genügend Qualität ist vorhanden. Wenn jetzt langsam alle da sind, beginnt die Saison so richtig“, kündigt Luppart an. Immerhin ist Stürmer Robin Kergl seit dieser Woche wieder im Training, und am Samstag kommen auch noch die gemeinsam urlaubenden Clemens Link, Tim Freiwald und Lukas Wannenwetsch zurück, für die der Anpfiff extra auf Sonntag verlegt worden ist.

SC Pöcking-Possenhofen: Gelingt am Sonntag gegen den SV Aubing der erste Heimsieg?

Sehr gerne würden die Pöckinger ihren Fans am Sonntag endlich die ersten Tore und Punkte auf heimischem Platz schenken. Doch die Gäste aus Aubing sind Favorit. Der schon in den vergangenen Jahren um den Aufstieg kämpfende Bezirksliga-Dino hat im Sommer unter anderem den mehrfachen Bezirksliga-Torschützenkönig Daniel Koch zurückgeholt – und der hat in fünf Spielen schon wieder sechsmal getroffen. Dessen 18-jähriger Sturmpartner Aldin Bajramovic hat ebenfalls bereits vier Treffer sowie vier Assists auf dem Konto, und auch der Name des neuen Trainers Davide Taurino, zuvor jahrelang beim TSV Neuried, steht für Qualität. Allerdings gibt Luppart zu bedenken: „Wir haben gegen Neuried in der letzten Saison zweimal gut ausgesehen (3:0 und 4:1, Anm.d.Red.).“

Mit ähnlichen Mitteln – der SCPP-Coach nennt defensive Stabilität und schnelles Umschaltspiel – könnte es für die Pöckinger mindestens für einen Punkt reichen. Wenn nicht, wäre das für Luppart aber so früh in der Saison kein Beinbruch. „Noch stehen wir nicht unter Druck. Ein Erfolgserlebnis würden wir gerne mitnehmen, aber damit rechnen können wir nicht.“ (Tobias Empl)

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