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Sinnbildlich: SC Pöcking wieder ersatzgeschwächt - und sieglos

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Aushilfsstürmer: Markus Schulz rückte für den erkrankten Robin Kergl in den Pöckinger Sturm. Der mittlerweile bereits 38-jährige Routinier machte laut Trainer Simon Gebhart „ein überragendes Spiel“.
Aushilfsstürmer: Markus Schulz rückte für den erkrankten Robin Kergl in den Pöckinger Sturm. Der mittlerweile bereits 38-jährige Routinier machte laut Trainer Simon Gebhart „ein überragendes Spiel“. © andrea Jaksch

Das 2:2-Unentschieden des Fußball-Bezirksligisten SC Pöcking-Possenhofen gegen den FC Hertha München wirkte wie ein Abbild der gesamten bisherigen Saison.

Pöcking – Wieder einmal hielten die Pöckinger am Samstag trotz einer notgedrungen auf mehreren Positionen veränderten Startaufstellung ordentlich mit und spielten keineswegs schlechter als die in der Tabelle deutlich besser postierten Gäste aus München.

Wieder einmal zeigten sie Moral, ließen sich auch von Rückschlägen und unglücklichen Gegentoren nicht aus dem Konzept bringen. Aber wieder einmal reichte es am Ende nicht zu den drei Punkten, die im Abstiegskampf dringend nötig gewesen wären. „Natürlich ist ein Punkt besser, als zu verlieren. Aber das hilft uns nur bedingt weiter“, sagte SCPP-Trainer Simon Gebhart nach dem fünften Unentschieden aus den vergangenen sechs Spielen. Einen Vorwurf wollte er seiner Mannschaft dennoch nicht machen: „Es war kein schönes Fußballspiel, aber vielleicht hätten wir den Sieg sogar ein bisschen mehr verdient gehabt. Hut ab vor der Mannschaft und besonders vor den Spielern, die reingekommen sind, nachdem sie davor noch in der Zweiten gespielt haben.“

Auf dem engen Kunstrasen kamen die Gastgeber anfangs dank einfacher Mittel gut ins Spiel. Immer wieder suchten sie mit langen Bällen den für den krankheitsbedingt fehlenden Robin Kergl in die Startelf gerückten Stoßstürmer Markus Schulz, der die Kugel entweder sicherte oder Sturmpartner Clemens Link in Szene setzte. „Er hat ein überragendes Spiel gemacht und uns mit seiner Cleverness sehr geholfen“, lobte Gebhart den 38-jährigen Routinier. In Rückstand gerieten die Pöckinger allerdings mal wieder durch ein Gegentor, bei dem sie sich nicht gerade clever anstellten. Anstatt den Ball konsequent zu klären, spielte Linksverteidiger Leopold Neubacher aus kurzer Distanz einen Rückpass auf Keeper Lukas Schuh; dessen Befreiungsversuch wurde von Herthas Paul Wätzig abgeblockt und landete im Tor (10.). Nur zehn Minuten später sorgte jedoch Link nach einem Eckball von Josef Hartmann per Volley für den Ausgleich, und bis zum Seitenwechsel folgten noch einige ordentliche Möglichkeiten.

Im zweiten Durchgang kassierten die Gastgeber allerdings erneut ein vermeidbares Gegentor: Nach einer Freistoßflanke wähnte Josef Hartmann wohl aufgrund des Zurufs von Gegenspieler Emre Gümüs einen Mitspieler hinter sich und zog den Kopf ein, Gümüs bedankte sich und köpfte unbedrängt ein (50.).

Doch mit der erneuten Führung im Rücken wurden die Münchner immer passiver, der SCPP drängte zunehmend auf den Ausgleich. Nach einem Ballgewinn von Gianluca Zandt legte Clemens Link quer auf Sturmpartner Schulz, der freistehend an Hertha-Keeper Andreas Fukerider scheiterte (70.). Nur wenige Minuten später machte es Zandt, in dieser Saison erfolgreichster Pöckinger Torschütze, besser. Nach einer Energieleistung von Joker Lucas Perkuhn nahm Zandt dessen scharfe Flanke gekonnt an und drosch die Kugel trocken zum 2:2 ins Netz.

Vorlagengeber Perkuhn brachte trotz vorherigem Startelfeinsatz im mit 3:1 erfolgreichen Reserve-Team ebenso neuen Schwung wie der ab der 53. Minute souverän agierende Aushilfs-Linksverteidiger Leander Stimmer und der in der Schlussphase eingewechselte Angreifer Philipp Poggenseier, die sogar 90 Minuten in den Beinen hatten. Die Unterstützung aus der nun in der Winterpause befindlichen zweiten Mannschaft könnte auch in den beiden noch ausstehenden Partien gefragt sein.  

SC Pöcking-P. – FC Hertha 2:2 (1:1)

SC Pöcking-P.: Schuh - Schleyerbach, Flath, J.Hartmann, Neubacher (53. Stimmer) - Tekes (63. Perkuhn), M.Hartmann (C), Forster (83. Akpo), Zandt - Link (72. Poggenseier), Schulz

FC Hertha: Fukerider (C) - Wätzig, Müller-Gesser, Blaß (70. Bakovic), Gümüs, Edebiri (82. Alper), Freckmann, Briones-Montoya, Storch, Sick, Fuchs (46. Köhler)

Tore: 0:1 Wätzig (10.), 1:1 Link (20.), 1:2 Gümüs (50.), 2:2 Zandt (72.)

Schiedsrichter: Tobias Barth

Zuschauer: 100

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